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Bergbericht - So wird´s am Wochenende

25. bis 27. Januar 2019

24.01.2019, 14:55 Uhr

Der viele Neuschee der vergangenen Wochen hat sich mittlerweile gut gesetzt. Doch das durchwachsene Wochenendwetter lässt leider keine uneingeschränkten Tourenplanungen zu.

Lawinensituation

Während im Bundesland Salzburg und in weiten Teilen der Schweiz für Donnerstag eine mäßige Lawinengefahr ausgegeben wurde, war für Vorarlberg, den Deutschen Alpenraum und für Tirol oberhalb von 2000 m bzw 2440 m sogar nur eine geringe Gefahr (Stufe 1 der fünfteiligen Skala) prognostiziert.
Für Touren und Variantenabfahrten abseits gesicherter Pisten sind die Verhältnisse laut Tiroler Warndienst günstig. Es besteht allerdings die Gefahr von Gleitschneelawinen an steilen Grashängen unterhalb von 2400 m (im Allgäu unterhalb von 2000 m) sowie an Sonnenhängen.
In der Schneedecke sind keine ausgeprägten Schwachschichten vorhanden und Triebschneeansammlungen haben sich gut mit dem Altschnee verbunden.

An diesen günstigen Verhältnissen soll sich in den nächsten Tagen wenig ändern.
 

 

Schneesituation

Nach wie vor sind die Schneehöhen in den Nordalpen und auf der Nordseite des Alpenhauptkammes überdurchschnittlich hoch. So werden in der Ostschweiz mehr als 170 Prozent des langjährigen Mittelwertes verzeichnet.
Und auch am Bayerischen Alpenrand sind gerade (die hier häufigen) Waldpassagen so gut eingeschneit wie seit Jahren nicht mehr.
Zudem findet man (vor allem nordseitig und in Mulden) verbreitet noch guten Pulverschnee. Nur südseitig kann man hier und da schon auf Harschdeckel treffen.
Natürlich sind mittlerweile beliebtere Skitouren schon ziemlich zerfahren.
 

 

Wochenendwetter

Südlich des Hauptkamms ist es in den Ostalpen am Freitag sonnig. Nördlich des Hauptkamms halten sich anfangs verbreitet Restwolken, aus denen es noch unergiebig schneien kann. Im Tagesverlauf lockert es von Westen bis etwa zum Karwendel bzw. zu den Stubaier Alpen sonnig auf. Östlich davon sind die Wolken zäher, die Sichten wechselnd bis eingeschränkt. Die Temperatur liegt auf 2000 m von Nord nach Süd zwischen -17 und -8°C. Auffrischender Nordwind.
In den Südalpen ist es abseits des Hauptkamms am Samstag recht sonnig. Im Norden wird es bei starkem Wind meist trüb und nass mit 20 bis 30cm Neuschnee, nördlich der Tauern auch bis 50cm. Anfangs greifen Wolken und auch Niederschläge ein Stück über den Hauptkamm auf den Süden über. Am Sonntag bei nachlassendem Wind über weite Strecken trocken, mit Schichtwolken oberhalb der Gipfel wahrscheinlich nur wenig Sonne.
Die Wetterverhältnisse sind vor allem hinsichtlich des Nord-Süd-Gegensatz in den Westalpen ähnlich.

 

Fazit

Von der Schnee- und Lawinelage lässt das kommende Wochenende wenig Wünsche offen. Vom Wetter sollte man (wenn möglich) gleich den morgigen Freitag nutzen oder am mehrheitlich bewölkten aber trockenen Sonntag unterwegs sein. Allerdings muss man am Samstag abend unbedingt den für Sonntag ausgegeben Lawinenlagebericht zu Rate ziehen, was natürlich auch für unsere Tour der Woche gilt, die von Lähn aus auf das Pfuitjöchl führt.

 

Tour der Woche: Pfuitjöchle

Tour zum 25. bis 27. Januar 2019

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Aufgrund der hohen Schneelage sind die südseitigen (und deshalb in schneearmen Winter im unteren Bereich oft ausapernden) Hänge des Pfuitjöchls derzeit zu empfehlen.   Auch von der Lawinengefahr ist die Tour mit ihren weiten, freien Hängen derzeit gut zu verantworten. Allerdings sollte man sich am Vorabend der Tour (grundsätzlich) darüber informieren, ob sich die Situation verändert. Denn es ist nicht ganz klar, wieviel Neuschnee am Samstag fallen wird (siehe Bergbericht).   Ein weiterer großer Pluspunkt des Pfuitjöchle ist die Anreisemöglichkeit mit der Bahn. Es gibt nämlich nur sehr wenige Skitouren, die (wie hier in Lähn) direkt an einer Bahnhaltestelle beginnen. So vermeidet man den üblichen Wochenendstau in Garmisch-Partenkirchen und reduziert auch seine persönliche CO2-Bilanz.   Gerade jetzt wäre es wieder interessant für die Touren-Community, welche Bedingungen Sie vorgefunden haben. Lassen Sie die Community daran teilhaben und posten Sie eine aktuelle Bedingung - am besten direkt zur Tour. Dauert nicht lange und viele Tourenfreunde freuen sich über die Information!