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Alpenklima

Erster länderübergreifender Bericht zum Klima in den Alpen

19.12.2022, 09:26 Uhr

„Alpenklima“ heißt eine neue Berichtsreihe, die die nationalen Wetterdienste von Deutschland, Österreich und der Schweiz gemeinsam starten. Das Bulletin erscheint zwei Mal pro Jahr; die erste Ausgabe widmet sich schwerpunktmäßig den Gletschern.

Zweimal jährlich: Alpenklima

Die Alpen sind vom Klimawandel besonders betroffen. Um sie besser zu schützen, sind Informationen und Analysen zum Klima in diesem einzigartigen Ökosystem umso wichtiger. Daher starten die nationalen Wetterdienste Deutschlands, Österreichs und der Schweiz eine neue gemeinsame Publikationsreihe mit dem Titel „Alpenklima“.

 

Der Deutsche Wetterdienst (DWD), die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) sowie das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz zeigen darin den aktuellen Klimazustand in der Alpenregion der drei Länder auf und ordnen ihn in die langjährige Entwicklung ein.

 

Das Bulletin wird zweimal pro Jahr jeweils für die Monate Mai bis Oktober (Sommerhalbjahr) sowie für den Zeitraum November bis April (Winterhalbjahr) erstellt. Er erscheint jeweils im November und Mai und bildet auf 20 Seiten damit erstmals länderübergreifend den Klimazustand der zentraleuropäischen Hochgebirgsregion ab.

 

Klimawandel: Alpenraum besonders betroffen

Der Alpenraum ist von den Folgen des menschlichen Treibhausgasausstoßes stärker betroffen als andere Regionen oder Naturräume. In der hochsensiblen Region sind die Auswirkungen des Klimawandels deutlich sichtbar:

 

  • Es gibt immer weniger Schnee.
  • Die Gletscher verlieren deutlich an Masse.
  • Im Sommer wird Hitze zu einem immer größeren Problem, auch in höheren Lagen.


Diese Veränderungen machen nicht an Ländergrenzen halt und betreffen die gesamte Alpenregion gleichermaßen. Erstmals wird nun die Klimaentwicklung in den einzelnen Ländern in einen größeren Kontext gestellt und der aktuelle Wissenstand dazu beschrieben. 

 

Sommerbulletin 2022: Rekordwärme und Regenarmut

Das Sommerhalbjahr 2022 war geprägt von sehr hohen Temperaturen im gesamten zentralen und östlichen Alpenraum und großer Trockenheit, vor allem in den Südalpen. Als Folge schmolz die Schneedecke im hochalpinen Gelände besonders früh.

 

Neben einer allgemeinen Übersicht über die Klimatologie des vergangenen Sommerhalbjahres gibt „Alpenklima“ zu diesen Themen detaillierte Informationen.

 

Weitere Informationen

Das Bulletin „Alpenklima“ ist online auf der Website des DWD verfügbar.

 

Hier geht’s zum jeweiligen nationalen Wetterdienst von Deutschland, Österreich und der Schweiz.

 

Gletschersturz an der Marmolata

Ursachen, Einordnung, Perspektive

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Am 3. Juli 2022 kam es an der Marmolata in den italienischen Dolomiten zu einem Gletscherabbruch mit verheerenden Folgen. Rund 300 Meter unterhalb des Gipfels des beliebten Dreitausenders brach ein Sérac, ein Turm aus Gletschereis, ab und stürzte als Eis- und Felslawine ins Tal. Viele Bergsteigende wurden mitgerissen, elf Menschen starben (Stand 9. Juli). Wie kommt es zu solchen Unglücken und welche Schlüsse lassen sich daraus für den Bergsport ziehen?

Klimawandel verändert die Alpen

Sensible Bergwelt

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Das sensible Ökosystem Alpen ist besonders stark vom Klimawandel betroffen. Schon heute sind die weitreichenden Veränderungen zum Teil deutlich sichtbar – das rasante Abschmelzen der Gletscher ist dabei zum Sinnbild des Klimawandels im Alpenraum geworden. Der Klimawandel verändert aber nicht nur das Landschaftsbild der Alpen, sondern auch dessen Wasserhaushalt, Ökologie und Wirtschaftsstruktur.