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Bereit fürs erste Mal?

Hütten-Guidelines für Neulinge

Noch etwas unbeholfen, vielleicht auch erst mal ein Fiasko, aber dennoch besonders – die erste Hüttentour! Gute Vorbereitung und Planung sind die halbe Miete, damit die Premiere zu einem unvergesslichen Erlebnis wird.

Aber wie läuft das überhaupt ab? Kann ich was falsch machen? Was passt am besten zu mir? Was muss ich mitnehmen?

 

Der DAV gibt Tipps und zeigt Tricks für das große Erlebnis, vom Aufstieg bis zum Frühstück – ein Handbuch für das erste Mal auf einer Alpenvereinshütte.

 

Kapitel 1 - Wohin soll's gehen?

"Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen" – Matthias Claudius

Zuerst sollte dieser jemand sich aber Gedanken machen, wohin er sie tut.

 

Die Auswahl umfasst nicht nur zigtausende Berggipfel, sondern auch mehr als 500 Alpenvereinshütten – mehr als manch berühmte Hotelkette weltweit. Bei vielen Alpenvereinshütten können Schlafplätze auch im Online-Reservierungssystem gebucht werden. Matterhorn, Großglockner und Drei Zinnen sind Alpenklassiker, aber auch Geheimtipps in den bayerischen Voralpen sind eine Reise wert. Ausschlaggebend für die Entscheidung sind in erster Linie das Gebirge, in dem sich die Hütte befindet und das Können des*der Bergsteiger*in.

Übernachtungen in großer Höhe sind zum Beispiel ein echtes Erlebnis über den Wolken, sollten aber dennoch nicht unterschätzt werden, da die Luft ab 2000 Metern zunehmend dünner und der Körper zusätzlich belastet wird. Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und Ausdauer sind ausschlaggebend dafür, welche Hütte angesteuert wird und wie es von dort weitergehen kann. Der eigene Leistungsstand und der des schwächsten Glieds der Bergtruppe müssen zum Gelände, Aufstiegsdauer und Höhe passen. Auskunft über die Beschaffenheit der Wege geben, wie im Winter auf der Piste, die üblichen farbigen Markierungen blau, rot und schwarz. Hochalpine Sehnsuchtsorte wie die Dolomiten oder das Karwendel bieten aber für jeden Geschmack und Können das richtige Terrain und vor allem die richtige Unterkunft. Klar ist aber, dass die Bayerischen Voralpen besser für das Wandern mit Familien geeignet sind, als die eher unbekannte Tauernrunde auf die sich nur erfahrene Bergbegeisterte aufmachen sollten. Entscheidend ist, dass man weiß, worauf man sich einlässt. Um Durchblick im Angebotsurwald zu bekommen, schaut mal auf www.alpenvereinaktiv.com. Dort findet ihr alle Informationen zu den Wegen und Unterkünften, samt Kartenmaterial und Online-Reservierungssystem.

 

Kategorien der Alpenvereinshütten

So unterschiedlich wie das Terrain auf dem sie stehen, sind auch die Hütten selber. Von der talnahen Hütte bis zur Biwakschachtel knapp unterm Gipfel – in der langen Liste der Alpenvereinshütten ist für jeden Geschmack etwas dabei. Aufschluss über die Beschaffenheit der Unterkunft gibt das Kategoriensystem des DAV.

 

In Kategorie III fallen alle Hütten, die „mechanisch“, also per Lift oder Gondel, erreichbar sind. Sie eignen sich besonders für Tagesausflüge. Die II. Kategorie umfasst alle Hütten in vielbesuchten Gebieten, mit besserer technischer Ausstattung, meist ganzjährigem Betrieb und guter Familieneignung. Die Hütten der Kategorie I sind sogenannte Schutzhütten. Sie sind wohl die originellsten und urigsten Hütten, die in ihren Anfangszeiten noch von Trägern versorgt wurden. Heute werden sie in der Regel von Hubschraubern beliefert und sind dementsprechend spartanisch in Ausstattung und Angebot.

 

 

Erfahrungsberichte, Initiativen und Siegel

Bevor man sich entscheidet, sollte man dennoch jede Hütte einzeln begutachten. Nützliche Erfahrungsberichte dazu gibt es beim DAV-Hüttentest.

 

Der DAV vergibt zusätzlich auch ein Umweltgütesiegel für besonders nachhaltige Berghütten. Kulinarisch herausstechende und vor allem regional wirtschaftende Hütten erhalten zudem die Auszeichnung der Initiative „So schmecken die Berge“.

 

Wer mit dem Nachwuchs aufbrechen will, sollte auf das DAV-Siegel "Mit Kindern auf Hütten" achten.

 

Quiz rund um die AV-Hütten

Mach mit bei unserem Hüttenquiz!

 

In welchem Gebirge befinden sich der höchste Berg und die höchstgelegene DAV-Hütte Deutschlands? 

  • A: Dolomiten
  • B: Karwendel
  • C: Wettersteingebirge
  • D: Bayerische Voralpen

 

Tipp: Nutze alpenvereinaktiv für deine Recherche.

 

Die Auflösung gibt´s im nächsten Kapitel!

 

Hütten Check-In

Hütten-Guidelines für Einsteiger (Kapitel 3)

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Wo ist eigentlich die Rezeption, der Trockenraum und mein weiches Bett für die müden Glieder? Wer hat hier das Sagen und was ist eigentlich eine Schlafmarke? Der Besuch auf einer Berghütte mag für Unerfahrene ungewohntes Terrain sein. Zum Glück gibt der Alpenverein in der Rubrik „Mein erster Hüttenbesuch“ nützliche Tipps für das Aufeinandertreffen mit den Wirtsleuten und eine Orientierungshilfe für die erste Übernachtung auf einer AV-Hütte. 

Ausrüstung für die Hüttentour

Hütten-Guidelines für Neulinge (Kapitel 2)

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Wer´s nicht im Kopf hat, muss es in den Beinen haben  Das gilt auch für Hüttenbesuche: Der Aufstieg zu den Alpenvereinshütten ist selten ein Spaziergang. Wer vorher seinen Kopf benutzt, spart sich später schmerzende Beine. Da kann man alle fragen, die längere Touren gehen – jedes gesparte Gramm, und sei es nur der Stiel der Zahnbürste, ist wertvoll. Und trotzdem plagen sich viele unter der drückenden Last ihrer „Expeditionsausrüstung“ auf ihre Stöcke gestützt die Wege hinauf.   Das 2. Kapitel unserer Rubrik "Mein erster Hüttenbesuch" macht deinen Rucksack leichter und schont die Waden – sie werden es dir danken! 

Schlaf gut, Bergfreund!

Hütten-Guidelines für Neulinge (Kapitel 4)

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Die Angst vor dem Hüttenkoller ist groß. Man stelle sich vor: Zwanzig Leute wie in der Sardinenbüchse in ein Lager gepfercht. Zwei schnarchen, die anderen muffeln und die Wolldecke kratzt. Es pfeift der Wind durch die Ritze und in aller Herrgottsfrüh rumpeln die Ersten schon Richtung Gipfel zur Tür hinaus. Erholung geht anders. Wie ihr trotzdem eine unvergessliche und erholsame Zeit auf der Hütte haben könnt, verrät das vierte und letzte Kapitel der Reihe "Mein erster Hüttenbesuch". Der DAV gibt in Kapitel 4 der Hütten-Guidelines einige Tipps, wie ihr den Worst Case – nämlich eine schlaflose Nacht in den Bergen – vermeiden könnt. Wer die Ratschläge beherzigt, kämpft statt mit Augenringen nur noch mit dem Aufstieg: