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Steinbock oder Ziege? Alpenveilchen oder Edelweiß? Die passende App für jedes Bergerlebnis

Am Berg unterwegs und ein Alpenveilchen gesehen? Ähm… Oder wars doch ein Edelweiß? Damit ihr das Symbol des DAV in Zukunft sicher erkennt, haben wir eine Auswahl an Apps zusammengestellt, die auch die Kolleginnen und Kollegen hier in der Bundesgeschäftsstelle gern nutzen. Damit seid ihr auf der nächsten Tour sicher auf der richtigen Spur, wenn es um die Beobachtung und Bestimmung der heimischen Flora und Fauna geht.

Welches Gewächs war das noch gleich?

Und kann man das essen? Folgende Apps geben Antworten auf diese Fragen und bieten teilweise die Möglichkeit, die Beobachtungen direkt mitzuteilen und so zur Erfassung der Bestände beizutragen.

 

Die kleine Waldfibel ist eine interaktive App des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Die liebevoll dargestellte Waldlandschaft lädt zum Stöbern und Entdecken ein. Der Lebensraum Wald und das Thema Forstwirtschaft werden detailliert erklärt – spannend für Jung und Alt.

  • Berechtigungen: Zugriff auf Fotos/Medien/Dateien, Speicher und Kamera
  • Kosten: gratis

Die App Flora Incognita der TU Ilmenau und des Max-Planck-Instituts für Biogeochemie Jena hilft mit ihrer Datenbank mit über 4.800 heimischen Wildpflanzenarten direkt bei der Pflanzenbestimmung. Einfach in der App Blätter und/oder Blüte fotografieren und schon seid ihr schlauer.

  • Berechtigungen: Zugriff auf Fotos/Medien/Dateien, Standort, Speicher
  • Kosten: gratis

Hilfe aus der Natur? Die App Heilpflanzen / Heilkräuter beschreibt rund 100 ausgesuchte Pflanzen und gibt Infos zum Sammeln und zur Heilwirkung. Dank verschiedener Grundrezepte für Tinkturen, Salben und Tees können die Pflanzen gleich weiterverarbeitet werden.

  • Berechtigungen: keine Berechtigungen nötig
  • Kosten: 3,59 €

Lust auf Pilze? Klar, ein Pilz ist keine Pflanze. Aber gerade hier ist die Frage nach der Essbarkeit häufig besonders interessant. Und besonders wichtig, denn rund 180 Pilzarten sind für den Menschen giftig oder ungenießbar.  Hier gibt die Pilze App mit der Pilzerkennung per Foto erste Hinweise. Aber Achtung: Die App ersetzt im Zweifel nicht das Gutachten eines Profis!

  • Berechtigungen: Zugriff auf Fotos/Medien/Dateien, Standort, Speicher, Kamera
  • Kosten: gratis
 

Tierspuren erkennen und zuordnen

Die Tierwelt in den Alpen und drumherum ist vielfältig. Daher ist es gar nicht so einfach, Spuren oder Fährten einem bestimmten Tier zuzuordnen. Folgende Apps schaffen Abhilfe – egal, ob ihr eine Tierspur entdeckt, einen Laut hört oder sogar das ganze Tier vor euch habt und nur nicht auf den Namen kommt.

 

Die Vogelwelt des NABU bietet mit rund tausend freigestellten Fotos die Möglichkeit, über 300 heimische Vogelarten zu erkennen und gleichzeitig zu melden. Bei der Identifikation helfen Filter wie Größe, Habitat, Schnabel oder Farbe. Detaillierte Porträts geben spannende Infos zu den Piepmätzen. Funktionen wie Vogelstimmen und Videos können zur kostenlosen Basisversion hinzugekauft werden.

  • Berechtigungen: Fotos/Medien/Dateien, Standort, Speicher, Kamera, WLAN-Infos
  • Kosten: Basisversion gratis, Erweiterungen 2,99€ – 4,99€

Auf der Spur von Bruno? Ob ihr wirklich einer Bärenfährte folgt, sagt euch die App Wilde Tiere und Spuren. Hier lernt ihr Spuren- und Fährtenlesen anhand von Fußtyp, Fußabdruck, Losung, Stimme, Aussehen und vielem mehr und könnt so über 74 geläufige Säugetierarten Mitteleuropas identifizieren.

