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Ruhiges Kletterparadies im größten Nationalpark der Alpen!

05.07.2019, 10:39 Uhr

Im Nationalpark hohe Tauern, in einer Höhe von 2610m, liegt die ruhige und noch wenig besuchte Barmer Hütte – ein richtiger Geheimtipp für Hochtourengeher!

Unter dem Hochgall, mit 3436m der höchste Berg der Riesferner-Gruppe, in einer Steinwüste eingebettet bietet die Barmer Hütte den perfekten Ausgangspunkt für dreitausender Touren. Die Barmer Spitze mit 3200m, der Lenkstein mit 3236m oder auch das Roßhorn mit 3236m, sind nur drei Beispiele davon. 

 

Eine Umgebung, die nicht nur eine atemberaubende Aussicht sondern auch vielfältige Möglichkeiten bietet! Mit mehr als 200 Bohrhaken ist die Kletterwand vor der Haustür ein wahres Paradies für Kletterer und in dem steinigen Gebiet um die Hütte kommen Boulderer voll auf ihre Kosten. Eine kleine Inspiration gefällig? Dieses Video zeigt, wie man einen Tag zwischen zwei Hochtouren auch verbringen kann!

 

 

Die Hütte und die Touren

1900 erbaut, wurde die Alte Barmer Hütte 1956 durch eine Lawine zerstört und 1960 neu aufgebaut. Durch Stube und Kachelofen bewahrt sich die ursprüngliche Schutzhütte ihre Gemütlichkeit. 2015 dann, brachten aufwändige Sanierungsmaßnahmen die Hütte auch energetisch auf den neusten Stand. Eine verbesserte Technik verhilft zu einer besseren Energieversorgung und ein neues Kleinwasserkraftwerk ergänzt die schon vorhandene Photovoltaikanlage. 

 

Um im Juli zur Hütte zu gelangen schlagen die Hüttenwirtsleute vor, den Aufstieg der Hütte vom Antholzer See zu beginnen und dann über den Staller Sattel, die Jägerscharte und das Almer Horn auf die Barmer Hütte aufzusteigen. Ein gemütliches Nachtquartieren bei gastfreundlicher Bewirtung und der Abstieg am nächsten Tag über die Riepenscharte zum Antholzer See runden die Bergtour ab. Am See lässt es sich bei schönem Wetter auch wunderbar von der Zweitagestour erholen.

 

Abhängig von der Schneelage in der steilen Eisrinne ist im Juli auch schon die Besteigung des Hochgalls möglich. Jedoch gilt in jedem Fall, dass gute Ausrüstung und Bergerfahrung Voraussetzungen sind. 

 

Die Wirtsleute

Seit Sommer 2017 wird die Hütte mit 34 Zimmerbetten, 19 Matratzenlagerplätzen und Winterraum, von Monika Schatzer und ihrer Familie geführt. Die leidenschaftliche Ski- und Bergtourengeherin hatte zuvor 8 Jahre als Almwirtin gearbeitet. Nun bemüht sie sich mit Engagement und hausgemachten Speisen um das Wohl ihrer Gäste! Als besonderes Schmankerl gelten die "Pressknödel mit Krautsalat" und anschließend ein hausgemachter Kuchen oder Strudel. 

 

Von Mitte Juni bis Mitte September kann man sich von der Schönheit der Natur und der "So schmecken die Berge"-Kochkunst der Hüttenwirtin überzeugen lassen! 

 

Mehr Informationen gibt es auf der Hompage der Sektion Barmen, der DAV Hüttensuche oder ganz einfach auf alpenvereinaktiv.com!