Zahlen und Fakten zum Bergwandern

Wie viele Bergwander*innen gibt es in Deutschland? Welche Entwicklungen gab es in den letzten Jahren? Was braucht es zum sicheren Wandererlebnis? Und wie gehen Wandern und Naturschutz einher? Im Folgenden finden Sie Zahlen und Fakten zum Bergwandern. Stand: Juni 2026

Foto: Wolfgang Ehn

Bergwandern - die beliebteste Aktivität der DAV-Mitglieder

Bergwandern ist die mit Abstand beliebteste Aktivität der Mitglieder des Deutschen Alpenvereins. In einer Mitgliederbefragung gaben im Jahr 2025 mit 95 Prozent der Befragten fast alle Mitglieder an, zumindest ab und zu Wandern oder Bergwandern zu gehen; im Jahr 2017 waren es noch 83 Prozent. Nicht nur das Interesse am Bergwandersport ist diesem Zeitraum deutlich gewachsen, auch die Mitgliederentwicklung im Deutschen Alpenverein ist eindrucksvoll: Waren 2015 noch 1,13 Millionen Menschen Mitglied im DAV, konnte der größte Bergsportverband der Welt im Jahr 2025 1,63 Millionen Mitglieder zählen. Die große Beliebtheit des Bergwanderns ist auch außerhalb des Alpenvereins sichtbar - mehr als die Hälfte der Deutschen wandert. In der Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse 2023 gaben 57 Prozent der Befragen an, häufig oder ab und zu wandern zu gehen. Wichtig zur Interpretation: Hier wurde nach "Wandern" gefragt, nicht nach "Bergwandern" - diesen Begrifflichkeiten werden weiter unten erläutert. Die Wanderstudien des Outdoorshops Bergzeit aus den Jahren 2021 und 2023 zeigen zudem, dass vor allem das Naturerlebnis und Stressabbau Beweggründe für das Wandern sind. Auch positive gesundheitliche Aspekte des Bergwandersports gewinnen zunehmend an Bedeutung. Von der Altersstruktur her unterscheidet sich Bergwandern von anderen Bergsportdisziplinen: Während etwa Sportklettern und Bouldern vermehrt von jüngeren Personen ausgeübt werden, ist Bergwandern über alle Altersgruppen hinweg beliebt.

Unfallrisiko beim Wandern

Die meisten Bergunfälle ereignen sich beim Bergwandern. Von den insgesamt 1243 Unfällen und Notfällen, die in der DAV-Unfallstatistik für das Jahr 2022 erfasst sind, entfallen 384 darauf - also rund ein Drittel. Bei den tödlichen Unfällen ist das Bild ähnlich: 17 von insgesamt 35 Toten verunfallten beim Bergwandern. Auch in den Jahren zuvor ereigneten sich die meisten Unfälle beim Bergwandern, wobei die Zahl der Unfälle im Verhältnis zur steigenden Mitgliederzahl relativ konstant bleibt.

Ist Bergwandern also besonders gefährlich? Nein. Es ist erwartbar, dass bei der mit Abstand beliebtesten Disziplin auch die meisten Unfälle passieren. Die Aktivenzahlen bei allen anderen Bergsportdisziplinen sind erheblich geringer. Eine sehr anschauliche Rechnung verdeutlicht das sehr geringe Unfallrisiko beim Bergwandern: Statistisch gesehen müssten Sportler*innen rund 228 Jahre wandern, bevor zum ersten Mal ein Unfall passiert

Bergwandern - wie geht das? Die wichtigsten Tipps

Wandern, Bergsteigen, Trekking: Was sind die Unterschiede?

Wandern

Allgemein gesprochen kann Wandern in jedem Gelände – nicht nur in den Bergen – ausgeübt werden.

Bergwandern

Das Bergwandern spielt sich – wie der Name sagt – in gebirgigen Gelände ab und erfordert verstärkt alpine Erfahrung.

Bergsteigen

Beim Bergsteigen bewegt man sich in schwierigerem und anspruchsvollerem, oft auch weglosen Gelände. Hier müssen oftmals auch leichtere Klettereien oder Gletscherpassagen bewältigt werden. Auch die Ausrüstung muss hier den Gegebenheiten angepasst und deutlich erweitert werden.

Alpines Weitwandern

Weitwandernde legen auf verschiedene Tagesetappen verteilt, meist über Regionsgrenzen hinweg eine weitere Strecke zurück. Aufgrund des gut ausgebauten Wege- und Hüttennetzes der Alpenvereine bieten sich Übernachtungen auf den diversen Alpenvereinshütten an.

Trekking

Auch beim Trekking werden über mehrere Tage weitere Strecke zurückgelegt. Anders als beim alpinen Weitwandern wird nicht auf Hütten, sondern zumeist in der Natur übernachtet. Da Wildcampen in Deutschland allerdings verboten ist, ist Trekking nur an bestimmten ausgewiesenen Orten möglich.

Klettersteige

Das Klettersteiggehen ist gewissermaßen die Schnittstelle zwischen Klettern und Wandern und setzt eine erweiterte Ausrüstung aus Gurt, Klettersteigset und Helm voraus. Auch hier muss die Route dem jeweiligen Können und den eigenen Erfahrungen angepasst werden.

Wandern und Naturschutz

Da die Auswirkungen des Klimawandels in den Alpen besonders stark ausfallen und die Vegetation in der Höhe deutlich empfindlicher ist, sowie aufgrund der gestiegenen Beliebtheit des Bergsports, müssen Umwelt- und Naturschutz beim Bergwandern explizit berücksichtigt werden. Auch um die verletzliche Natur, die über 30.000 Tierarten sowie mehr als 13.000 Pflanzenarten und 200 Vogelarten beheimatet, zu schützen, muss der Naturschutz beim Wandern beachtet werden. Da die Naturverbundenheit einer der größten Antriebsgründe zum Wandern ist, liegen sowohl dem DAV als auch seinen Mitgliedern der nachhaltige Umgang mit der Natur in den Bergen am Herzen.

Das Wandererlebnis kann allerdings bereits naturverträglich gestaltet werden, indem nur ein paar ganz einfache Regeln befolgt werden: 

  • Bleib auf den Wegen!

  • Nimm deinen Müll wieder mit!

  • Lass die geschützten Pflanzen stehen!

  • Nutze öffentliche Toiletten, falls vorhanden!

  • Nutze für die Anreise, wenn möglich, die öffentlichen Verkehrsmittel!

Anmerkung: Die Zahlen sind teils Schätzungen und beruhen auf regelmäßigen Befragungen des DAV-Mitgliedermagazins "Panorama", der DAV-Mitgliederbefragung 2025, vom DAV in Auftrag gegebenen Befragungen, den Unfallstatistiken des DAV, der Wanderstudien 2021 und 2023 des Outdoorshops Bergzeit, sowie der Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse 2023 des Institut für Demoskopie Allensbach.