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Sportvereine sind „Immaterielles Kulturerbe“ der UNESCO

25.03.2021, 16:01 Uhr

2021 nimmt die UNESCO die „Gemeinwohlorientierte Sportvereinskultur” in das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes auf. Endlich, möchte man sagen, denn die rund 90.000 Sportvereine in Deutschland leisten mit generationenübergreifenden Angeboten, bürgerschaftlichem Engagement, lokalen Identifikationsmöglichkeiten und sozialen Interaktionen einen wichtigen Beitrag zum Zusammenhalt der Gesellschaft. Der DOSB hatte die Bewerbung 2017 auf den Weg gebracht.

Mit der Auszeichnung als „Immaterielles Kulturerbe“ wird auch die Arbeit der rund acht Millionen ehrenamtlichen Menschen gewürdigt, ohne die das Vereinswesen in seiner bekannten Form kaum möglich wäre. Bei der Bewerbung wurden jedoch auch kritische Faktoren wie Leistungsdruck und Doping offen thematisiert, ein Thema, dem die Sportvereine einen hohen Stellenwert einräumen. Eine Auszeichnungsveranstaltung soll entsprechend der gesundheitspolitischen Lage Mitte bis Ende 2021 stattfinden.

 

Sportvereine und ihre Geschichte

Wie auch beim Deutschen Alpenverein mit seiner Gründung 1869 reichen die Anfänge des Sportvereinswesen in Deutschland bis ins 19. Jahrhundert zurück. Die Vereine vernetzen Menschen, bündeln Wissen und Möglichkeiten. Integration und Inklusion sind wichtige Ziele. Umgekehrt trägt zum Beispiel die Zuwanderung ihren Teil zur Lebendigkeit des Sportvereinswesens in Deutschland und zum gegenseitigen interkulturellen Verständnis bei.

 

 

Sportvereine bieten zahlreiche Lehr- und Lerngelegenheiten und übernehmen damit wichtige Funktionen, die die Angebote des öffentlichen Bildungssystems ergänzen. Im Vordergrund steht das Lernen über Bewegung, Technik und Taktik. Darüber hinaus tragen Sportvereine auch zur Persönlichkeitsentwicklung ihrer Mitglieder bei. Sportler und Sportlerinnen lernen, Regeln zu akzeptieren, sich in ein Team einzubringen, mit den Grenzen der eigenen körperlichen Fähigkeiten sowie mit Erfolgen und Niederlagen im Wettkampf umzugehen.

 

Der Deutsche Alpenverein

Der DAV besteht aktuell aus 357 rechtlich selbständigen Vereinen (Stand 01.04.21), sogenannten Sektionen. Die DAV-Mitglieder sind Mitglieder in einer Sektion des Deutschen Alpenvereins.

 

Die Sektionen sind im Rahmen der Satzung des Bundesverbands und ihrer Satzung selbständig und als eingetragene Vereine rechtsfähig.

 

Die Erfahrung beim Deutschen Alpenverein zeigt deutlich, dass das Vereinsweisen nach wie vor gefragt ist. Es gibt eine anhaltende Nachfrage nach Neugründungen. Alles in allem halten sich Auflösungen und Neugründungen seit Jahren die Waage.

Die Rechtsform Verein hat noch lange nicht ausgedient. Umso mehr ist es gerechtfertigt, die Sportvereine als immaterielles UNESCO-Kulturerbe zu schützen.

 

 

 

Mitgliedschaft im DAV

Einer für alle, alle für einen

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Rund 1,3 Millionen Mitglieder sind in den 358 Sektionen des Deutschen Alpenvereins organisiert und teilen dort nicht nur ihre Leidenschaft für die Berge. Sie geben ihrem gemeinnützigen Verein eine wichtige Stimme für seinen Einsatz zum Schutz eines einzigartigen Natur- und Kulturraums. Gründe für eine Mitgliedschaft im DAV gibt es viele. Dabei können zunächst die unmittelbaren persönlichen Vorteile im Vordergrund stehen: vergünstigte Übernachtungen auf den Alpenvereinshütten – über das so genannte Gegenrechtsabkommen sogar auf vielen Hütten in der Schweiz, in Frankreich, Italien, Slowenien, Liechtenstein oder Spanien. Oder der Versicherungsschutz, wenn es am Berg doch einmal zu einem Unfall kommt und schnell hohe Kosten für eine Bergung entstehen. An die 2000 Mal hat der Alpine Sicherheits-Service vergangenes Jahr verunfallten DAV-Mitgliedern geholfen.   Wer gern in den Bergen unterwegs ist, stellt als Alpenvereinsmitglied auch „im größeren Rahmen“ sicher, dass er gut und sicher unterwegs ist.   Ein Teil des Mitgliedsbeitrags fließt in die Aufrechterhaltung des Hütten- und Wegenetzes. 2019 waren mehr als 15 Millionen Euro für fällige Baumaßnahmen auf DAV-Hütten und für die Instandhaltung der Wanderwege nötig.  Davon wurden knapp 2,4 Millionen Euro durch öffentliche Mittel oder durch DAV-Partner wie die Versicherungskammer Bayern bereitgestellt, den Löwenanteil muss damit der DAV selbst tragen. Einen Teil übernehmen die Sektionen selbst, der andere Teil wird mit Darlehen und Beihilfen über einen DAV-Solidartopf finanziert. In diesen fließt wiederum ein Teil der Mitgliedsbeiträge, den die Sektionen an den Bundesverband abführen. 

Ehrenamt – ein Erfolgsmodell!

Gemeinsam Zukunft gestalten

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Kein Ehrenamt – kein Alpenverein. Aktuell sind rund 30.000 Ehrenamtliche in ihren Sektionen oder auch im Bundesverband aktiv. Und tragen so dazu bei, dass der Alpenverein das sein kann, was so viele schätzen: eine Gemeinschaft aus Menschen, die sich mit Herzblut für ihre Überzeugungen einsetzt, die die Berge und den Bergsport liebt und voranbringen will.

Der Deutsche Alpenverein e.V. stellt sich vor

Porträt

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Bereits im Jahre 1869 gründeten deutsche und österreicherische Bergsteiger den Deutschen Alpenverein als „bildungsbürgerlichen Bergsteigerverein". hr.first-paragraph-separator { display: none !important; }