  • Berechtigungen: Zugriff auf Geräte und Appverlauf, Standort, Fotos/Medien/Dateien, Speicher, Kamera, WLAN-Infos
  • Kosten: 5,99€

Ihr seid ausschließlich an der Bergwelt interessiert? Dann seid ihr mit der App Tierwelt des Alpenraums bestens ausgestattet. Sie gibt Auskunft zu allen Säugetieren, Reptilien und Amphibien der Alpen, teilweise auch mit Tierstimmen und Video. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, eigene Beobachtungen zu den Tieren hinzuzufügen.

  • Berechtigungen: Zugriff auf Standort, Fotos/Medien/Dateien, Speicher, Kamera, WLAN-Infos
  • Kosten: gratis
 

Raus in die Natur und Forschungsprojekte unterstützen

Wenn ihr mit euren Beobachtungen und Entdeckungen auch noch einen Teil zur Forschung beitragen wollt, gibt es hier ein paar Apps basierend auf dem Citizen Science Prinzip. Das heißt, ihr könnt Sichtungen direkt melden und so dazu beitragen, Bestandsentwicklungen für einzelne Arten und Ökosysteme zu monitoren. Diese Art der Forschung ist auch ein Beitrag zum Naturschutz, da die Ergebnisse in konkrete Schutz- und Pflegemaßnahmen überführt werden, die durch die jeweiligen Behörden (Schutzgebietsverwaltungen, Naturschutzbehörden, Landespflegeverbände) auf der Fläche angewendet werden.

 

Mit der Naturgucker App lassen sich Beobachtungen direkt professionell erfassen und in die Datenbank übertragen. Dies funktioniert auch offline. Gelistet sind über 60.000 Arten, von Pilzen über Insekten bis hin zu Säugetieren. Partner der App ist der NABU.

  • Berechtigungen: Zugriff auf Standort, Fotos/Medien/Dateien, Speicher, Kamera, WLAN-Infos
  • Kosten: gratis

Eine weitere App des NABU ist die Insektenwelt. Hier können die häufigsten heimischen Insekten unter anderem per fotografischer Erkennungsfunktion bestimmt, kartiert und gemeldet werden. Ein Must-Have für alle, denen unsere vielfältige Natur am Herzen liegt.

  • Berechtigungen: Zugriff auf Standort, Fotos/Medien/Dateien, Speicher, Kamera, WLAN-Infos
  • Kosten: gratis

Nicht zuletzt gibt es für alle Eichhörnchen-Fans eine App vom Bund Naturschutz in Bayern e.V., die die Beobachtungen der Bevölkerung als Grundlage für den Schutz der kleinen Nager nimmt. Je mehr wir über Eichhörnchen wissen, desto besser können wir nämlich ihren Lebensraum schützen. Zusätzlich gibt die App spannende Einblicke in den Hörnchen-Alltag.

  • Berechtigungen: Zugriff auf Fotos/Medien/Dateien, Speicher, Standort
  • Kosten: gratis
 

Dawn Chorus

Vogelkonzert-Hörer:innen gesucht

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Die Pandemie hat den Menschen still werden lassen. In dieser neuen Ruhe sind – nicht nur in der Stadt – Vögel plötzlich besser zu hören. Es ist der Moment zu lauschen. Und die Morgenkonzerte aufzunehmen. Dawn Chorus, ein Wissenschaftsprojekt zum Mitmachen, lädt dazu ein:

Geschützte Alpenpflanzen

Alpenrose, Edelweiß, Enzian & Co.

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In den Alpen leben (neben schätzungsweise 30.000 Tierarten auch) 2.500 verschiedene Pflanzenarten, oft in unwirtlichsten Umgebungen. – Die Gebirgsregion ist damit eines der besonders wichtigsten Reservoirs, wenn es um biologische Vielfalt in Europa geht.

Tiere der Alpen

Murmeltier, Gämse, Bartgeier & Co. - Ein Kurzführer

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Etwa 30.000 Arten sind in den Alpen beheimatet, davon mehr als 80 Säugetierarten. Mit Gipfeln, die mehr als 4.000 Meter in die Höhe ragen und einer Fläche von etwa 200.000 Quadratkilometern sind die Alpen das wichtigste mitteleuropäische Gebirge. 1.300 Kilometer spannt sich der Alpenbogen von Österreich nach Frankreich. Diese große Ausdehnung sowie die verschiedenen Höhenstufen und Mikroklimata bieten Lebensräume für unterschiedlichste Tiere.