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Nationalparks in den Alpen

Bergwandern durch Wildnis

Wer gerne intakte Natur erlebt, seltene Pflanzen und Tiere entdeckt und in weitgehend unberührten Landschaften wandert, ist in einem Nationalpark gut aufgehoben. Auch in den Alpen gibt es viele solcher besonders geschützten Gebiete, von Südfrankreich über Graubünden und Tirol bis nach Slowenien. Wir stellen die 13 Nationalparks der Alpen vor und geben Tipps für unterwegs.

Nationalpark Berchtesgaden

Der Nationalpark Berchtesgaden ist der einzige Alpen-Nationalpark Deutschlands: eine schroffe Gebirgswelt, durchzogen von tiefen Tälern und klaren Flüssen. In dem Schutzgebiet an der Grenze zu Österreich sind neben Gams, Steinbock und Rotwild auch Steinadler und Bartgeier heimisch, die in den letzten Jahren vermehrt angesiedelt wurden. Und mit Edelweiß, Enzian und Bergahorn sind auch die „botanischen Klassiker“ der Alpenflora vertreten. „Natur Natur sein lassen“ ist das Motto des Parks, dessen imposante Landschaft Besucher*innen aus aller Welt anzieht. Neben dem vielbestiegenen, meist überschrittenen, Watzmann (2713 m) mit seiner legendären Ostwand zählt der Königssee zu den touristischen Hotspots. Aber auch der Göllstock und die riesigen Karstflächen im Hagengebirge und Steinernen Meer locken viele Bergwander*innen. Wer vom Tal aus seine Tour startet, sollte gute Kondition und Kraft für beträchtliche Strecken und Höhenmeter mitbringen.

 

Infos für Bergfreund*innen

 

Nationalpark Hohe Tauern

Der Nationalpark Hohe Tauern wurde in den 1980er Jahren als erster Nationalpark Österreichs gegründet. Bis heute ist es das größte Schutzgebiet der Alpen. 266 Gipfel über 3000 Meter liegen in seinem Gebiet, darunter Berühmtheiten wie Großvenediger, Hochalmspitze und Hoher Sonnblick - und natürlich der Großglockner, mit 3798 Metern der höchste Berg Österreichs. Gletscher und Flüsse formten in Jahrmillionen enge Täler und weite Talböden, imposante Kare und spitze Grate. Auch heute prägen Wasser und Eis das Landschaftsbild: Vielerorts trifft man auf rauschende Gebirgsbäche, donnernde Wasserfälle und stille Bergseen. In den Höhen liegen die größten Gletscherflächen der Ostalpen. Der Nationalpark beherbergt eine große Vielfalt an Lebensräumen, alle alpinen Ökosysteme, von Bergwäldern bis zum alpinen Rasen, sind vertreten. Er ist Heimat von 15000 Tierarten und 3500 Pflanzenarten. Darunter natürlich auch das Wappentier, der Steinadler. So vielfältig Landschaft und Natur, so vielseitig sind auch die Tourenmöglichkeiten für Bergwander*innen.

 

Infos für Bergfreund*innen

 

Nationalpark Kalkalpen

Der Nationalpark Kalkalpen im Süden Oberösterreichs umfasst das Sengsen- und das Reichraminger Hintergebirge. Was kaum jemand weiß: Der Park beherbergt das größte unbesiedelte Waldgebiet der Nördlichen Kalkalpen – 81 Prozent der Fläche sind baumbestanden. Biodiversität ist das Aushängeschild des Nationalparks Kalkalpen, was sich auch im Leitziel „Wilde Vielfalt“ ausdrückt. Eine Fülle von seltenen Tier- und Pflanzenarten bevölkern die 30 Waldgesellschaften. In einem der Buchenwälder, Österreichs erstes UNESCO Weltnaturerbe, steht die älteste dokumentierte Rotbuche der Alpen: Sie ist 523 Jahre alt. Auch der Luchs ist hier heimisch, sein Auftreten wird genauestens beobachtet und dokumentiert. Wer gern durch stille Wälder wandert, ist im Nationalpark Kalkalpen am richtigen Ort. Aber auch wer Gipfel stürmen möchte, findet mit dem 1963 Meter Hohen Nock ein sehr lohnendes Ziel.

