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Nachhaltig shoppen - Hilfe für den Einkauf

Einige der wichtigsten Textil-Labels, die Orientierung geben sollen für den Einkauf von Bergbekleidung unter Nachhaltigkeits-Aspekten, beschreibt Gaby Funk hier genauer. Den Text "Guter Stoff? Nachhaltigkeit: Textilien aus Natur- und Kunstfasern" finden Sie im aktuellen DAV Panorama


Bluesign Standard

Das Schweizer Unternehmen bietet das derzeit strengste Ökosiegel der Branche. Viele Outdoorfirmen arbeiten mit Bluesign, darunter Vaude, Patagonia, Mammut, The North Face, Haglöfs, Deuter, Gore-Tex und andere.
Bluesign Technologies sorgt durch Analyse aller Rohmaterialien und chemischen Zutaten dafür, dass bei Herstellung und Veredelung von Natur- und Synthetikfasern keine umwelt-oder gesundheitsschädlichen Chemikalien in die Produktionskette gelangen. Dabei orientieren sich die Schweizer an den härtesten internationalen Umweltstandards und Grenzwerten und stützen sich auf umfangreiche Risikoanalysen. Logo-Bluesign-web Außerdem überprüft und optimiert Bluesign zusammen mit dem Mitglied (Firma) die Firmenstandorte hinsichtlich des Ressourcenverbrauchs.
Qualitätssiegel für den Endverbraucher:
Das Label Bluesign approved fabric bedeutet, dass mindestens 90% der textilen Flächen bluesign-zertifiziert sein müssen. Die restlichen 10%, (z.B. Reissverschlüsse, Kordeln etc.) dürfen keinen direkten Hautkontakt haben und müssen die Kriterien und Grenzwerte der bluesign „Restricted Substance List“ einhalten.
Beim Label Bluesign Product müssen mindestens 95% der textilen Fläche bluesign-zertifiziert sein, und mindestens 30% aller weiteren Komponenten (z.B. Reißverschlüsse,Knöpfe, Stickereien etc.). Alle übrigen Produkt-Bestandteile dürfen keinen direkten Hautkontakt haben und müssen die Kriterien und Grenzwerte der bluesign „Restricted Substance List“ einhalten.
www.bluesign.com

Öko-Tex Standard

Sehr wichtiges unabhängiges Zertifizierungssystem für Textilprodukte aller Art (roh, ungefärbt oder veredelt), die frei von gesundheitsschädigenden Substanzen sind. Logo-Oekotex-web Neben dem Label „Textiles Vertrauen“ des produktbezogenen Öko-Tex-Standards 100 gibt es die Zertifizierung von umweltfreundlichen Betriebsstätten nach Öko-Tex-Standard 1000 sowie das Produktlabel Öko-Tex-Standard 100plus für schadstoffgeprüfte Produkte aus umweltfreundlicher Produktion. Voraussetzung bei Öko-Tex Standard 100 „Textiles Vertrauen“ ist, dass alle Bestandteile (auch Reißverschlüsse, Knöpfe, Beschichtungen etc.) die geforderten Prüfkriterien erfüllen. Untersucht wird dabei – im Gegensatz zu Bluesign – das Endprodukt. Odlo, Yeti und andere Firmen nutzen dieses Gütesiegel.
www.oekotex.com

GOTS, Global Organic Textile Standard

International anerkanntes Label. Es garantiert, dass die Naturtextilien gemäß den strengen Kriterien der biologischen Landwirtschaft hergestellt wurden. Ist oft bei Biobaumwoll-Produkten zu sehen. Ein Produkt muss aus mindestens 90% Naturfasern und maximal 10% synthetischen Fasern oder Viskose bestehen, für Sportbekleidung dürfen bis zu 25% synthetische Fasern eingesetzt werden. Unabhängig davon müssen mindestens 70% der Pflanzen- oder Tierfasern von Pflanzen oder Tieren aus kontrollierter biologischer Landwirtschaft stammen. Logo-GOTS-web Ökologische und soziale Auflagen garantieren geringstmögliche Schadstoffbelastung im Endprodukt und Einhaltung der sozialen Mindeststandards. GOTS wurde entwickelt vom IVN (Internationaler Verband der Naturtextilwirtschaft) zusammen mit der britischen Soil Association, der Organic Trade Organisation (OTA) aus den USA und der japanischen Organic Cotton Association (IOCA).
www.global-standard.org


Better Cotton Initiative (BCI)

Wurde 2005 mit dem Ziel gegründet, die Baumwollproduktion nachhaltiger zu machen und damit die schädigenden Auswirkungen auf Mensch und Umwelt zu reduzieren. Logo-BCI-web Mitglieder sind Vertreter diverser Interessengruppen entlang der Baumwoll-Wertschöpfungskette: vom Bauern bis zu global tätigen Modeketten und Nichtregierungsorganisationen (NGOs) wie dem Gründungsmitglied WWF. Anbieter: H&M, C&A, Ikea, Migros. Setzt sich dafür ein, dass bis 2020 über 25% der gehandelten Baumwolle nach den BCI-Standards produziert wird. Bis 2015 sollen es eine Million Tonnen sein. Dies entspricht 4% der heutigen Weltproduktion.
www.bettercotton.org

Cotton made in Africa

Logo-cotton-africa-web „Cotton made in Africa“ ist eine Stiftung des Otto-Konzerns zur Hilfe-zur-Selbsthilfe für kleine afrikanische Baumwollbauern. Sie verbessert die Lebensbedingungen der Bauern und trägt durch die Förderung nachhaltiger Anbaumethoden zum Umweltschutz bei. Verpflichtung: Bis Sommer 2012 darf im Rahmen der Initiative keine gentechnisch veränderte Baumwolle angebaut werden. Otto-Versand, Puma, Rewe, Tchibo.
www.cotton-made-in-africa.com



Die wichtigsten sozialen Labels


Fair Wear Foundation

Logo-fair-wear-web Die Fair Wear Foundation ist eine Kontroll-Initiative, die gemeinsam mit ihren Mitgliedsunternehmen an der Umsetzung von sozialen Standards in den Fabriken vor Ort und in Billiglohnländern arbeitet. Damit trägt die Fair Wear Foundation wesentlich zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen bei. Odlo und Mammut gehörten zu den ersten Outdoor-Firmen Europas, die beitraten, inzwischen gehören der FWF viele Unternehmen an.www.fairwear.org


Made by

Logo-made-by-web Europäische Non-Profit-Organisation, die sich für die Verbesserung der sozialen Bedingungen und den Umweltschutz in der Textilindustrie einsetzt. Gegründet 2004. www.made-by.org


Fair Labor Organisation (www.fairlabor.org)
Ethical Trading Initiative (www.ethicaltrade.org)

Auf die sozialen Labels wird ein gesonderter Beitrag in einer der nächsten Ausgaben von DAV Panorama differenziert eingehen.