Die Gletscher der Ostalpen sterben. Unumkehrbar. – Darin ist sich die Wissenschaft einig. Expert*innen mahnen schon seit langem vor den sich verändernden Bedingungen, Anpassungen müssen in vielen Bereichen dringend geschehen.
Doch während das bis noch vor Kurzem „ewige Eis“ schwindet und sich der Permafrost auflöst, boomt der Tourismus: Im Sommer drängen sich Menschen in Gletscherbahnen, um möglichst nahe an den Gletscher heranzukommen. Im Winter läuft der Skibetrieb auf Hochtouren, und die Eingriffe in die Natur nehmen immer drastischere Formen an: Hangsicherungen, Abdeckungen, Schneedepots, Kunstschneeanlagen, massive Geländeplanierungen – ein Wettlauf gegen die Zeit.
Mit „Requiem in Weiß“ inszeniert Harry Putz eine eindringliche filmische Hommage an das Sterben der Gletscher in den Alpen. Durch tiefgehende Interviews verwebt er Wissenschaft und Emotion zu einer beklemmenden Dokumentation.
Gedreht an 14 Gletschern in Österreich, Deutschland, Italien und der Schweiz – darunter an der Pasterze am Großglockner, an der Zugspitze und am größten Gletscher der Alpen, dem Aletschgletscher, stellt der Film am Ende die unumgängliche Frage: Wie wollen wir unsere Gletscher verabschieden?
Weitere Infos und Termine gibt es auf der Website von Freiluftdoku.