Im steilen Gelände werden die Arbeitsgeräte geschwungen
Im Einsatz für den alpinen Schutzwald. Foto: DAV/Arvid Uhlig

Aktion Schutzwald

Auch in diesem Jahr veranstaltet der Deutsche Alpenverein freiwillige, einwöchige Arbeitseinsätze im alpinen Schutzwald - von Oberstaufen im Allgäu über Bad Tölz bis nach Berchtesgaden. Melde dich jetzt an!

Hilfe für den Bergwald

Hier geht's direkt zur Terminübersicht und zur Anmeldung.

Seit 1984 engagiert sich der Deut­sche Alpenverein für den alpinen Schutzwald. Was mit einer bis zwei Aktionen pro Jahr begann, hat sich heute zu einem umfangreichen Pro­gramm mit bis zu 20 Aktionswo­chen entwickelt. 2007 wurde das Projekt mit dem Alpinen Schutz­waldpreis ausgezeichnet. An der Aktion Schutzwald beteiligen sich pro Jahr insgesamt rund 130 Helfer*innen.

Drei von insgesamt 130 fleißigen Helfer*innen. Foto: DAV/Arvid Uhlig

Der Natur etwas zurückgeben

Die Teilnehmenden der Aktion Schutzwald helfen fünf Tage lang unter fachlicher Anleitung in der alpinen Schutzwaldpflege und -sanierung mit: Sie pflanzen Bäume, pflegen Zugangswege, bauen Hochsitze, räumen Sturmflächen oder helfen in der Jungwaldpflege. Eine hervorragende Möglichkeit, die Alpen und den Bergwald einmal aus ganz anderer Perspektive kennen zu lernen und einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz zu leisten.

Wir geben der Natur - die Natur gibt uns. Foto: DAV/Arvid Uhlig

Warum dieses Engagement für den Bergwald?

Ohne den Schutzwald wären Teile der Bayerischen Alpen unbewohnbar. Der Schutzwald hält Steinschlag, Felsstürze, Muren und Lawinen von den Tallagen fern. Gleichzeitig ist er wichtig für das Trinkwasser und bietet Tieren und Pflanzen Lebensraum. Aufgrund der natürlichen Gegebenheiten haben Gebirgswälder widrige Wachstumsbedingungen, sodass eine sorgfältige Pflege notwendig ist. Die so genannten neuartigen Waldschäden, bedingt durch Schad­stoffbelastungen und veränderte Klimabedingungen, belasten den Wald zusätzlich.

Voller Tatendrang. Foto: DAV/Arvid Uhlig

Wichtige Informationen

An der Aktion Schutzwald können alle ab 18 Jahren, DAV-Mitglieder und Nicht-Mitglieder teilnehmen. Die Anmeldung ist als Einzelperson oder kleine Gruppe möglich. Hunde müssen leider zu Hause bleiben. Eine Übersicht der FSMA-Risikogebiete in Deutschland gibt es hier. Da die Arbeiten in steilem Gelände und abseits der Wege stattfinden, müssen alle Teilnehmer*innen trittsicher und schwindelfrei sein. Die Informationsunterlagen zur jeweiligen Aktionswoche erhalten die Teilnehmer*innen ca. drei Wochen vor Beginn der Aktionswoche. Hier folgen allgemeine Informationen zum Ablauf der Woche, zu Unterkunft, Gepäck, Anmeldung und Kosten.

Ablauf der Woche

  • Sonntag: Anreisetag

  • Montag: Einführung in die bevorstehenden Arbeiten durch Mitarbeitende des Forstbetriebes bzw. des AELF und Beginn der gemeinsamen Tätigkeiten

  • Im Lauf der Woche: Fachexkursion seitens Fachstelle für Schutzwaldmanagement oder Forstbetrieb

  • Freitag, früher Nachmittag: Aktionsende und Abreise

In der Regel ist eine halbtägige Exkursion pro Aktionswoche geplant. Gelegentlich ist dies aus organisatorischen Gründen jedoch nicht möglich.

Unterkunft

Die Unterbringung erfolgt in der Regel in einfachen Hütten (Kochgelegenheit, Matratzenlager, Plumpsklo, Strom oder Gas, Waschgelegenheit) der Bayerischen Staatsforsten und Selbstversorgung. In manchen Fällen erfolgt die Unterkunft in bewirteten Hütten des DAV oder in anderen geeigneten Unterkünften (Ferienwohnung, Gasthaus). Bei den Terminen findest du die folgenden Bezeichnungen, die hier kurz erläutert werden (die Angaben dienen der Orientierung und Selbsteinschätzung):

  • „einfach”: In der Regel Matratzenlager, Wasch­gelegenheit (ohne Dusche), Gas, manchmal Strom.

  • „gut ausgestattet”: Dusche, Strom, teils (Stock-)Betten.

Gemütliches Beisammensein am Abend. Foto: DAV/Arvid Uhlig

Gepäck

Ins Gepäck müssen ein Schlafsack (Hüttenschlafsack ist nicht ausreichend), ein Leintuch und wetterfeste Kleidung. Bergstiefel mit harter Profilsohle der Kategorie C für Arbeiten in weglosen Hängen sind unbedingt notwendig (Trekkingschuhe reichen nicht)!

Anmeldung

Hier geht es zur Terminübersicht und zur Anmeldung.

  • Die Anmeldung ist verbindlich.

  • Anmeldeschluss ist in der Regel jeweils vier Wochen vor Aktionsbeginn beim DAV. Anschließend erhältst du eine Anmeldebestätigung.

  • Genaue Informationen mit Angaben zu Anreise/Treffpunkt und Unterkunft sowie eine Teilnehmerliste werden dir etwa drei Wochen vor Aktionsbeginn zugeschickt.

Kosten

Alle Teilnehmenden helfen in der Aktionswoche frei­willig und unentgeltlich mit. Folgende Pauschalen werden erstattet:

  • Tagespauschale: 18,00 €

  • An- und Abreise: 0,08 € pro Kilometer (Heimatort – Talort)

Der DAV und die Bayerischen Staatsforsten möchten ein Zeichen für den Klimaschutz setzen und haben vereinbart die öffentliche Anreise mit 0,12 €/km zu fördern. Hierzu muss dem DAV allerdings das Bahn-/Busticket mit der Abrechnung zugeschickt werden.

In manchen Aktionswochen werden für die Transporte zwischen Hütte und Einsatzort private Pkw genutzt (Kies- oder Teerstraßen). Die dort gefahrenen Kilometer werden mit 0,30 € pro Kilometer erstattet.

Die Erstattung der Kostenpauschalen erfolgt nach Aktionsteilnahme auf dein Konto.

Alle Teilnehmenden erhalten eine Teilnahmeurkunde.

Aktion Schutzwald in Zahlen. Grafik: DAV

Wer steht hinter der Aktion Schutzwald?

Die Aktion Schutzwald wird in Kooperation durchgeführt mit:

Bayerische Staatsforsten

Bayerische Forstverwaltung

Die Versicherungskammer Bayern ist seit über 20 Jahren Partner des Deutschen Alpenvereins.

Kontakt

Deutscher Alpenverein e. V.
Ressort Naturschutz und Kartografie
Anni-Albers-Straße 7
80807 München

Telefon: 089 / 140 03-72
E-Mail: natur[Klammeraffe]alpenverein[Punkt]de

Alle Informationen zum Thema Bildungsurlaub gibt es hier.

Im Downloadbereich stehen weiterführende Informationen zur Verfügung:

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