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Bergbericht - So wird´s am Wochenende

30. November bis 2. Dezember 2018

29.11.2018, 14:42 Uhr

Die Schneefälle vom Wochenanfang haben kurz vor der Adventszeit dem Alpenrand einen weißen Überzug beschert. Der Schnee reicht für Skitouren aber noch nicht aus und in tieferen Lagen dürfte es dem „weißen Gold“ in kommenden Tagen an den Kragen gehen.

Tourenverhältnisse

Am Montag und Dienstag sind am Alpenrand und in den Nordalpen um die 15 Zentimeter gefallen. Den höchsten Wert lieferte in den Bayerischen Alpen die Messstation am Jenner (Berchtesgadener Alpen) mit 25 cm. Der Neuschnee, der mangels Unterlage noch nicht zum Skitourengehen ausreicht, war bis gestern sehr pulvrig, wurde aber mit der Temperaturzunahme am Donnerstag zunehmend nass.
In den Ostalpen liegt auch auf der Nordseite des Alpenhauptkamms noch zu wenig Schnee für Skitouren. Allerdings kann man hier auf der einen oder anderen bereits beschneiten Piste bereits die Felle aufziehen.
Besser schaut es südlich des Alpenhauptkamms und in der Schweiz aus. Hier liegt laut Schweizer Lawinenforschungsinstitut „Am Alpenhauptkamm vom Matterhorn bis ins Berninagebiet und südlich davon oberhalb von rund 2000 m genügend Schnee für Schneesport abseits der geöffneten Pisten.“ Dabei ist „Die Basis der Schneedecke gut verfestigt. Oberflächennahe Schneeschichten sind teils noch störanfällig.“ Was in der Summe Lawinenstufe Zwei (mäßige Gefahr) im Wallis, im Engadin und im Oberengadin ergibt.
Die vielversprechendsten Skitoureneinträge werden nach wie vor aus dem Oberengadin gepostet, wo Julierpass und Berninapass bereits recht gute Ausgangspunkte für Skitouren darstellen.

 

Wochenendwetter

Am Freitag zieht ein kompakter Wolkenschirm über die Ostalpen. Gegen Abend setzt im Westen leichter Niederschlag ein, ebenso in den Niederen Tauern, sonst bleibt es trocken. Über Nacht breitet sich der Niederschlag aus, die Schneefallgrenze sinkt dabei unter 1200m. Weitgehend trocken bleibt es südlich des Alpenhauptkammes. Die Nullgrad-Grenze liegt um 1900 m.
Am Samstag klingt der Niederschlag von Westen her ab und es klart auf, auf den Bergen wird es sonnig. Erst gegen Abend trübt es in den Nordalpen von Westen her ein, in den Südalpen weniger Wolken. Am Sonntag zieht eine Warmfront mit zunehmenden Wind und Niederschlag von Westen herein. Die Schneefallgrenze steigt knapp über 2000m. Weitgehend trocken bleibt es südlich des Alpenhauptkamms und von den Niederen Tauern ostwärts.
Die Wetterverhältnisse sind in den Westalpen ähnlich. Allerdings zieht die Bewölkung hier am Samstag bereits früher auf.

 

Fazit

Vom Wetter her dürfte der Samstag ordentliche Bedingungen für eine weiße Winterwanderung bringen. Wer nicht im Schneematsch umher stapfen möchte, sollte sich einen möglichst hoch gelegenen Ausgangspunkt suchen. Wir empfehlen daher als Tour der Woche die Besteigung der Brecherspitz vom Spitzingsattel aus, welcher von der Höhe her etwa der nächtlichen Schneefallgrenze in der Nacht auf Samstag entsprechen dürfte. Am ersten Advent wird dieser Wintertraum mit Regenfällen bis 2000 m hinauf hingegen schnell Vergangenheit sein.
Skitourengeher müssen sich nach wie vor gedulden. Außer sie fahren für ein verlängertes Wochenende beispielsweise ins Oberengadin, müssen sich aber am Sonntag auch dort auf sehr durchwachsene Wetterverhältnisse einstellen.

 

Tour der Woche: Winterwanderung zur Brecherspitz

Tour zum 30. November bis 2. Dezember 2018

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Wer am kommenden Wochenende in den Bergwinter hinein schnuppern möchte, muss sich einen möglichst hoch gelegenen Ausgangspunkt suchen, da die Schneefallgrenze in der Nacht zum Samstag auf  1000 bis 1300 m steigen soll (siehe Bergbericht).   Ein solcher ist der 1129 m hohe Spitzingsattel, von wo aus man unschwer den Westgipfel der Brecherspitz besteigen kann. Zum Skitourengehen reicht der am Wochenanfang gefallene Schnee allerdings noch nicht aus, weswegen feste und warme Winterwanderschuhe das richtige Fortbewegungsmittel sind. Dazu sollte man noch Teleskopstöcke mitnehmen und wer Schneeschuhe zu Hause hat, kann sie sicherheitshalber mitnehmen. Diese wird man aber allenfalls für den westseitigen Gipfelaufstieg benötigen, wobei hier in der Regel eine bereits ausgetretenen Fußpur vorhanden ist.   Um am Gipfel das grandiose Panorama genießen zu können, sollte man späten Samstag Vormittag aufsteigen, da ab Mittag durchaus die Sonne zum Vorschein kommen kann. Am ersten Adventssonntag soll es hingegen bis auf Gipfelniveau hinauf regnen.   Übrigens kann man den Ausgangspunkt aus ideal mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen. So benötigt die Anreise mit Bus&Bahn vom Münchner Hauptbahnhof nur 1:13 Std.