 

Infos für Bergfreund*innen

  • Lage: in der nordöstlichen Alpenregion, Bundesland Oberösterreich
  • Fläche: rund 200 Quadratkilometer
  • Beliebte Gipfel: Hoher Nock (1963 m), Schillereck (1748 m), Hochsengs (1883 m), Großer Größtenberg (1724 m)
  • Wanderwegenetz: Der Nationalpark ist sehr gut mit Wegen erschlossen, Tourenvorschläge unter wildniswandern.kalkalpen.at
  • Weitwanderrouten: Kalkalpenweg, Luchstrail
  • Hütten: Feichtauhütte (Selbstversorgerhütte), viele bewirtschaftete Almen laden zur Einkehr ein, auf den Biwakplätzen Steyrsteg und Weißwasser kann man zelten
  • Touren im Tourenportal www.alpenvereinaktiv.com
  • Naturschauspiel: Der Nationalpark Kalkalpen ist das größte zusammenhängende Waldgebiet Österreichs, 75 Prozent der Fläche sind als Wildnisbereich ausgewiesen. Begleitet von einem NP-Ranger kann man die Waldwildnis entdecken, auf kleiner oder anspruchsvoller größerer Tour
  • Tipp: Übernachtung gegen Voranmeldung auf einem der beiden eingerichteten Biwakplätze Steyrsteg und Weißwasser; Radltour auf dem Hintergebirgsradweg und Erleben des Weltnaturerbes Buchenwälder
  • Artikel: Wandern im Nationalpark Kalkalpen, Wildnis und Artenvielfalt im Nationalpark Kalkalpen
 

Nationalpark Gesäuse

„Gesäuse“? Ein recht merkwürdiger Name für einen Nationalpark. Der Park ist noch jung, wurde 2002 gegründet. Sein Gebiet erstreckt sich über die Buchstein-, Hochtor- und Reichensteingruppe der Ennstaler Alpen. Der gleichnamige Fluss, die Enns, fließt durch eine eindrucksvolle Schlucht mit steil aufragenden Wänden. An deren Eingang wirbeln die Wasser besonders laut – dieses „Sausen“ gab dem Park seinen Namen. Wildes Wasser und steiler Fels – das sind die Markenzeichen von Österreichs viertgrößtem Nationalpark, der sich einer besonders großen Artenvielfalt rühmt. Nirgendwo in Österreich gibt es mehr endemische Spezies, darunter 15 Pflanzen und 89 Tierarten. Die Hälfte des Gebietes ist mit Wald bedeckt, aus dem das steile zerklüftete Kalksteingebirge ragt. Der Nationalpark Gesäuse bezeichnet sich selbst als „Universität des Bergsteigens“, er blickt auf über 150 Jahre Alpinismus zurück. Klettern wird hier großgeschrieben. Aber auch leichtere Wege führen durch den Park und auf die über 2000 Meter hohen Gipfel.

 

Infos für Bergfreund*innen

 

Schweizerischer Nationalpark

Es ist ein wenig überraschend: In der gesamten Schweizer Bergwelt gibt es nur einen Nationalpark. Im Jahr 1914 gegründet, ist es der erste Nationalpark der Alpen. Der Schweizerische Nationalpark liegt im südöstlichen Graubünden und beherbergt eine wilde, einsame Gebirgswelt mit Gipfeln bis 3200 Meter. Der Park ist mit Wanderwegen gut erschlossen, auch wenn es viele unberührte Täler und Gipfel gibt. Und dies soll auch so bleiben: Das Verlassen der Wege ist verboten. Ungefähr die Hälfte des Parks ist von Wäldern, Almen und Wiesen bedeckt, der Rest ist karges Gelände mit Fels, Geröll, Schnee und Eis. In dieser "Naturoase" - so die Werbung - werden neben Wild, Gämsen, Murmeltieren, Schneehasen und Raubvögeln wie dem Bartgeier hin und wieder Braunbären gesichtet, die aus dem Trentino eingewandert sind. Für alle, die gern bergwandern, ist der Park kein Geheimtipp mehr, wie die steigenden Gästezahlen der letzten Jahre zeigen.

