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Bergbericht – So wird´s am Wochenende

13. bis 15. September 2019

12.09.2019, 14:36 Uhr

Nach einem ersten Wintergruß zum Wochenanfang ist der Schnee in den Bergen wieder weitgehend verschwunden. Zusammen mit einer stabiler Hochdruckwetterlage ergibt das beste Tourenbedingungen für's Wochenende.

Tourenverhältnisse

Der Neuschnee vom Wochenende hat zu den ersten Foren-Einträgen der, zwar noch weit entfernten, aber mit Sicherheit kommenden, Skitourensaison geführt. Am Flexenpass und am Furkapass wurden bereits die Felle aufgezogen. Tatsächlich ist auf den Gipfeln rund um Andermatt mit bis zu einem halben Meter wohl am meisten Schnee gefallen.


In den Ostalpen, wo es von Sonntag auf Montag auch bis auf 1600 Meter hinab schneite, gab es meist weniger Neuschnee. So fielen auf der Zugspitze insgesamt etwa 20 Zentimeter Schnee.


Unterhalb von etwa 2600 Metern ist der Schnee wieder so gut wie verschwunden. Allerdings können Erd- und Wiesenpfade durchaus noch rutschig sein und in schattigen Rinnen kann es natürlich auch noch Schneereste geben.


Die Gletscher am Alpenhauptkamm sind verbreitet mit 10 bis 20 Zentimeter Neuschnee bedeckt. Dementsprechend muss man auch im Felsbereich von Hochtouren mit einer Schneeauflage rechnen.

 

Wochenendwetter

Am Freitag herrscht in den Ostalpen sonniges, oft wolkenloses und mildes Hochdruckwetter. Im Westen ziehen hohe, dünne Schleierwolken durch und am Alpenostrand können vereinzelt harmlose Quellungen entstehen.

 

Am Samstag wird es im Westen bei hohen, dünnen Wolken erneut sehr sonnig und mild. Der Tag beginnt aber im Norden häufig mit Hochnebel. Von Nordosten her ziehen bereits in der Nacht auch in höheren Niveaus dichte Wolken heran, die vor allem vom Dachstein ostwärts am Vormittag sehr trübe Verhältnisse und auch Niederschlag bringen können. Am Nachmittag wird es hier wieder zunehmend freundlicher. Im Südosten ist es generell freundlich bei einem Wolken-Sonne-Mix.


Am Sonntag lösen sich am Vormittag Nebel- und Hochnebelfelder, die in der Osthälfte über Nacht entstehen, auf. Ansonsten dominiert bereits ab den Morgenstunden sonniges Wetter. Im Osten bleibt es meist ganztags wolkenlos, im Westen sind nachmittags ein hohe Wolken und einige Quellwolken dabei.


Die Verhältnisse sind in den Westalpen ähnlich, mit dem Unterschied, dass dort der Samstag überall sonnig ist und am Sonntag der Hochdruckeinfluss abnimmt, wodurch nachmittags die Schauerneigung etwas zunimmt.

 

Fazit

Das stabile Bergwetter bietet sich sehr für ein ganzes Bergwochenende mit Hüttenübernachtung an. Denn die meisten Alpenvereinsunterkünfte beenden ihre Saison erst Anfang bis Mitte Oktober. Allerdings ist es gerade im Herbst nicht leicht noch kurzfristig einen Wochenendplatz zu finden. Doch probieren kann man es allemal.


Am Samstag sollte man sich vom Wetter her in den Ostalpen eher in Richtung Westen orientieren. Deshalb empfehlen wir als Tour der Woche eine größere Unternehmung in den Ammergauer Alpen. Die tolle Runde auf den Schellschlicht hat zudem den Vorteil, dass man den Ausgangspunkt Griesen ideal mit dem Zug erreichen kann.


Auch für alpine Sportkletterrouten sind die Bedingungen mit recht warmen Temperaturen noch ideal. Allerdings sollte man, der Jahreszeit entsprechend, südseitige Wände und Grate anvisieren.


Die kommenden Tage sind schließlich auch für Hochtouren noch geeignet. Allerdings sollte man sich jeweils gut überlegen, welchen Schwierigkeitsgrad im Felsbereich man sich bei Schneeauflage zutraut.

 

Tour der Woche: Schellschlicht

Tour zum 13. bis 15 September 2019

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Nachdem der Neuschnee unterhalb von etwa 2600 Metern wieder abgeschmolzen ist (siehe Bergbericht), empfiehlt sich für die kommenden Schönwetter-Tage eine größere Tour in den Ammergauer Alpen. Die beeindruckende Runde auf den Schellschlicht bietet vor allem auf dem langen Gipfelrücken sensationelle Aussichten ... vor allem auf das direkt gegenüberliegende Wettersteingebirge.   Allerdings braucht man Schwindelfreiheit, eine gute Kondition und für den Abstieg sehr gute Trittsicherheit, da dort der Weg oft erodiert ist. Hier sind Teleskopstöcke sehr hilfreich.   Der Ausgangspunkt Bahnhaltestelle Griesen ist zudem sehr gut mit dem Zug zu erreichen, weswegen man diese Anreisemöglichkeit sowohl wegen der Staugefahr in Garmisch-Partenkirchen, als auch um die persönliche CO2-Bilanz zu optimieren unbedingt nutzen sollte.   Die Tour stammt aus dem neuen "DAV Jubiläumstourenbuch", das zum 150-jährigen Bestehen des Deutschen Alpenvereins herausgegeben wurde. In alpenvereinaktiv.com sind diese Touren übrigens in der Liste "150 Jubiläumstouren" zusammengefasst.   Wie waren die Bedingungen auf Ihrer Tour? Lassen Sie die Community daran teilhaben und posten Sie eine aktuelle Bedingung – am besten direkt zur Tour. Dauert nicht lange und viele Tourenfreunde freuen sich über die Information!