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Hüttenübernachtung in Bayern

16.06.2020, 19:05 Uhr

Seit dem 18. Mai sind die Hütten in Bayern wieder geöffnet. Um den Besuch für Gäste sicher und angenehm zu gestalten, hat der Deutsche Alpenverein in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Staatsministerium ein entsprechendes Konzept erstellt. Wie auch im Tal gelten strikte Zugangs-, Abstands-, und Hygieneregeln. Was Tages- und Übernachtungsgäste vor dem Hüttenaufenthalt wissen müssen und welche konkreten Regelungen getroffen wurden, haben wir hier zusammengefasst.

Hüttenöffnungszeiten

Das Ende der Hüttensaison ist abzusehen, troz allem haben noch einige Hüten geöffnet. Der DAV empfiehlt daher, sich vor der Tour auf der Webseite der Hütte oder telefonisch über die Öffnungszeiten zu informieren. Kontaktinformationen liefert die DAV-Hüttensuche. In diesem Übersichtsartikel haben wir zudem die Schließzeiten einiger Hütten übersichtlich dargestellt.

 

Umsicht und Ruhe sind die Gebote der Stunde

DAV-Vizepräsident Roland Stierle zeigte sich schon im Sommer erfreut über die Wiedereröffnung der Hütten: "Wir sind glücklich, dass die Lockerungen für Gastronomie und Hotellerie auch im alpinen Bereich gelten, das ist ein wichtiges Signal!" Dennoch warnte er vor einem Ansturm auf die Hütten: "Das wichtigste in der Krise ist immernoch die Rücksichtnahme auf die Gesundheit der Menschen. Dieses Credo ist nach wie vor wichtig. Wenn man zum Beispiel sieht, dass die Gäste bereits Schlange stehen oder keiner der gekennzeichneten Plätze mehr frei ist, kann man den Hüttenbesuch ja ein anderes Mal nachholen oder einfach später wiederkommen."

 

Hütten in Bayern: Das müssen Tagesgäste jetzt wissen

Jede Hütte ist anders! Manch Haus thront mit kleiner Terasse auf einem Felsabsatz, wie das Reichenhaller Haus. Andere alpine Unterkünfte liegen auf einer grünen Wiese und haben ringsum viel freie Fläche zur Verfügung, um die Gäste zu verteilen. Darum wird jede Hütte für ihre Besucherinnen und Besucher andere Lösungen finden müssen. 


Folgende Regelungen und Empfehlungen gelten jedoch für alle DAV-Hütten:

  • Grundsätzlich gelten die gleichen Vorgaben zum Händewaschen, Abstand und Kontaktbeschränkungen wie im Tal!
  • Die gekennzeichneten Laufwege und Sitzflächen sind für jeden Gast bindend. Dies gilt auch für die Anweisungen des Personals.
  • Das Hüttenpersonal nimmt die Kontaktdaten aller Gäste auf, damit die Infektionsketten im Notfall nachverfolgt werden können.
  • Der Mindestabstand beträgt 1,5 Meter – in allen Bereichen: am Tisch, beim Aufstehen und Hinsetzen, auf den Wegen, in den Sanitärräumen und auch im Wartebereich. Ausnahmen hiervon gelten für Personen, denen der Kontakt zueinander erlaubt ist.
  • Die Hütten dürfen nur in gesundem Zustand besucht werden. Bei Vorliegen von Symptomen einer akuten Atemwegserkrankung jeglicher Schwere oder von Fieber ist eine Bewirtung leider nicht möglich.
  • Ein Mund-Nasen-Schutz ist Pflicht – und zwar sowohl im Innen- als auch im Außenbereich. Wie auch im Tal genügen ein Buff-Tuch oder Schal. Lediglich am Tisch ist diese Vorsichtsmaßnahme nicht notwendig.
  • Auf Wartezeiten einstellen: Viele Hütten müssen durch die Abstandsregelungen ihre Sitzkapazitäten stark reduzieren. Gerade bei beliebten Hütten kann es an schönen Wochenendtagen zu längeren Wartezeiten kommen.
 

Hüttenübernachtungen in den bayerischen Bergen

Aufgrund der strengen Auflagen können derzeit weniger Hütten als üblich öffnen – und auch die Kapazitäten der geöffneten Hütten sind stark eingeschränkt.

 

  • Zimmer reservieren: Es gilt eine uneingeschränkte Reservierungspflicht! Ohne vorherige Anmeldung gibt es keinen Schlafplatz.
  • Reservierung bestätigen lassen: die Übernachtungskapazitäten auf den Hütten sind deutlich eingeschränkt. Es kann sein, dass auch Reservierungen, die vor einiger Zeit von der Hütte bestätigt wurden, so nicht mehr aufrecht erhalten werden können.
  • Rucksack packen: Neben einem Mund-Nasen-Schutz werden die Gäste je nach Hütte auch einen eigenen wärmenden Schlafsack (keinen Hüttenschlafsack) sowie einen eigenen Kissenbezug und ein eigenes Laken mitnehmen müssen. Details dazu sind vorab mit den Hüttenwirtsleuten abzustimmen. 
  • Abläufe beachten: Jede alpine Unterkunft hat andere bauliche Voraussetzungen und muss die Vorgaben der Behörden anders umsetzen. Allen gemein ist: Gäste werden an der Hütte in Empfang genommen und dort über die Laufwege, Zeitpläne und Vorsichtsmaßnahmen aufgeklärt.
  • Maximale Personenanzahl beachten: Seit 17. Juni dürfen bis zu zehn Personen aus unterschiedlichen Hausständen in einem Schlaflager oder Zimmer übernachten. Die Zusammensetzung der Gruppe darf jedoch nicht wahllos erfolgen. Vielmehr muss die Gruppe gemeinsam reserviert haben oder die Tour gemeinsam unternehmen. Mehr Informationen hier.
 

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