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Die Bedeutung unseres Atems - im Alltag und in den Bergen

21.10.2022, 06:00 Uhr

Wir alle atmen und doch wissen die wenigsten, wie viel Potenzial in unserer Atmung steckt. Aber wie funktioniert die Atmung überhaupt und welche Vorteile hat es, wenn wir uns einmal aktiv damit auseinandersetzen? Und welche Rolle spielen das Atmen und der Sauerstoff genau beim Höhenbergsteigen?

Sportwissenschaftlerin und Yoga-Lehrerin Petra Zink sowie Deutschlands erfolgreichste Höhenbergsteigerin Alix von Melle plaudern aus dem Nähkästchen. 

 

In dieser Folge erfahrt ihr

  • wie unser Atem funktioniert
  • wie bewusstes Atmen unsere Gesundheit beeinflussen kann 
  • welche Rolle das Atmen beim Höhenbergsteigen hat
    • wo der Unterschied in der Höhe liegt
    • wie Aklimatisation funktioniert
    • worauf man beim Atmen achten kann

 

 
 

Transkript

Das Transkript zur Folge kommt in Kürze.

 

Bergsport und Atmung

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Alltagsstress kann zu ungünstigen Atemgewohnheiten führen. Dabei wirkt sich die richtige Atmung nicht nur im normalen Leben, sondern auch beim Bergsport sehr positiv aus. Mit etwas Übung lässt sich die Atmung gut und einfach verbessern. Wie das geht, zeigt der Deutsche Alpenverein mit Übungsvideos sowie Hintergrundinformationen, die im Rahmen der Gesundheitskampagne „Spüre Dich selbst“ entstanden sind. Jede*r tut es – die wenigsten bewusst: atmen. Atmung funktioniert automatisch. Sie ist variabel und abhängig von Atemfrequenz und -tiefe. Sie gleicht sich beinah sekündlich den Anforderungen unseres Körpers an, egal ob wir schlafen oder laufen. Für diesen Mechanismus sind Nervenzellen im Hirnstamm verantwortlich, das „Atemzentrum“. „Tatsächlich können wir beim Atmen einiges falsch machen. Beziehungsweise können wir die Atemregulation auch bewusst beeinflussen und trainieren“, weiß Petra Zink, Yogalehrerin, Sportwissenschaftlerin und ehemalige Mountainbike-Leistungssportlerin. „Bewusstes Atmen macht uns fitter und wirkt gegen Stress – beim Sport wie im Alltag.“ Denn unsere Atmung beeinflusst nicht nur unsere Entspannung und unser Stresslevel. Sondern auch unsere motorische Kontrolle, die Kraftentwicklung sowie die Regeneration. „Ob wir langsam oder schnell, flach oder tief atmen, macht einen großen Unterschied aus“, so Petra Zink. 

Video: Sanfte Atemübung für Einsteiger

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Wir sind wieder zurück mit einem wunderbaren Video, in dem Yogalehrerin Petra Zink zeigt, wie wir unsere Atmung bewusst wahrnehmen und dabei verbessern können. Die Atmung funktioniert grundsätzlich automatisch. Trotz alledem können wir dabei einiges falsch machen. Bewusstes Atmen macht uns fitter und wirkt gegen Stress – beim Sport wie im Alltag. In dieser 15-minütigen Atempraxis werden wir Bekanntschaft mit unserer Atmung schließen. Wir werden zuerst beobachten, um sie dann zu vertiefen und zu verlangsamen. Wir trainieren dabei unser Atemvolumen und bringen tiefe Stille in unseren Geist. Wir wünschen dir viel Freude mit dieser Einheit! 

Entspannte Atmung in zwei Minuten

Schnelle Übung, auch für unterwegs

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Alix von Melle ist Deutschlands erfolgreichste Höhenbergsteigerin und ausgebildete Yogalehrerin. Sie teilt mit uns eine Atemübung zum Entspannen und beschreibt Atemtechniken, die sie selbst bei schwierigen Bergpassagen einsetzt. Sind wir entspannt und benötigen nicht viel Sauerstoff, atmen wir mit dem Bauch ein und aus (Primäratmung): einatmend Bauch hinaus, ausatmend Bauch hinein. Benötigen wir etwas mehr Luft, atmen wir mit derselben Technik vollständig aus und sanft ein. Dabei ist es wichtig, der Ausdehnung des Zwerchfells möglichst viel Platz zu geben. Unter körperlicher Belastung reicht die Menge an Sauerstoff so noch immer nicht aus. Dann gilt es, auch die Brustatmung (Sekundäratmung) zu integrieren: einatmend Bauch und Brust hinaus, ausatmend Brust und Bauch hinein. Bei Spitzenbelastungen muss auch die Lungenspitzenatmung (tertiäre Atmung) hinzugenommen werden: Hier gehen der Bauch und die Brust und zum Schluss auch die Schlüsselbeine hinaus, so dass die gesamte Lunge bis in die Spitzen mit Sauerstoff gefüllt wird.