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Wandern über den Tauernhauptkamm

Der Tauernhöhenweg

29.06.2022, 15:12 Uhr

Im Schatten von Dreitausendern wie Säuleck, Hochalmspitze, Ankogel, Hoher Sonnblick und Großglockner verläuft am Tauernhauptkamm der Tauernhöhenweg. Entlang des Weitwanderweges liegen zahlreiche Hütten, welche zur Einkehr und Übernachtung einladen.

Der Tauernhöhenweg gilt als das "Kronjuwel" unter den Höhenwegen in der Nationalpark Region Hohe Tauern. Zudem stellt er ein Teilstück des Zentralalpenweges "02" dar. Auf einer Gesamtlänge von 60 Kilometern führt der Weitwanderweg in sechs Etappen über den Tauernhauptkamm.

 

"Weg" ist allerdings eine irreführende Bezeichnung. Vielmehr handelt es sich um eine hochalpine und anspruchsvolle Tour, welche Können, Materialbeherrschung und Kondition erfordert. Der Weitwanderweg führt über den Tauernhauptkamm, wobei die 3000-Meter-Marke und vergletschertes Gelände überschritten werden. Mit Sicherheit also keine Route für Trekking-Neulinge, sondern nur an geübte Alpinist*innen mit langjähriger Erfahrung gerichtet. Falls man weniger geübt im Bergsteigen ist, empfiehlt sich der Tauernhöhenweg in Begleitung eines staatlich geprüften Bergführers.

 

Das erwartet dich auf dem Höhenweg

  • Eine der längsten Ost-West-Routen der Alpen
  • Aufstiege bis auf 3000 Meter Höhe
  • Gipfelausblicke in einer der schönsten Hochgebirgslandschaften Europas
  • Gletscher und Felsformationen
  • Atemberaubende Bergseen und Wildbäche
  • Zugang zu einem weitreichenden Wegenetz mit Höhenwegen und Gratsteigen
  • Einzigartige Flora und Fauna der Nationalparkregion Hohe Tauern
  • Vielfältiges Angebot an bewirtschafteten und Selbstversorgerhütten
  • Zehn Tage und mehr "ohne Bodenkontakt" im Hochgebirge 

 

Zu den Ursprüngen

Der Tauernhöhenweg weist eine lange Geschichte auf: Als vor fast 150 Jahren Gipfel noch unerreichbar schienen, begannen Pioniere der ersten Alpenvereinssektionen Wege und Hütten zu errichten.

Besonders deutsche Sektionen erschlossen in den 1930er Jahren das Berggebiet zwischen Maltal und Großglockner oberhalb der Talgemeinden Malta, Mallnitz und Heiligenblut. Mit der Zeit folgte die vollständige Erschließung der Gipfel: Ankogel-, Goldberggruppe und die Hohe Tauern wurden „begehbar“.

 

Das Gebiet entwickelte sich zu einer Bergheimat, deren Schönheit und Einzigartigkeit erkannt wurde. Zum Erhalt der Region folgt die Gründung einer Arbeitsgemeinschaft (ArGE) Tauernhöhenweg in den 70er Jahren, welche sich im Laufe der Jahre von einem Verbund zum Interessenverband Tauernhöhenweg im Jahr 2018 entwickelte: Es sollen Akzente gesetzt werden - Bergtourismus im Einklang mit der Natur ist das Ziel.

 

Erreichbar durch die Zusammenarbeit des Interessenverbandes mit Talbetrieben und -gemeinden, Tourismusverbänden, der Nationalparkverwaltung und natürlich den Alpenvereinssektionen und den Dachverbänden, dem Österreichischen (ÖAV) und Deutschen Alpenverein (DAV). Durch die Erfolge der letzten Jahrzehnte erwartet die Wandernden heute ein gut ausgebautes Netz an Wegen und Hütten, welche den Nationalpark Hohe Tauern erlebbar machen.

 

Der Weg und seine Hütten

Fast 20 Hütten befinden sich am Tauernhöhenweg:

Sie bieten Schutz und Unterkunft und stellen Orte zum Wohlfühlen und Erleben der Gebirgslandschaft dar.

Alle Hütten bieten ihren eigenen Charme, zeichnen sich durch neue Austattung oder ursprünglichen Charme aus.

 

Weitere Infos

Weitere Toureninformationen und Details gibt es auf

 

Falls man den Tauernhöhenweg bereits vor dem Besuch hautnah erleben  möchte, empfiehlt sich der

 

Interessenverband Tauernhöhenweg will Akzente setzen

Mitgliederversammlung 2020 in Malta

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Turnusgemäß war der Interessenverband Tauernhöhenweg Ende Juni mit seiner Mitgliederversammlung wieder in Malta zu Gast. Trotz der Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie waren etwa 20 Vertreter/innen der Alpenvereinssektionen und Talgemeinden mit Tourismusverbänden und der Nationalparkverwaltung sowie Repräsentant/innen der Dachverbände zusammengekommen, um über die Lage am Tauernhöhenweg und seinen Hütten sowie die Verbandsstrategie zu beraten. Kerstin Pirker, stv. Bürgermeisterin der Gemeinde Malta, wie auch ihr Amtskollege Günther Novak, Bürgermeister von Mallnitz, betonten in ihren Grußworten die Verdienste der Alpenvereine um die Infrastruktur und Entwicklung in der Region. Ohne ihr unermüdliches Engagement um das Hütten- und Wegenetz im Hochgebirge, so ihr Tenor, fehlte ein elementarer Baustein im Fundament der Region. In den anschließenden Beratungen wurde aber auch schnell deutlich, dass dieses Engagement in Zukunft noch verstärkt werden muss. So haben gerade die außerordentlichen Wetterereignisse der vergangenen Jahre Schäden verursacht, die im Sinne des größten Schutzgebiets der Alpen, dem Nationalpark Hohe Tauern, nun behutsam wieder behoben werden müssen. Gemeinsam mit dem Deutschen Alpenverein (DAV) will der Interessenverband Ansätze entwickeln, mehr Ehrenamtliche aus den deutschen Sektion für den "Arbeitsplatz Hochgebirge" zu gewinnen. Insgesamt unterstrichen Robert Kolbitsch als DAV-Vertreter und Dr. Werner Radl, Landesverbandsvorsitzender des Österreichischen Alpenvereins (ÖAV) in Kärnten, noch einmal deutlich die Bereitschaft, den Interessenverband in seinem Einsatz für einen nachhaltig ausgeübten Bergsport zu unterstützen. 

Auf dem Tauernhöhenweg

Bergpodcast Folge 14

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Es ist schwer zu erklären: das Gefühl vom „Oben sein“. Wer es spüren will, muss es erleben. Ein Ausflug in den Nationalpark Hohe Tauern soll in dieser Folge dazu inspirieren, selbst in die Berge zu gehen und Natur hautnah zu erleben. Sebastian und Line von „Off The Path“ machen es deshalb vor. Die beiden Blogger und Hochgebirgseinsteiger erzählen hautnah von den Erlebnissen ihrer viertägigen Wanderung entlang des Tauernhöhenweges. Welche Hütten sie auf dem Weg besucht und was sie dabei erlebt haben, hört ihr in Folge 14 des Bergpodcasts. 

Tauernhöhenweg: vom Sonnblick zum Hafner

Mehr Infos zum Artikel in DAV Panorama 2/2015

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Ein besonders schöner Abschnitt des Tauernhöhenwegs verläuft im Bannkreis der Hochalmspitze durch Ankogel- und Goldberggruppe – mit zahlreichen lohnenden Abstechern.