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Bergbericht - So wird´s am Wochenende

18. bis 20. September 2020

17.09.2020, 14:44 Uhr

Sonne satt und keine Gewittergefahr. In den Ostalpen steht ein gutes Herbstwochenende bevor … weswegen man am besten mit Bus & Bahn ins Gebirge fahren sollte.

Tourenverhältnisse

Bis heute waren so gut wie überall trockene und schneefreie Weg- und Kletterverhältnisse anzutreffen. Das gilt auch für Dreitausender-Touren wie den Muttler (3296 Meter, Samnaungruppe) oder den gesamten Klagenfurter Jubiläumsweg (Hohe Tauern). Da in den Ostalpen am heutigen Donnerstag aber immer wieder Regenschauer auftreten, sind am morgigen Freitag regional feuchte Wege und Felspassagen nicht auszuschließen. Diese dürften aber spätestens am Samstag wieder trocken sein.

 

Im Hochtourengelände ist auf höheren Gletschertouren häufig noch eine Firnauflage anzufinden. Diese ist oft (wie zum Beispiel an der Lenzspitze, Wallis) fest und ausgetreten. Der Jahreszeit entsprechend wird man auf den Gletschern aber auch Blankeisstellen vorfinden.

 

Gleichzeitig sind so gut wie alle Felsgrate auch auf den ganz hohen Hochtouren (wie zum Beispiel am Obergabelhorn, Wallis) trocken und schneefrei.

 

Wochenendwetter

Der Freitag bringt in den Ostalpen eine rasche Wetterbesserung. Mögliche Hochnebelfelder lichten sich am Vormittag. In der Folge scheint die Sonne vom wolkenlosen Himmel. Nennenswerte Quellwolken tauchen nur in den Dolomiten bis Bergamasker Alpen und Engadin auf, sie bleiben aber harmlos und klein.


In der Osthälfte der Ostalpen ist am Samstag ein wolkenloser und sehr stabiler Bergtag angekündigt. Im Westen ziehen hingegen ein paar hohe Wolkenfelder auf, nachmittags kommen einige Quellwolken dazu. Es bleibt aber auch hier überwiegend sonnig und das Schauer- und Gewitterrisiko ist gering. Die Nullgradgrenze liegt bei 4100 Meter.

 

Am Sonntag ziehen zunächst Wolkenfelder vorüber, es wird ziemlich sonnig. Wieder entwickeln sich in der Westhälfte nachmittags Quellwolken mit lokalen Regenschauern vorwiegend nördlich des Hauptkammes. In der Osthälfte bleibt es sonnig und stabil. Es weht wenig Wind, wird aber etwas kühler.

 

In den Westalpen verläuft das Wochenende deutlich instabiler. Hier sind bereits am Samstag von den Seealpen übers Wallis bis zum Tessin einige Schauer zu erwarten. Der Sonntag Nachmittag bringt den gesamten Westalpen häufige Regenschauer.

 

Fazit

Man sollte am besten den Freitag oder Samstag anvisieren und sich am Wochenende dann eher in Richtung Osten als in Richtung Westen orientieren. Wegen der gerade im Herbst großen Staugefahr und um die Umwelt zu schonen, reist man am besten mit Bahn und/oder Bus an, wie zum Beispiel zu unserer Tour der Woche, die vom Bahnhof Scharnitz über die Große Arnspitze zum Bhf. Mittenwald führt.

 

Wer eine Klettertour plant, sollte am besten noch den Samstag abwarten, da feuchte Passagen wegen der Regenschauer vom Donnerstag nicht auszuschließen sind.

 

Für ein mehrtägiges Hüttenwochenende sind die kommenden Tage vor allem in den östlichen Ostalpen ideal, zumal auch höher gelegene Bergsteigerunterkünfte meist noch bis Ende September geöffnet sind. Freilich ist es nicht leicht, einen Wochenendplatz zu ergattern. Aber gerade bei Hütten die eher als Skitourenstützpunkte bekannt sind, wie zum Beispiel die Weidener Hütte ist das auch am kommenden Wochenende durchaus möglich.

 

Da viele hoch gelegene Stützpunkte noch geöffnet und die Tage noch nicht zu kurz sind, bietet sich das Wochenende auch noch für eine Hochtour an. Auch hierbei muss man sich unbedingt in Richtung Osten orientieren. Am besten sucht man sich ein Ziel in den Zillertaler Alpen oder noch besser in die Hohen Tauern aus.
 

 

Tour der Woche: Große Arnspitze

Tour zum 18. bis 20. September 2020

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Vor allem Freitag und Samstag bringen den Ostalpen gutes Bergwetter (siehe Bergbericht), das auch für größere Unternehmungen wie die Besteigung der Großen Arnspitze geeignet ist. Um nicht im Stau zu stehen, fährt man gerade an schönen Herbstwochenenden am besten mit der Bahn ins Gebirge. Die hier vorgeschlagene Bergtour führt zunächst vom Bahnhof Scharnitz zum Gipfel hinauf, der grandiose Aussichten sowohl aufs Karwendel-, als auch aufs Wettersteingebirge bietet. Im Anschluss werden die ebenfalls sehr aussichtsreichen Achterköpfe überschritten. Sowohl dort als auch am Gipfelanstieg ist gute Trittsicherheit und auch etwas Schwindelfreiheit erforderlich. Auf dem Abstieg kann man zudem noch einen Abstecher in die Leutaschklamm unternehmen, bevor es über das Ortszentrum von Mittenwald zum dortigen Bahnhof geht.