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Bergbericht - So wird´s am Wochenende

11. bis 13. Dezember 2020

10.12.2020, 14:51 Uhr

Während das letzte Wochenende den Südalpen enorme Schneemengen bescherte, liegt auf Deutschen Bergen noch recht wenig Schnee. Um dem Infektionsgeschehen gerecht zu werden, präsentieren wir den DAV Bergbericht weiter in veränderter Form. Damit Wanderer und Schneeschuhgeher auf überregionale Unternehmungen verzichten können, wird sowohl auf den Deutschen Alpenrand, als auch auf die Deutschen Mittelgebirge eingegangen.

Tourenverhältnisse

In den meisten Deutschen Mittelgebirgen liegt in höheren Lagen eine dünne Schneedecke, wobei die Schwäbische Alb und der Schwarzwald die meisten Niederschläge abbekamen. Hier liegen am Feldberg um die 20 cm Schnee, was aber noch nicht wirklich zum Skitourengehen ausreicht.
Auch im Bayerischen Alpenraum gab es (ganz im Gegensatz zur Südseite des Alpenhauptkamms) am vergangenen Wochenende nur einen geringen Schneezuwachs. Und auch der gestrige Mittwoch war in Sachen Neuschnee nicht ergiebig. Selbst von höher gelegenen Messstationen wie am Tegelberg oder am Brauneck werden nur um die 20 cm Schnee gemeldet. Deshalb kann man Skitouren allenfalls auf verschneiten Pisten oder Wiesenhängen unternehmen, wobei im Westen mehr Schnee liegt als im Osten der Bayerischen Alpen.
Ein regelmäßiger Lawinenlagebericht wird in Deutschland noch nicht heraus gegeben. Für die Hochlagen gab es am Montag aber diesen Hinweis: „Mit stürmischem Wind aus südlichen Richtungen sind vor allem in den Hochlagen von Werdenfels und Karwendel umfangreiche Triebschneeansammlungen entstanden. Der Triebschnee liegt schattseitig auf einem schwachen Schneedeckenfundament und ist störanfällig.“

 

Wochenendwetter

In der Eifel bringen Freitag und Samstag Niederschläge, die in den Hochlagen zunächst als Schnee fallen. Am Sonntag darf man hingegen auf Sonne hoffen. Die Temperaturen steigen dann auf 5°C.
Im Sauerland bringt bereits der Freitag etwas Neuschnee und es bleibt das ganze Wochenende trüb, die Temperaturen klettern von -2°C auf +2°C auf dem Kahlen Asten.
Im Harz kann am Freitag die Sonne zum Vorschein kommen, wohingegen am Sonntag auf dem Brocken (1141 m) Schneefall erwartet wird. Die Temperaturen pendeln dort um die 0°C.
Im Elbsandsteingebirge wird in den kommenden drei Tagen bedeckter Himmel bei Temperaturen um 3°C prognostiziert.
Im Schwarzwald soll es das ganze Wochenende immer wieder schneien, wobei die Temperatur auf dem Feldberg (1493 m) am Samstag bei höchstens -2°C liegt und es morgen sehr windig ist.
In der Fränkischen Alb wird es am Wochenende stark bewölkt sein, wobei die Temperatur von 2°C auf etwa 5°C steigt.
Auf den Gipfeln des Bayerischen Waldes kann man am Freitag mit Sonne rechnen, bevor am Samstag und Sonntag am Großen Arber (1455 m) ganztägig Schnee fällt. Hier liegt die Temperatur knapp unter dem Gefrierpunkt.

In den Deutschen Alpen scheint am Freitag zunächst die Sonne. Ab Mittag kommen hoch ziehende Wolkenfelder auf. Tagsüber bleibt es trocken, nachts ist im Westen ein bisschen Schnee möglich. Am Samstag herrscht stark bewölktes Bergwetter. Schwache und unergiebige Schneeschauer ziehen an der Alpennordseite von den Allgäuer Alpen her durch. Nachts kommt in den Nordalpen Niederschlag auf, wobei die Schneefallgrenze von Westen gegen 1500 m steigt.
Der Sonntag verläuft trüb und feucht mit wiederholtem Schneefall, unter 1200 m teils auch Regen. Am häufigsten schneit es diesmal in den Nordalpen.

 

Fazit

In den meisten Regionen sollte man in Sachen Sonne gleich am Freitag eine Tour unternehmen. Aber auch am Wochenende spricht vom Wetter her wenig gegen eine Unternehmung in den Bergen, wobei man mit viel Wolken und vor allem am Sonntag mit Schneefall rechnen muss. Da zum Skitourengehen im Deutschen Alpenraum eigentlich noch zu wenig Schnee liegt, sind Schneeschuhe dort derzeit das beste Fortbewegungsmittel. In den Deutschen Mittelgebirgen reichen feste Winterwanderschuhe mit gutem Profil hingegen meistens aus. Überall aber sollte man (auch wegen oft rutschiger Passagen) Teleskopstöcke mit dabei haben und auf die, jetzt im Dezember kurze Tageslänge achten.