 

Infos für Bergfreund*innen

  • Lage: im Südosten der Schweiz, Graubünden
  • Fläche: rund 170 Quadratkilometer (Platz 5 der Nationalparks)
  • Beliebte Gipfel: Piz Daint (2968 m), Munt la Schera (2568 m), Piz Umbrail (3032), Mot Tavrü (2420 m), Piz Lischana (3105 m)
  • Wanderwegenetz: 100 Kilometer Wanderwege auf 21 Wanderrouten, Ausgangspunkte gut mit öffentlichem Bus erreichbar
  • Weitwanderrouten: Nationalpark-Panoramaweg
  • Hütten: Chamonna Lischana, Chamonna Chluozza
  • Touren im Tourenportal www.alpenvereinaktiv.com
  • Naturschauspiel: Eine vom Nationalpark-Ranger geführte Tour zur Tierbeobachtung durchs Val Trupchun ist für Groß und Klein interessant, besonders die Blicke durchs große Fernrohr des Rangers auf Hirsche, Steinböcke, Bartgeier und Steinadler
  • Tipp: Die Tour auf den Piz Quattervals (3165 m) vom Val Cluozza aus, neben dem Munt la Schera der einzige vollständig im Nationalpark gelegene Gipfel, der bestiegen werden darf, alpinistisch anspruchsvolle Tour mit toller Rundumsicht
  • Artikel: Ski- und Schneeschuhtouren im Münstertal, Wandern im Schweizerischen Nationalpark
 

Nationalpark Vanoise

Der Nationalpark Vanoise wurde 1963 als erstes französisches Schutzgebiet gegründet um den Alpensteinbock vor dem Aussterben zu schützen. Mit Erfolg: Mittlerweile gibt es in dem Park wieder rund 1.600 Tiere. Neben Steinböcken wurden auch die bereits verschwundenen Lämmergeier wieder angesiedelt. Unter den zahlreichen Tieren und Pflanzen findet man auch endemische Arten wie den Schlauch-Enzian, der an keinem anderen Ort in Frankreich wächst. In der hochalpinen Bergwelt gibt es über 40 Dreitausender, der höchste ist die Grande Casse mit 3855 Meter. Nicht nur Wander*innen und Bergsteiger*innen begeistern sich für die Gegend: In der äußeren Zone des Nationalparks finden sich viele große Skigebiete – im Sommer ausgestorbene Retortenstädte. Routen und Urlaubsziele sollte man also gut auswählen. Im Nationalpark Vanoise gibt es 54 Hütten, darunter 16, die von der Parkverwaltung selbst betrieben werden. Diese Dichte macht es besonders leicht, Mehrtagestouren zu unternehmen.

 

Infos für Bergfreund*innen

 

Parc National des Écrins

Der Parc National des Écrins, auf der Grenze zwischen den französischen Nord- und Südalpen gelegen, wurde 1973 gegründet. Seine Geschichte geht jedoch bereits auf das Jahr 1913 zurück, als der Parc de la Bérarde im Herzen des heutigen Gebietes eingerichtet wurde. Die atemberaubende Gebirgswelt des Écrins umfasst mehr als 150 Gipfel über 3000 Metern. Im Zentrum des Nationalparks, dem Pelvoux-Massiv, geht es sogar noch höher: Mit der Barre des Écrins findet man hier den südlichsten 4000er der Alpen. Steile Felsen aus dunklem Granit, Lärchenwälder, Gletscher, Wasserfälle, Seen und Almen prägen das Landschaftsbild. Am Himmel ziehen Steinadler, Symbol des Nationalparks, Lämmer-, Gänse- oder Mönchsgeier ihre Kreise. Die Murmeltiere gelten hier als besonders zutraulich bis frech. 40 Unterkünfte erleichtern Gipfelbesteigungen und längere Touren durch den Park. Für sein nachhaltiges Tourismus-Konzept wurde der Park mehrfach ausgezeichnet.

