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Orientierung auf Bergwegen

Für die Orientierung der Wanderer auf den Bergwegen hat der DAV mit dem OeAV gemeinsam das AV-Bergwegekonzept entwickelt. 

 

Wie bei der Skipisteneinteilung werden für die Schwierigkeitsklassifizierung von Wegen die Farben blau für einfach, rot für mittelschwer und schwarz für schwierig verwendet. Diese Farben finden Sie als Punkt auf den neuen gelben Wegweisern im Gebirge. Am unteren Rand des gelben Wegweisers steht immer der Name des Wegehalters, häufig einer DAV-Sektion. 

 

Die Zwischenmarkierungen auf Bäumen, Felsen usw. sind in der Regel rot-weiß-rot, unabhängig von der Schwierigkeit des Bergweges.

 

Die DAV Wegekategorien

Blauer Punkt - einfach

Einfache Bergwege sind überwiegend schmal, können steil angelegt sein und weisen keine absturzgefährlichen Passagen auf.

 

Roter Punkt - mittelschwer

Mittelschwere Bergwege sind überwiegend schmal, oft steil angelegt und können absturzgefährliche Passagen aufweisen. Es können zudem kurze versicherte Passagen vorkommen.

 

Schwarzer Punkt - schwer

Schwere Bergwege sind schmal, oft steil angelegt und absturzgefährlich. Es kommen zudem gehäuft versicherte Gehpassagen und/oder einfache Kletterstellen vor, die den Gebrauch der Hände erfordern. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind unbedingt erforderlich. 

 
 

Berechnung der Gehzeiten

Auf vielen Wegweisern stehen Gehzeiten. Sie werden nach einer Formel gemäß DIN 33466 ermittelt.
 
Als Faustregel gilt:
  • 300 m/Std. bergauf
  • oder 500 m/Std. bergab
  • zuzüglich 1/2 Std. je 4 km Horizontalentfernung.  

“Aber die Wanderer haben doch ein ganz unterschiedliches Gehtempo!“ werden Sie zu recht einwenden. Darum sollten Sie Ihre persönlichen Gehzeiten mit der Formel und auch mit den Angaben auf den Wegweisern abgleichen – und so Ihre persönliche Gehzeit ermitteln. Der automatische Gehzeitrechner und die Formel zur Berechnung Ihrer persönlichen Gehzeit erleichtern Ihnen die Tourenplanung. 
 
 
Der DAV bietet den Wanderern eine praktische BergwanderCard an, siehe Downloads. Sie bietet Hilfe bei der Selbsteinschätzung und damit bei der Tourenplanung. Achten Sie darauf, dass Sie sich bei der Planung immer nach dem schwächsten Mitglied Ihrer Wandergrupe richten!
 
 

Naturverträglich unterwegs

Bergsteigen und Wandern

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Der Reiz des Bergsports wird in großem Maße durch das Naturerlebnis geprägt. Wir geben Tipps, wie Sie beim Wandern und Bergsteigen Rücksicht auf Natur und Umwelt nehmen. Wege benutzen Benutzen Sie bitte die markierten Weg - vor allem, wenn es sich um ein Wald- und Moorgebiet handelt. Das ist nicht nur bequemer, sondern auch im Sinne einer wohldurchdachten Lenkung durch ökologisch sensible Flächen.   Abkürzer vermeiden Kleine Abkürzer oder Abschneider an Wegkehren haben manchmal große Auswirkungen: Je nach geologischem Untergrund und Hangneigung kann sich aus einer harmlosen Verletzung der Grasnarbe eine Erosionsrinne und schließlich eine großflächige Bodenzerstörung entwickeln. Dies kann örtlich zur Bedrohung von Wanderwegen oder gar zu deren Zerstörung führen.   Abseits der Wege - nur ausnahmsweise Wenn schon mal ein Abstecher abseits der Wege und üblichen Routen gewagt wird, dann bitte nur außerhalb von Schutzgebieten und oberhalb der Baumgrenze. Wanderer abseits von Wegen oder außerhalb der üblich frequentierten Tageszeiten können unter Wildtieren erhebliche Unruhe verursachen. Das trifft vor allem im Herbst und in den leider immer häufigeren schneearmen Wintermonaten zu.   Müll wieder mitnehmen Keinen Müll zu hinterlassen, ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Nehmen Sie bitte auch kompostierbare Speisereste wieder mit ins Tal, denn unter den im Gebirge herrschenden Bedingungen geht der biologische Abbau viel, viel langsamer voran!   Pflanzen schonen Pflanzen sollte man besser fotografieren anstatt sie zu pflücken. Das ist nicht nur ein Beitrag zum Artenschutz! Auch der nächste Wanderer kann sich dann noch an der Blumenpracht erfreuen.         Nur zu Fuß auf die Hütte Hüttenversorgungswege werden von einem sportlichen und umweltbewussten Wanderer weder mit dem eigenen Pkw noch mit dem Taxi befahren.   Gegenseitige Rücksicht Sollten Sie Ihre Wanderung mit dem Fahrrad kombinieren, dann beachten Sie, dass Fußgänger immer Vorfahrt haben. Meiden Sie schmale Wege zu "Stoßzeiten" wie Feiertage und Wochenende.   Vorsicht auf Almweiden Das Durchqueren einer Almweide mit einem Hund kann die Kühe sehr beunruhigen. Vorsicht ist vor allem bei Muttertierhaltung geboten! Die Rinder reagieren auf einen Hund aggressiv. Ein offengelassenes Weidegatter ärgert nicht nur den Almbauern, sondern kann auch die Weidetiere in ernste Gefahr bringen. Nach dem Durchqueren einer Alm deshalb bitte nicht vergessen, das Weidegatter wieder zu schließen.   Betretungsrecht In den Alpen gilt in aller Regel ein Betretungsrecht der freien Landschaft. Das heißt, dass "zum Zwecke der Erholung das Betreten der Flur jedermann auf eigene Gefahr gestattet ist". Das Betretungsrecht kann mit einem Wegegebot in Schutzgebieten eingeschränkt werden, z.B. in Nationalparks, Naturschutzgebieten oder Wildschutzgebieten, Ruhegebieten (Österreich) und Wald-Wild-Schongebieten (Schweiz). Zum Campieren und Biwakieren in den Bergen existieren spezielle Regelungen (siehe Downloads).   Nicht in Wiesen und Feldern Wiesen und Felder dürfen in der Nutzzeit nur auf Wegen betreten werden.   Hunde an die Leine In den meisten Schutzgebieten müssen Hunde an der Leine geführt werden. 

