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1 Das Klima im Wandel

Anders als das Wetter können wir das Klima nicht fühlen oder spüren. Es ist ein statistischer Begriff, der viele Wetterdaten über einen Zeitraum von 30 Jahren beinhaltet.

 

 

 

Während es rund um den Äquator, zum Beispiel in Teilen Kolumbiens oder Indonesiens, oft warm und feucht ist, kann es im Winter in Sibirien bis zu -50 °C kalt werden. Das liegt daran, dass diese Orte in unterschiedlichen Klimazonen liegen. Insgesamt gibt es fünf Klimazonen auf der Erde.

 

1.1 Klimawandel

Das Klima der Erde hat sich schon immer verändert. Es gab Warm- und Kaltzeiten. Vor allem die letzte große Eiszeit prägte die Form unserer heutigen Landschaft. Was wir aber heute erleben, unterscheidet sich von diesen natürlichen Klimaveränderungen. Die Temperatur steigt viel schneller an als jemals zuvor. Das ist ein eindeutiges Zeichen, dass der Mensch aktiv auf unseren Planeten einwirkt. Wir verstärken den natürlichen Treibhauseffekt und das Weltklima wird immer wärmer.

 

Ein Video, das den Klimawandel und seine Folgen zusammenfasst, findet ihr hier:

 

 

 

 

1.2 Der Treibhauseffekt

Wie funktioniert der Treibhauseffekt?

Antworten dazu gibt´s im Video. 

 

1.3 Das Alpenklima

Das Klima in den Alpen wird durch verschiedene Einflüsse geprägt: Westwinde bringen milde und feuchte Luft vom Atlantik, kalte Luft kommt aus dem Norden, kontinentale (trockene) Luftströme aus dem Osten und warme Luft aus dem Süden.

Die Unterschiede des Klimas sind in den Alpen je nach Ort enorm. Die hohen Berge sind für schwere, tiefhängende Regenwolken ein unüberwindbares Hindernis, an dem sich Stauniederschläge bilden. Das heißt, am Alpenrand regnet es viel. Die inneralpinen Täler liegen dagegen im Regenschatten: hier herrscht ein trockenes, kontinental geprägtes Klima. Durch ihre abgeschirmte Lage sind sie mit 600 bis 1.000 mm Niederschlag im Jahr niederschlagsarm und die Durchschnittstemperatur ist um bis zu 1 °C höher als in den alpinen Randlagen.

 

Mit zunehmender Höhe sinken die Temperaturen. Das hat zur Folge, dass verschiedene Höhenstufen entstehen, in denen sich jeweils unterschiedliche Pflanzen und Tiere wohlfühlen.

 

Weitere Infos zum Klimawandel in den Alpen findet ihr hier: Klima der Alpen

 
 

1.4 Klimawandel in den Alpen

Die Alpen sind vom Klimawandel besonders betroffen. Als empfindliches Ökosystem reagieren sie auf klimatische Veränderungen besonders empfindlich. Seit dem Jahr 1850 hat sich zum Beispiel die durchschnittliche Jahrestemperatur in den Ostalpen um 2 °C erhöht.

Ein erstes Anzeichen für den Klimawandel ist die Verlagerung der Höhenstufen nach oben. Das hat schlimme Folgen für die Tiere und Pflanzen, die sich an ihren Lebensraum angepasst haben. Sie müssen mitklettern - immer höher hinauf – und das ist nicht für alle möglich. Doch die klimatischen Veränderungen bedrohen nicht nur die Existenz vieler Arten, durch sie schmelzen auch Gletscher ab und Permafrostböden tauen auf.

 

1.5 Klimawandel und Ökosysteme

Wie wirken sich Veränderungen durch den Klimawandel auf alpine Ökosysteme und ihre Bewohnerinnen und Bewohner aus?

Einen Einblick dazu bekommt ihr hier:

 

Herausforderung Klimawandel

Wenn du noch mehr erfahren willst, dann hör' doch mal in unseren Bergpodcast rein!

 

Glossar

  • Alpenklima: besonderes Klima der Alpen 
  • Gletscher: Strom aus Eismassen, der sich langsam talwärts schiebt
  • Klimawandel: Veränderung des Klimas durch natürliche Veränderungen oder den Einfluss des Menschen
  • Klimazone: Durch die Krümmung des Erdballs und den Einfallswinkel der Sonne entstehen verschiedene Klimazonen, die sich wie Gürtel um die Erde legen:  Polarzone, Subpolarzone, gemäßigte Zone, Subtropen und Tropen. Die Alpen liegen in der gemäßigten Klimazone
  • Ökosysteme:  Zusammenwirken von Tieren, Pflanzen und Mikroorganismen mit ihrem Lebensraum
  • Permafrost: dauerhaft gefrorenes Boden-, Schutt- und Gesteinsmaterial
  • Stauniederschlag: Niederschlag, der durch das Aufhalten von Luftmassen an Gebirgen entsteht
 

Was hast du dir gemerkt?

Bei den folgenden Fragen können mehrere Antworten richtig sein!

 

2 Permafrost

Mehr erfahren
Permafrost ist Boden-, Schutt- oder Gesteinsmaterial, das dauerhaft Temperaturen unter null Grad aufweist und auch im Sommer nur oberflächlich auftaut. Solche gefrorenen Böden findet man großflächig vor allem in Russland, Kanada, Alaska und der Mongolei.