 

Infos für Bergfreund*innen

 

Nationalpark Mercantour

Der Parc National de Mercantour in den Seealpen wurde 1979 gegründet und ist der jüngste Alpen-Nationalpark Frankreichs. Aufgrund der Lage und Ausdehnung sind Klima und Geologie sehr vielfältig. In den tieferen Tälern mutet die Landschaft mediterran an, in den Höhen wandert man vielerorts durch karge Schuttlandschaften. Die alpinen klimatischen Einflüsse im Norden, wo man in den Tälern durch Lärchenwälder wandert, weichen im Süden der starken Sonneneinstrahlung des Mittelmeerraums. 78 Säugetier- und knapp 200 Vogelarten sind im Nationalpark Mercantour zuhause. Nach vielen Jahrzehnten ist auch der Wolf zurückgekehrt. Im Nationalpark wachsen über 2000 teils endemische Pflanzen, darunter seltene Orchideenarten. Neben der faszinierenden Natur finden sich auch spannende geschichtliche Zeugnisse: Die 5000 Jahre alten Felszeichnungen im Vallée des Merveilles („Tal der Wunder“) scheinen prähistorische Botschaften an Götter zu sein – eine der bedeutendsten Fundstätten von Felsbildern in den Alpen. Der riesige Park ist oft wild und einsam, sofern man Besuchermagneten wie zum Beispiel den wunderschönen Lac d’Allos meidet.

 

Infos für Bergfreund*innen

 

Triglav Nationalpark

Den Triglav Nationalpark gibt es in der heutigen Größe seit 1981. Er liegt auf der slowenischen Seite der Julischen Alpen. Im Tal sprudelt die türkisgrüne Soča, in den Höhen liegen stille Seen und Wälder, Wildblumenwiesen und Hochmoore, darüber leuchten die bleichen imposanten Kalkgipfel. Bis auf 2864 Meter geht es hinauf: Der Triglav ist der höchste Gipfel der Julischen Alpen und prägt als Wahrzeichen Sloweniens das Staatswappen. Es geht das Gerücht um, dass jede*r Slowen*in einmal im Leben auf dem Gipfel stehen möchte – oder muss? Die hohen Besucherzahlen scheinen dies zu bestätigen. Bergwanderungen in der zerklüfteten Bergwelt sind in den höheren Regionen recht anspruchsvoll, auf die Gipfel führen zahlreiche Klettersteige. Auch Alpinist*innen folgen dem Ruf der Julischen Alpen, die Nordwand des Triglav ist eine der höchsten Alpenwände. Wer lieber den Blick fürs Detail mag, findet unter den 1600 verschiedenen Pflanzen endemische Arten wie den Triglav-Pippau oder den Julischen Alpen-Mohn.

 

Infos für Bergfreund*innen

 

Nationalpark Val Grande

Der Nationalpark Val Grande gehört sicherlich nicht zu den bekanntesten. Er beginnt zwar unmittelbar hinter den Touristenorten am Lago Maggiore, aber kaum jemand scheint sich in diese Wildnis zu trauen. Gut für diejenigen, die keine ausgetretenen Pfade mögen und gerne autark unterwegs sind. "Im Val Grande kann man sich verlieren. Nicht physisch, sondern geistig und gefühlsmäßig, indem man mit der Erhabenheit in Kontakt kommt: wie das Meer im Sturm, wie der Ausbruch eines Vulkans" - so literarisch umwirbt die Website des Parks die spirituelle Erfahrung, die man auf Tour erleben kann. Wander*innen müssen alles dabei haben, von Essen bis Schlafsack und Isomatte für die Nächte in den einfachen Biwakhütten. Wer das Abenteuer in dieser entsiedelten Region wagt, wird mit vielen Eindrücken belohnt: umwerfende Blicke auf den Lago Maggiore und bis zu den 4000ern des Wallis, liebliche Almen, die teilweise wieder bewirtschaftet werden, wilde Grate und schroffe Gipfel.

 

Infos für Bergfreund*innen

  • Lage: Norditalien, Provinz Piemont, zwischen Lago Maggiore und dem Ossola-Tal
  • Fläche: 146 Quadratkilometer
  • Beliebte Gipfel: Cima della Laurasca (2195 m), Cima Pedum (2111 m)
  • Wanderwegenetz: Es gibt einen guten markierten Weg durch den Nationalpark, die übrigen Wege sind teilweise schlecht zu erkennen. Gutes Orientierungsvermögen, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit ist auf den meisten Steigen erforderlich
  • Weitwanderrouten: Durch den Nationalpark verlaufen keine offiziellen Weitwanderrouten, westlich des Ossola-Tales verläuft die GTA
  • Hütten: Im gesamten Gebiet gibt es keine bewirtschafteten Hütten. Es stehen aber mehrere Biwakhütten zur Verfügung
  • Touren im Tourenportal www.alpenvereinaktiv.com
  • Naturschauspiel: Durch die Einsamkeit und Abwesenheit von Lichtquellen lassen sich leuchtende Sternenhimmel erleben
  • Tipp: Aktuelle Infos zum Park, den Wegen und Biwaks bekommt man auf dem Blog des Trekkingführers Tim Shaw
  • Artikel: Wandern im Nationalpark Val GrandeInfos zum Trekking im Nationalpark Val Grande
 

