logo-dav-116x55px

Bereit fürs erste Mal?

10.09.2018, 00:21 Uhr

Hütten-Guidelines für Einsteiger

Meistens unbeholfen, manchmal ein Fiasko, aber immer besonders! Vorbereitung und Planung sind meistens die halbe Miete damit die Premiere zu einem unvergesslichen Erlebnis wird.

 

Wie läuft das überhaupt ab? Kann ich was falsch machen? Was passt am besten zu mir? Was muss ich Mitnehmen?

 

Der DAV gibt ab jetzt jede Woche Tipps und zeigt Tricks für das große Erlebnis, vom Aufstieg bis zum Frühstück – ein Handbuch für das erste Mal auf einer Alpenvereinshütte.

 

Kapitel 1 - Wohin solls gehen?

Wenn einer eine Reise tut, so kann er was erzählen. Er sollte sich aber zuerst Gedanken machen wohin er sie tut.

 

Die Auswahlmöglichkeiten umfassen nicht nur zigtausende Berggipfel, sondern mehr als 500 Alpenvereinshütten – mehr als manch berühmte Hotelkette weltweit. Matterhorn, Großglockner und Drei Zinnen sind Alpenklassiker, aber auch Geheimtipps in den bayrischen Voralpen sind eine Reise wert. Ausschlaggebend dafür sind in erster Linie das Gebirge in dem sich die Hütte befindet und das Können des Bergsteigers. Übernachtungen in großer Höhe sind zum Beispiel ein echtes Erlebnis über den Wolken, sollten aber dennoch nicht unterschätzt werden, da die Luft ab 2000 Metern zunehmend dünner und der Körper zusätzlich belastet wird. Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und Ausdauer sind ausschlaggebend dafür, welche Hütte angesteuert wird und wie es von dort weiter gehen kann. Der eigene Leistungsstand und der des schwächsten Glieds der Bergtruppe müssen zum Gelände, Aufstiegsdauer und Höhe passen. Auskunft über die Beschaffenheit der Wege geben, wie im Winter auf der Piste, die üblichen farbigen Markierungen blau, rot und schwarz. Hochalpine Sehnsuchtsorte wie die Dolomiten oder das Karwendel bieten aber für jeden Geschmack und Können das richtige Terrain und vor allem die richtige Unterkunft. Klar ist aber, dass die Bayerischen Voralpen besser zum Wandern mit Familien geeignet sind, als die eher unbekannte Tauernrunde auf die sich nur erfahrene "Bergler" aufmachen sollten. Entscheidend ist, dass man weiß, worauf man sich einlässt. Um den Angebotsurwald zu lichten, hat der DAV eine Plattform erstellt, auf der alle Hütten und Touren der Alpen durch wenige Klicks abrufbar sind. Online unter www.alpenvereinaktiv.com, oder als App, findet man alle Informationen zu den Wegen und Unterkünften, samt Kartenmaterial und Online-Reservierungssystem.

 

So unterschiedlich wie das Terrain auf dem sie stehen sind auch die Hütten selber. Vom der talnahen Hütte bis zur Biwakschachtel knapp unterm Gipfel – in der langen Liste der Alpenvereinshütten ist für jeden Geschmack etwas dabei. Aufschluss über die Beschaffenheit der Unterkunft gibt das Kategoriensystem des DAV.

 

In Kategorie III fallen alle Hütten, die „mechanisch“, also per Lift oder Gondel, erreichbar sind. Sie eignen sich besonders für Tagesausflüge. Die II. Kategorie umfasst alle Hütten in vielbesuchtem Gebieten, mit besserer technischer Ausstattung, meist ganzjährigem Betrieb und guter Familieneignung. Die Hütten der Kategorie I sind sogenannte Schutzhütten. Sie sind wohl die originellsten und urigsten Hütten, die in ihren Anfangszeiten noch von Trägern versorgt wurden. Heute werden sie in der Regel von Hubschraubern beliefert und sind dem entsprechend spartanisch in Ausstattung und Angebot.

 

 

Bevor man sich entscheidet, sollte man dennoch jede Hütte einzeln begutachten. Nützliche Erfahrungsberichte dazu gibt es beim DAV-Hüttentest.

 

Der DAV vergibt zusätzlich auch ein Umweltgütesiegel für besonders nachhaltige Berghütten und wer kulinarisch heraussticht und vor allem regional wirtschaftet, erhält zudem noch die Auszeichnung der Intiative „So schmecken die Berge“.

 

Wer mit Nachwuchsbergsteigern aufbrechen will, sollte auf das DAV-Siegel "Mit Kindern auf Hütten" achten.

 

Quiz rund um die AV-Hütten

Mach mit bei unserem Hüttenquiz!

 

In welchem Gebirge befinden sich der höchste Berg und die höchstgelegene DAV-Hütte Deutschlands? 

  • A: Dolomiten
  • B: Karwendel
  • C: Wettersteingebirge
  • D: Bayerische Voralpen
  •  

Tipp: Nutze alpenvereinaktiv für deine Recherche.

 

Die Auflösung gibt´s im nächsten Kapitel!

 

Hütten-Check-In

Hüttenguidelines für Einsteiger

Mehr erfahren
Hütten-Guidelines für Einsteiger Wo ist eigentlich die Rezeption, der Trockenraum und mein weiches Bett für die müden Glieder? Wer hat hier das Sagen und was ist eigentlich eine Schlafmarke?   Der Erstbesuch auf einer Berghütte mag für viele Einsteiger ungewohntes Terrain sein. Zum Glück gibt der Alpenverein in der Rubrik: „Mein erstes Mal auf einer Alpenvereinshütte“ nützliche Tipps für das Aufeinandertreffen mit den Wirtsleuten und eine Orientierungshilfe für die erste Übernachtung auf einer AV-Hütte. 

Light is right!

Packtipps für den Hüttenbesuch

Mehr erfahren
Hütten-Guidelines für Einsteiger Wer´s nicht im Kopf hat, muss es in den Beinen haben    Das gilt auch für Hüttenbesuche: Der Aufstieg zu den Alpenvereinshütten ist selten ein Spaziergang. Wer vorher seinen Kopf benutzt, spart sich später schmerzende Beine. Da kann man jeden fragen, der längere Touren geht – jedes gesparte Gramm, und sei es nur der Stiel der Zahnbürste, ist wertvoll. Und trotzdem ächzen die meisten Bergsteiger unter der erdrückenden Last ihrer „Expeditionsausrüstung“ auf ihre Stöcke gestützt die Wege hinauf.   Das 2. Kapitel unserer Rubrik "Mein erster Hüttenbesuch" macht deinen Rucksack leichter und schont die Waden – sie werden es dir danken!