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Schritt 1: Tourenauswahl

Sicher Bergwandern

Damit eine Bergwanderung ein rundum positives Erlebnis wird, lohnt es sich, clever zu planen. Dabei helfen die DAV-Bergwandercard und die folgende Systematik in 3 Schritten.

Tour und Tourist müssen zueinander passen. Die erste Maxime dafür heißt: Erkenne dich selbst! Es geht dabei um den...

 

A) Faktor Mensch

Wie gut sind meine Kraft und Ausdauer? Wie gut meine Geh-/Klettertechnik und Trittsicherheit? Wie gut meine Erfahrung und alpine „Abgebrühtheit“, die sich beispielsweise auch durch Schwindelfreiheit im ausgesetzten Gelände zeigt?

Für diese Fragen liefert die DAV-Bergwandercard eine praktische Beurteilungshilfe.

 

Außerdem sollte man sich aktuell vor jeder Tour fragen: Wie ist die Tagesform? Bin ich gesundheitlich auf der Höhe oder angeschlagen? Bin ich in dieser Saison schon gut „warmgelaufen“ oder ist es eine der ersten Touren des Jahres? Und all diese Fragen sollten natürlich mit jedem besprochen werden, der mitgehen möchte.

 

B) Faktor Gelände

Wenn Sie sich darüber klar sind, wieviele Stunden und Höhenmeter Sie in wie schwierigem Gelände prinzipiell gehen können, ohne in die Nähe Ihrer Grenzen zu geraten, können Sie nach der passenden Tour schauen.

Dabei ist das erste Kriterium die Schwierigkeit. Die DAV-Wegekategorien stufen den Anspruch eines Bergwegs (bei guten Verhältnissen!) analog zu Skipisten mit blau, rot und schwarz ein. Die schwerste Kategorie „schwarz“ umfasst ein sehr weites Spektrum an Schwierigkeit, bis hin zur anhaltenden ausgesetzten Kletterei oder zu längeren Klettersteigpassagen. Hier differenzieren manche Führer (etwa der AV-Führer Berchtesgaden) analog zur „Schweizer Wanderskala“ noch feiner, von T4 bis T6 – hier finden Sie Näheres zu den beiden Skalen und ihren Bedeutungen.

 

Das zweite Kriterium ist die Dauer, also der Fitness-Anspruch der Tour. Schauen Sie dabei nicht blindlings auf die Zeitangaben, die vor allem in Internetquellen sehr willkürlich sein können. Beobachten Sie stattdessen, wie viele Höhenmeter und Streckenkilometer Sie pro Stunde gehen können und wie viele Stunden Sie dabei ohne Erschöpfung unterwegs sein können. Dann werden Sie einschätzen lernen, auf was Sie sich einlassen dürfen.

 

Nicht zu vernachlässigen sind die Rahmenbedingungen. So ist es in größerer Höhe schwieriger, die gleiche Leistung zu erbringen wie in tiefen Lagen, und auch die Koordination beim Gehen und Steigen wird schlechter, wenn die Akklimatisation nicht stimmt. Eine wichtige Rolle spielt auch, wo die schwierigen Passagen liegen und wie gehäuft sie vorkommen. Eine einzelne kurze Kletterstelle wird man mal schaffen, allerdings in Gipfelnähe, schon etwas außer Puste, vielleicht nicht mehr so leicht wie mittendrin – und kurz nach dem Start, noch müde und holprig, fällt sie auch schwerer. Und wenn im Lauf der Route mehrere heikle Passagen kommen, summiert sich die psychische Belastung. Solche Informationen sind leider oft schwierig zu bekommen.

 

C) Faktor Verhältnisse

Aus der Literatur erfährt man nur die Anforderungen, die eine Tour bei „normalen“, also guten Verhältnissen stellt. Doch Berge ändern sich. Im Frühjahr können harte Schneefelder harmlose Geröllrinnen in Rutschbahnen verwandeln, und eine gute Spur in einem Schneefeld kann im Spätsommer zur Blankeispritsche werden.

Nach schlechtem Wetter ist mit seinen Folgen zu rechnen: Nässe macht Wurzeln und Gras rutschig und verwandelt manchen Wegbelag in schmierigen Matsch; Neuschnee hat die gleiche Wirkung und verdeckt obendrein Wegmarkierungen.

 

Noch direktere Auswirkungen hat das Wetter während der Tour: Nebel schränkt die Sicht ein; Wind, Regen und Schnee durchnässen und kühlen aus; ihre Folgen für den Gehkomfort sind bekannt negativ. Aber auch starker Sonnenschein kann Gesundheitsprobleme durch Hitzebelastung und Durst bringen.

Zur Information über die aktuellen Verhältnisse und Aussichten bietet das Internet viele gute Quellen – von Wetterberichten und Messstationen bis zu Austauschforen. Manchmal ist aber auch ein Anruf beim Hüttenwirt wertvoll.

 

Schritt 2: Tourenplanung

Sicher Bergwandern

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Damit eine Bergwanderung ein rundum positives Erlebnis wird, lohnt es sich, clever zu planen. Dabei helfen die DAV-Bergwandercard und diese Systematik in 3 Schritten.

Schritt 3: Auf Tour

Sicher Bergwandern

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Damit eine Bergwanderung ein rundum positives Erlebnis wird, lohnt es sich, clever zu planen. Dabei helfen die DAV-Bergwandercard und diese Systematik in 3 Schritten.