Nationalpark Gran Paradiso

Gran Paradiso – wohlklingender könnte der Titel eines Nationalparks wohl kaum sein. Der gleichnamige, über 4000 Meter hohe Gipfel ist der bergsteigerische Anziehungspunkt des Gebietes. Der Nationalpark Gran Paradiso ist der älteste Nationalpark Italiens. In den Tälern dominieren Lärchen- und Fichtenwälder, darüber liegen blumenreiche Wiesen mit traditionellen Almen, die mit der Höhe in Fels, Geröll- und Eislandschaften übergehen. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde das Gebiet zum königlichen Jagdgrund erklärt. Der hier ansässige Alpensteinbock war das begehrte Jagdopfer. 1922 wurde die Bergziege mit den markanten Hörnern Wappentier des neu ausgewiesenen Nationalparks. Die Bestände schwankten in den folgenden Jahrzehnten sehr stark, nicht zuletzt durch Wilderei. Durch die Arbeit der Wildschützer*innen ist der Nationalpark Gran Paradiso heute die genetische Heimat des Alpensteinbocks. Darüber hinaus sind im Gebiet des Gran Paradiso auch Hirsche, Luchse, Wölfe und Füchse zuhause.

 

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Nationalpark Belluneser Dolomiten

Im Süden der italienischen Dolomiten, in der Provinz Belluno, liegt der Nationalpark Belluneser Dolomiten. Was kaum jemand weiß: Fast die Hälfte des Weltnaturerbes Dolomiten liegt in Belluno, darunter die Marmolada (3343 m) auf der Grenze zum Trentino, die Civetta-Moiazza-Gruppe, die Tofanen, die Sorapiss, der Monte Pelmo oder die Bosconero-Gruppe. Der Nationalpark macht nur einen kleinen Teil des Gebietes aus, doch bietet er eine außergewöhnliche Vielfalt an Lebensräumen - und Wandermöglichkeiten. Weite Täler, schroffe Felswände, imposante Kalkgipfel und karge Hochebenen prägen die Landschaft. In dem karstigen Gebiet gibt es auch zahlreiche Tropfsteinhöhlen. Durch die südliche Lage erinnert die Vegetation in tieferen Gefilden bereits an den Mittelmeerraum. Auch die Fauna ist äußerst artenreich. Neben Gämsen, Rehen und Hirschen ziehen Mufflonherden durch den Park. Fun Fact: Im Gebiet des Nationalparks Belluneser Dolomiten nisten 116 Vogelarten – das sind fast die Hälfte der Arten, die in ganz Italien vorkommen.

 

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Nationalpark Stilfserjoch

Gletscher, Fels, Almen und Wälder prägen den Nationalpark Stilfserjoch. Gegründet wurde der Park im Jahr 1935 um das Ortler-Gebiet zu schützen. Neben diesem fast-4000er finden sich hier Berühmtheiten wie Königsspitze, Monte Zebru und Cevedale - ein Reigen der höchsten Berge Südtirols. Innerhalb der Grenzen der Schutzzone fühlen sich verschiedenste Tierarten wohl. Neben dem zahlreich vertretenen Murmeltier beobachtet man auf Wanderungen oft Steinadler, Gämse, Rotwild oder Steinböcke. Auch Bartgeier wurden, nachdem sie mehrere Jahrzehnte als ausgerottet galten, erfolgreich wiederangesiedelt. Die reichhaltige Flora des Nationalparks zieht sich hinauf bis in die Gletscherregion, wo die kleinen weiß-gelb bis rosa Blüten des Gletscherhahnenfuß die Geröllhalden sprenkeln. Wer wandernd die beeindruckende Hochgebirgslandschaft entdecken möchte, kann das vielfältige Wegenetz von Martelltal, Ultental, Sulden, Stilfs oder Trafoi aus betreten.

 

Infos für Bergfreund*innen