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Bergbericht - So wird´s am Wochenende

5. bis 7. Juni 2020

04.06.2020, 14:48 Uhr

Das verlängerte Pfingstwochenende bescherte beste Wander- und Kletterbedingungen am Deutschen Alpenrand … an die man sich wegen des wohl regenerischen Wetters in den kommenden Tagen sehnsüchtig erinnern wird.

Tourenverhältnisse

In den vergangenen Tagen waren Bergtouren in den Bayerischen Alpen bis auf 2000 Meter so gut wie schneefrei. Darüber muss man nordseitig und in schattigen Rinnen und Mulden aber noch mit (eher kleinräumigen) Altschneefeldern rechnen.
Dementsprechend geht auch die Skitouren-Saison am Alpenhauptkamm langsam aber sicher zu Ende. Dort wurden am Pfingstwochenende noch brauchbare Schneeverhältnisse oberhalb von etwa 2500 Metern gepostet, wobei sich der Altschnee bereits zum gut komprimierten „Sommerschnee“ entwickelt hat.

Die im Wander- und Klettergelände in so gut wie allen Expositionen bislang trockenen Tourenverhältnisse gehören leider erst einmal der Vergangenheit an, da es in den kommenden Tagen wiederholt Niederschläge geben wird … was uns zu den Wetteraussichten bringt.

 

Wochenendwetter

Am Freitag herrscht in den Ostalpen unbeständiges und nasses Bergwetter, vor allem in den östlichen Südalpen sind größere Niederschlagsmengen zu erwarten. Die Schneefallgrenze steigt von 2000 m gegen 2500 m. Der Wind weht mäßig und im Westen teils stark aus West bis Südwest.
Der Samstag bringt überwiegend bewölktes Wetter, wobei es am Vormittag an der Alpennordseite mit Föhneinfluss trocken bleiben sollte und es dort Auflockerungen gibt. Im weiteren Verlauf ist zunehmend mit Regenschauern, in den Südalpen zum Teil auch mit einzelnen Gewittern zu rechnen. Dazu weht mäßiger bis lebhafter Wind. Die Temperatur liegen in 2000 m bei 7 bis 11 Grad, die Schneefallgrenze bei knapp 3000m.
Am Sonntag zieht die nächste Störung aus Westen herein mit dichten Wolken und zunehmendem Niederschlag. Im Osten kann es vormittags noch trocken bleiben. Die Schneefallgrenze sinkt gegen 2500 m in der Nacht zum Montag sogar gegen 2000 m.
Die Verhältnisse sind in den Westalpen ähnlich, mit dem Unterschied, dass in den Seealpen Freitag und Samstag sonniges Wetter erwartet wird.

 

Fazit

Für größere Bergtouren ist das kommende Wochenende nicht gut geeignet. Am besten führt man eine eher kurze Bergtour am Samstagvormittag aus, wobei man aber mit feuchten und rutschigen Wegverhältnissen rechnen und entsprechend ausgerüstet sein muss.
Deshalb empfehlen wir als Tour der Woche eine Rundwanderung östlich von Murnau, die man auch bei unbeständigen Wetterverhältnissen durchaus unternehmen kann.

Da man mittlerweile wieder durch Österreich hindurch fahren und nach Italien einreisen kann, ist ein verlängertes Bergwochenende in Südtirol oder im Trentino durchaus eine Alternative, wobei man aber auch dort mit unbeständigem Wetter und wiederholten Gewittern rechnen muss.

 

Tour der Woche: Hagner Moor und Guglhör

Tour zum 5. bis 7. Juni 2020

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Da in den kommenden Tagen eher regnerisches Wetter zu erwarten ist (siehe Bergbericht) empfehlen wir als Tour der Woche keine Bergtour sondern eine Rundwanderung im Oberbayerischen Alpenvorland. Eine Rundtour hat in Sachen Infektionsgefahr den Vorteil, dass man sich nicht entgegen kommt. Und zudem gibt es auch keinen Gipfel an dem sich alle treffen. Hier gilt also: Der Weg ist das Ziel. Regensichere Bekleidung und Schuhe mit gutem Profil muss man in den nächsten Tagen freilich dabei haben, auch wenn der Großteil der Tour auf breiten Wegen erfolgt. An dieser Stelle appellieren wir an alle Wanderer unbedingt auf den vorhandenen Wegen zu bleiben. Denn es gibt derzeit vermehrt Probleme mit Verbreiterungen von Wegen, bzw. Abschneidern, da man sich anscheinend ausweichen will. Angesichts des durchwachsenen Wetters wird man auf der schönen Rundtour östlich von Murnau am kommenden Wochenende allerdings wohl nicht vielen Wanderern begegnen.   In den letzten Tagen litten viele Anwohner in der Nähe von Wanderparkplätzen unter einer enormen Verkehrsbelastung. Schließlich können Familien ihre Pfingstferien derzeit nicht im Ausland verbringen. Deshalb sollte man möglichst mit den Zug anreisen und (wie beschrieben)  am Bhf. Murnau starten, der beispielsweise von München Hbf. sehr schnell zu erreichen ist.