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Bergbericht - So wird´s am Wochenende

14. bis 16. September 2018

13.09.2018, 14:34 Uhr

Nach der zurückliegenden, traumhaften Tourenwoche präsentiert sich das Bergwetter zum Wochenende hin zunächst unbeständig. Doch bereits am Sonntag darf man wieder mit Sonnenschein rechnen.

Tourenverhältnisse

Mittlerweile sind alle Wege und auch Felspassagen bis in Höhen von 3500 m (wie z.B. am Schrankogel/ Stubaier Alpen) wieder komplett schneefrei. Im Gegensatz dazu konnte sich der Schnee des kleinen Wintereinbruches im Hochgebirge von Ende August im höheren Gletschergelände halten. Was durchaus von Vorteil ist. Denn so sind ehemalige Blankeisflächen vielerorts wieder mit 5 bis 20 cm eingeschneit und man kommt oft im angenehmen Trittschnee (wie zum Beispiel am Großvenediger/ Hohe Tauern oder dem Bifertenstock/ Glarner Alpen) auf den Gletschern gut voran.
Auch für alpine Klettertouren waren die zurückliegenden Tage mit zumeist trockenem Fels ideal, was sich am morgigen Freitag aber ändern dürfte.

 

Wochenendwetter

Am Freitag breiten sich in den Ostalpen vormittags Schauer aus, teils mit eingelagerten Gewittern. Nachmittags stezt im Nordwesten eine Wetterberuhigung ein mit sonnigen Auflockerungen abseits der Nordstaulagen. Auf der Alpensüdseite sind nach einigen Sonnenstunden einzelne gewittrige Schauer möglich. Die Nullgradgrenze liegt zwischen 3500m im Norden und 3800m im Süden.
Am Samstag ist es nördlich des Alpenhauptkammes zunächst meist trüb und besonders in den Staulagen gibt es vormittags etwas Regen. Später meist trocken und inneralpin auch Auflockerungen. Südlich des Hauptkammes ist es vormittags recht sonnig und es gibt nachmittags vereinzelt Schauer.
Am Sonntag lösen sich Restwolken nördlich des Hauptkammes meist bald auf und es setzt sich verbreitet sonniges Wetter durch. Im Süden sind die Wolken zäher, auch zeitweilige Schauer sind dort möglich.
In den Westalpen sind die Wetterverhältnisse ähnlich, wobei die Weterbesserung im Norden dort am Samstag früher einsetzt als in den Ostalpen.

 

Fazit

Am Freitag kann man getrost arbeiten oder Erledigungen machen, wohingegen der Samstag Nachmittag zumindest für einen nachmittäglichen Hüttenzustieg oder eine kurze Alpenrandtour bereits wieder trockenen Verhältnisse bringen sollte.
Für eine Tagestour ist eindeutig der Sonntag der beste Tag, wobei die Felsen für Klettertouren wohl noch zu nass sein dürften.
Da im Westen mehr Sonne als im Osten zu erwarten ist, empfehlen wir als Tour der Woche die Besteigung des besonders aussichtsreichen Hohen Ifen in den Allgäuer Voralpen.
Und wer für Sonntag eine Hochtour plant, der sollte sich unbedingt auf der Hütte vorab über die jeweiligen Schnee- bzw. Eisverhältnisse im jeweiligen Gletschergelände erkundigen.

 

 

Tour der Woche: Hoher Ifen

Tour zum 14 .bis 16. September 2018

Mehr erfahren
Nach einem durchwachsenen Start verspricht das kommende Wochenende am Sonntag wieder Sonnenschein (Siehe Bergbericht). Da die Wetterbesserung wie so häufig von Westen her eintritt, orientiert man sich an diesem Tag am besten in Richtung Allgäuer (Vor)alpen. Eine sehr schöne Tour führt dort auf den markanten Hohen Ifen. Der 2230 Meter hohe Gipfel markiert die Grenze zwischen Deutschland und Österreich und bietet eine großartige Aussicht sowohl aufs Alpenvorland als auch in Richtung Allgäuer Hauptkpamm.   Für den unten beschriebenen Abstieg zur Ifersguntenalpe müssen allerdings möglichst trockenene Verhältnisse herrschen. Denn hierbei wird über einen Klettersteig abgestiegen für den man trittsicher und schwindelfrei sein muss. Sollten die Felsen noch nass sein, dann steigt man sicherheitshalber auf dem beschriebenen Anstiegsweg wieder ins Tal ab.   Gerade jetzt wäre es wieder interessant für die Touren-Community, welche Bedingungen Sie vorgefunden haben. Lassen Sie die Community daran teilhaben und posten Sie eine aktuelle Bedingung - am besten direkt zur Tour. Dauert nicht lange und viele Tourenfreunde freuen sich über die Information!