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18.04.2018
Köln

Neue Stolpersteine in Köln

Erinnerung an ehemalige jüdische Alpenvereinsmitglieder

Am Mittwoch, 18. April 2018, verlegt der Künstler Gunter Demnig auf Wunsch der Alpenvereinssektion Rheinland-Köln an zwei Stellen im Kölner Stadtgebiet Stolpersteine für ehemalige jüdische Mitglieder.

Im Maarweg 27 in Köln-Braunsfeld finden die Stolpersteine für die Familie von Dr. Robert R. Gidion ihren Platz. Danach wird der Künstler in der Innenstadt, Am Neumarkt 41, die Stolpersteine in Gedenken an das Ehepaar Marum verlegen.

 

Herausgehalten und gleichgeschaltet

Mit dieser Aktion nimmt sich die Sektion Rheinland-Köln erneut des Themas Antisemitismus an: 2016 hatte sich die Sektion intensiv mit der Judenfeindlichkeit in der eigenen Vereinsgeschichte auseinandergesetzt:

 

Hatten jüdische Mitglieder seit der Vereinsgründung 1876 wichtige Funktionen innen, waren geachtet und im Vereinsleben aktiv, so änderte sich das ab den 1930er Jahren allmählich. „Der Verein ist mitgeschwommen, hat sich herausgehalten und gleichschalten lassen“, resümierte 2016 die Sektion.

 

Gedenken und Ehre

Resultierend aus der umfangreichen Aufarbeitung hat die Sektion im gleichen Jahr auch die Erklärung „Für Offenheit, Vielfalt und Toleranz“ veröffentlicht.

 

2017 folgte die erste Stolpersteinverlegung der Sektion in Köln – für Dr. Moritz Bing und seine Familie. Moritz Bing wurde als letztes Mitglied jüdischen Glaubens durch den sogenannten Arierparagraphen aus dem Verein gedrängt.

 

Weitere Info

Wer Interesse hat, beim Verlegen der Stolpersteine am 18. April dabei zu sein, ist herzlich eingeladen. Die Zeiten finden Sie unter www.dav-koeln.de.

 

Weitere Informationen zu genauen Uhrzeiten sowie zu allen Aktionen und Veröffentlichungen rund um das antisemitische Geschichtskapitel der Sektion Rheinland-Köln auf deren Website; der Forschungsstand ist zusammengefasst im E-Paper „Ausarbeitung zum Antisemitismus“.