Infos zur Bergwandercard

Planen Sie die für Sie passenden Touren

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Die Grundlage der BergwanderCard war die Untersuchung von Bergwanderern 2005 durch die Sicherheitsforschung des DAV. Ergebnis: Knapp zwei Drittel der beobachteten Bergwanderer haben eine Tour gewählt, die sie angemessen bewältigten. Hingegen waren 39 Prozent der Untersuchten entweder konditionell und/oder seitens der Trittsicherheit überfordert. Die Sicherheitsforschung meint: Ein hoher Anteil, der durch die BergwanderCard gesenkt werden kann. Die konsequente Anwendung der BergwanderCard hätte bei den 208 Beobachteten zu einer Reduktion der Fehleinschätzung von knapp 50 Prozent geführt. 

Wandern

Was ist das und wie geht das?

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Ob im Flachland oder Gebirge, es gibt viele Wege zu Wandern. Hier erfahren Sie mehr!

Der Planzeiger

nützliches Hilfsmittel beim Kartenlesen

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Der AV-Planzeiger dient als Hilfsmittel bei verschiedenen Orientierungsaufgaben mit Topographischen Karten, insbesondere in den Maßstäben 1 : 25.000 und 1 : 50.000, sowohl im Gelände, als auch bei der Tourenvorbereitung. Er ist auf ein transparentes Kunst Neben verschiedenen Maßstabsleisten zur einfachen Ermittlung der Entfernung ist auch ein Neigungsmaßstab zur Bestimmung der Hangneigung aus der Karte vorhanden (Einheit: Grad). Durch den Vergleich der Skalenabstände mit dem Abstand zweier benachbarter Höhenlinien läßt sich die Hangneigung zwischen 10° und 60° ermitteln (bei Höhenlinien-Äquidistanz 20 Meter). Dies ist vor allem bei der Beurteilung der Lawinengefahr eine wichtige Information.   Zur genauen Ortsangabe mit Koordinaten (z.B. UTM) in Topographischen Karten stehen dem Benutzer zwei unterschiedliche „Planzeiger-Felder“ zur Verfügung. Auch mit GPS gemessene Punkte lassen sich mit der neuen Ausgabe des AV- Planzeigers leicht in die Karte übertragen.   Mit dem Kartenwinkelmesser (360°) lassen sich Richtungswinkel, die z. B. per Kompass ermittelt wurden, durch die im Kreismittelpunkt angebrachte Peilschnur in topographische Karten übertragen. Ebenso lassen sich auch Richtungen aus der Karte für die Einstellung am Kompass herauslesen. Das Ablesen des Winkels erfolgt mit Hilfe des dünnen Nylonfaden (Peilschnur) auf ein Grad genau. Gegenüber dem herkömmlichen Verfahren, die Richtungswinkel nur mit Kompass zu übertragen oder abzulesen, bietet der AV-Planzeiger mit der größeren Gradskala höhere Genauigkeit und bessere Übersicht.   Die Länge der Anlegekante eines gängigen Marschkompass liegt bei ca. 10 cm. Die Peilschnur des AV-Planzeigers ist ca. 60 cm lang. So lassen sich Gipfelbestimmungen und Peilvorgänge auch über größere Entfernungen im Kartenblatt problemlos durchführen.   Der AV-Planzeiger mit ausführlicher Gebrauchsanweisung ist beim DAV-Shop zum Mitgliederpreis von 3,90,-€ erhältlich (Nichtmitgliederpreis: 6,00,-€).