Orte zum Genießen und Verweilen
Bergsteigerdörfer haben alle ein viel wertvolleres Kapital: alpine Landschaft und Natur, gelebte Traditionen, regionale Produkte, Authentizität und Affinität zum Bergsport ...und eine Bevölkerung die genau diese Werte lebt und unterstützt! Im Podcast werden regelmäßig einzelne Bergsteigerdörfer und ihre Besonderheiten vorgestellt.
Projektziele und Aufgaben der Bergsteigerdörfer
Verzicht auf technische Erschließungsmaßnahmen (z.B. Skigebietserweiterung, Beschneiung, Funparks im Sommertourismus)
Bewahrung der alpinen Natur und Landschaft
Förderung lokaler Produkte und Direktvermarktung
Verbesserung der Mobilität mit öffentlichen Verkehrsmitteln bei Anreise und vor Ort
Kommunikation dieser Grundphilosophie im Alpenraum
Integration der Philosophie der Bergsteigerdörfer und der Protokolle der Alpenkonvention in die Gemeindepolitik
Das Kapital: Natur und Kultur
Die Initiative "Bergsteigerdörfer" wurde bereits 2008 durch den Österreichischen Alpenverein (ÖAV) ins Leben gerufen. Dafür wurden über ganz Österreich verteilt Orte ausgewählt, die im Schatten der großen Tourismusdestinationen stehen und sich eben nicht dem immer schneller werdenden "Erschließungs-Kapital-Event-Kreisel" angeschlossen haben.
Massentourismus ist ein Fremdwort
Diese Gemeinden haben also keinen Massentourismus, keine zur Perfektion ausgebauten Skigebiete mit Komplettbeschneiung und keine Après-Ski-Partys im Angebot.
Insgesamt gibt es inzwischen 43 Bergsteigerdörfer, die das Konzept über die Jahre in die Gemeindepolitik aufgenommen und das Projekt aktiv mitgestaltet haben. In Deutschland hat die Gemeinde Ramsau bei Berchtesgaden als erstes offizielles deutsches Bergsteigerdorf den Anfang gemacht – Kreuth, Sachrang und Schleching sind bis heute dazugekommen.
Vorzeigegemeinden im Sinne der Alpenkonvention
Bergsteigerdörfer stehen für ein hochwertiges Tourismusangebot für Bergsportbegeisterte. Die Förderung und Weiterentwicklung der Bergsteigerdörfer steht im Einklang mit den Durchführungsprotokollen der Alpenkonvention.Die Vertragsparteien der Alpenkonvention – die acht Alpenstaaten und die EU – haben in ihrer Rahmenkonvention die rechtliche Grundlage für den Schutz der sensiblen alpinen Ökosysteme, der regionalen kulturellen Identitäten, des Erbes und der Traditionen in den Alpen geschaffen.
Ziele sind unter anderem die Einschränkung umweltschädigender Aktivitäten sowie die touristischen und Freizeitaktivitäten mit den ökologischen und sozialen Erfordernissen in Einklang zu bringen, insbesondere durch Festlegung von Ruhezonen). Das Erleben der Natur und der Schutz der Umwelt stehen dabei im Vordergrund, wobei die Nutzung alternativer Mobilitätslösungen gefördert wird. Neben einem naturverträglichen touristischen Angebot zielt die Initiative auf eine lokale Wertschöpfung ab. Weitere Infos gibt es auf der Webseite der Bergsteigerdörfer.
Bergsteigerdörfer in Deutschland
In den bayerischen Alpen wurden vier Orte in das Netzwerk der Bergsteigerdörfer aufgenommen: