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Wie berechne ich meine Fahrzeit?

Während wir beim Wandern die ungefähre Dauer dank des DAV Gehzeitrechners recht gut einschätzen können, müssen beim Mountainbiken noch mehr äußere Faktoren berücksichtigt werden. Der Schwierigkeitsgrad des Untergrunds zum Beispiel oder das Streckenprofil können sich stark auf die Tourendauer auswirken. Wir erklären euch, wie ihr dennoch einen guten Überblick über die Dauer eurer Tour bekommt.

Fahrzeit per Faustformel

Generell lässt sich die beim Bergwandern bewährte Faustformel auch beim Mountainbiken anwenden. Dafür müsst ihr die Streckenlänge und die absoluten Höhenmeter der Tour ermitteln, entweder per Karte oder im Tourenportal. Als Orientierungspunkte für die Dauer dienen verschiedene Durchschnittswerte: die Fahrstrecke pro Stunde wird zum Beispiel mit 12 Kilometern angegeben, bergauf fahrend auf Teer- oder Forststraßen sind 500-600 Höhenmeter machbar, schiebend oder tragend 200-300 Höhenmeter. In der Formel wird dann der jeweils kleinere Wert (Strecke oder Höhenmeter) halbiert und anschließend zum Rest addiert. Wenn ihr ein bisschen Erfahrung gesammelt habt, könnt ihr diese Werte natürlich auf eure individuelle Fitness anpassen.

 

Eine Beispielrechnung sieht wie folgt aus:

  • Streckenlänge von 48 Kilometern entspricht 4 Stunden
  • Höhenunterschied in fahrbarem Gelände 1200 Höhenmeter entspricht 2 Stunden; dieser Wert wird halbiert
  • Höhenunterschied schiebend/tragend 100 Höhenmeter entspricht 20 Minuten; auch diese werden halbiert
  • Daraus errechnet sich eine Gesamtfahrzeit von 5.10 Stunden

 

Wie eingangs erwähnt, können sich beim Mountainbiken Wegverhältnisse, Wetter und andere äußere Umstände noch massiver auf die Tourendauer auswirken als beim Wandern. Zusätzlich müsst ihr Zeit für Pausen, Orientierung oder eventuell auch mal eine Panne einkalkulieren.

 

Fahrzeit mit E-MTB

Wenn ihr mit eurem E-MTB unterwegs seid, ist eure Durchschnittsgeschwindigkeit wahrscheinlich etwas höher als mit einem klassischen Mountainbike. Auch die zurückgelegten Höhenmeter können mehr sein. Das solltet ihr genauso in die Berechnung einfließen lassen, wie Schätzungen zur Reichweite des Akkus. Im Netz gibt es von einigen Herstellern auch spezielle Reichweitenrechner für E-MTBs. Wie oben gilt auch hier: Äußere Umstände können sich auf die Dauer auswirken, Pausen etc. kommen obendrauf.

 

Ein einfacherer Weg, eine grobe Einschätzung der Tourendauer zu bekommen, sind Tourenportale wie alpenvereinaktiv. Dabei müsst ihr euch aber klarmachen, dass die dort angegebenen Zeiten immer individuell und je nach Fitness und Kondition variieren können.

 

Klimaschutz beim Mountainbiken?!

Anreise per Auto, Bus, Bahn – oder gleich mit dem Bike

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Laut der Studie "Mountainbiken im DAV" aus dem Jahr 2019/20 beginnen rund 48 Prozent der Mountainbikenden ihre Tour vor der Haustür. Für diese Gruppe ist das Mountainbiken nicht nur bequem, sie übt ihre Sportart auch klimaschonend aus. Was aber, wenn in direkter Nähe keine attraktiven MTB-Angebote zur Verfügung stehen? Einige verzichten dann gänzlich aufs Mountainbiken, viele weichen auf ein weiteres Verkehrsmittel aus. Mit 89 Prozent steht dann das Auto an erster Stelle. Weitere Ergebnisse aus der DAV Studie gibt es im PDF zum Download.   In Deutschland fahren etwa 15 Millionen Menschen Mountainbike, im DAV sind rund 400.000 Mitglieder (auch) auf zwei Rädern in den Bergen unterwegs. Besonders beliebt ist die Sportart, da sie für viele einen Ausgleich zum Alltagsstress schafft. Auf dem Bike genießt man die Natur, ist mit Freund*innen gemeinsam unterwegs, und auch Spaß und Action kommen nicht zu kurz (s. Informationsportal natursport.info)   Wir haben ein paar Tipps gesammelt, wie ihr klimaschonend bikt – auch wenn der Trail nicht direkt vor der Haustür ist. 

Aufbau einer Mountainbike-Tour

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Nun habt ihr alles beisammen – Bike, Ausrüstung, Grundlagenwissen, und vielleicht auch schon die ersten Versuche hinter euch. Jetzt soll es auf große Tour gehen! Doch wie plane ich meine Tour? Ein sinnvoller Aufbau stellt sich aus Erwärmung, Hauptteil und Schlussphase zusammen. Als Orientierungshilfe dient außerdem das 3x3 Schema – bekannt aus der Lawinenkunde kann es auch als generelle Merkhilfe für die Planung von alpinen Touren dienen.