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Lawinengefahr - Unfallgefahr

Obacht auch in Skigebieten

Pisten sind vor Lawinen gesichert – solange sie für den Skibetrieb geöffnet sind. Doch was ist in der Nacht, bei Schneefällen, Sturm oder bei starker Erwärmung?

Auch in Skigebieten sind Lawinenabgänge möglich

Geschlossene Pisten sind nicht lawinensicher! Speziell nachts, nach Ende des Skitages, aber auch tagsüber können Lawinen in Skigebieten kontrolliert gesprengt werden. Dabei werden mitunter auch grö­ßere Pistenabschnitte verschüttet. Geschlossen sind Pisten auch in der Zeit vor und nach der Skisaison.

 

Bei Touren auf geschlossenen Pisten gilt generell dasselbe wie im alpinen Gelände: Obligatorisch sind eigenverantwortliches Einschätzen sämtlicher alpinen Gefahren, besonders der Lawinengefahr. Ebenso obligatorisch ist es, die vollständige Notfallausrüstung (LVS-Gerät, Sonde, Schaufel) dabei zu haben – und damit auch umgehen zu können.

 

Zu beachten ist, dass Pisten fast immer „oben“ gesperrt werden, Tourengeher aber von unten kommen. Im Zweifel informieren, beispielsweise auf der Skigebiets-Homepage. Wenn Aufstiegsrouten abschnittsweise oder ganz von der Piste weg ins freie alpine Gelände führen, gelten ohehin die Regeln normaler Skitouren. Keine Lawinensicherheit gibt es auch bei spontanen oder geplanten „Ausflügen“, etwa auf einen Aussichtsgipfel oder über die Freeride-Abfahrt ins Nachbartal. 

 

So geht das: Sondieren und Ausgraben von Verschütteten

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Bei der Rettung von Lawinenverschütteten denkt man vor allem an die Suche mit dem LVS-Gerät. Mindestens genau so wichtig ist der zweite Teil der Rettung: das Sondieren des Liegepunktes und das schnelle Ausgraben. Die Zeit läuft gegen uns: Nach 15 Minuten ohne frische Luft sinken die Überlebenschancen von Lawinenverschütteten drastisch. Schaffen wir die Suche mit dem LVS-Gerät in fünf Minuten, bleiben also noch maximal zehn für die nächsten Schritte: mit der Sonde den exakten Liegepunkt feststellen – durch den harten Lawinenschnee zum Verschütteten hingraben – Atemwege freilegen. Schnell, effizient und geordnet müssen deshalb auch diese Aufgaben ablaufen. 

So geht das: Suche mit dem LVS-Gerät

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Trotz allem „Risikomanagement“: Eine Lawinenverschüttung gehört zum Restrisiko bei Bergtouren im Schnee. Nur wer das Suchen, Sondieren und Ausgraben perfekt trainiert hat, hat eine gute Chance, das Leben des Partners zu retten.

Der optimierte Lawinenlagebericht

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Der Lawinenlagebericht ist nach wie vor die grundlegende Informationsquelle zur Lawinengefahr. Er liefert Beurteilungshilfen für Schneesportler aller Disziplinen; vom Neuling bis zur Expertin. Dr. Thomas Feistl vom Lawinenwarndienst Bayern erklärt die neuesten Weiterentwicklungen und den Umgang damit. hr.first-paragraph-separator { display: none !important; } Wie groß ist die Lawinengefahr? Welches Problem ist dafür verantwortlich? Wo sind die besonders gefährlichen Geländebereiche? Und wie sieht es in der Schneedecke aus? Der Lawinenlagebericht liefert mit seinen vielfältigen Informationen das Fundament für die Tourenplanung und zur Entscheidung vor Ort.