Logo-DAV-116x55px

Der Württemberger Weinradweg in fünf Tagen: So funktioniert´s

10.07.2016, 16:27 Uhr

Württemberger trinken, Rad fahren, Landschaft und Natur genießen: Der Württemberger Radweg vereint diese Leidenschaften...


Etwas Ausdauer ist erforderlich, aber lassen Sie sich bei der Planung nicht vom Höhenprofil der Route durcheinander bringen. Die Steigungen sind so genannte Scheinsteigungen (wie der Scheinriese bei Jim Knopf). Sie verlieren mit fortschreitender Form und Jahreszeit ganz enorm an Steilheit. Ansonsten folgt der Württemberger Weinradweg über weite Strecken dem Lauf von Flüssen und ist vielfach flach – oder es sind flache Varianten möglich.

 

Tourist-Info: Alle Informationen über Radwege und Radtouren im nördlichen Baden-Württemberg, alle am Projekt beteiligten Partner, interaktive Karte und Höhenprofil(e), Zimmer und Einkehrmöglichkeiten: radsüden.de

 

Übernachtung: Vom Privatzimmer bis zum Sterne-Hotel entlang der Strecke jede Menge Möglichkeiten.

 

Beste Jahreszeit: Wenn die Besenwirtschaften offen sind (später Sommer/früher Herbst).

 

Anreise: Umweltfreundlich mit der Deutschen Bahn AG nach Rottenburg am Neckar. Am Ende der Tour: Niederstetten. Info: www.bahn.de

 

Etappen des Württemberger Weinradwegs

  1. Rottenburg am Neckar – Nürtingen (85 km). Wer zu Beginn die flachen Varianten (Hohenzollern-Radweg; Neckartal-Radweg) fährt, schafft es leicht bis Plochingen.
  2. Nürtingen – Waiblingen/Fellbach (65 km). Verführerische Strecke zwischen Neckar und Rems. Genießer planen hier möglicherweise einen Extra-Tag ein und lassen es sich mit Riesling, Württemberger, Herrgottsbscheißerle (schwäbische Maultaschen) und anderen Spezialitäten gut gehen.
  3. Waiblingen – Heilbronn (80 km). Lange, flache Strecke. Überwiegend am Neckar entlang bis in die Käthchenstadt.
  4. Heilbronn – Ingelfingen (70 km). An Weinsberg vorbei (Radweg Schwäbische Weinstraße – 4-Täler-Tour) in wechselndem Auf- und Ab über Abschnitte des Limes- und des Kocher-Jagst-Radweges.
  5. Ingelfingen – Niederstetten (65 km). Abschließende Bergwertung über die Hügel des Hohenloher Landes.
 

Sehenswürdigkeiten: Tübingen Altstadt; Burgruine Hohenneuffen (743 m), Hundertwasserhaus in Plochingen; Grabkapelle in Rotenberg; Radiomuseum in Remseck; Klettergebiet Hessigheimer Felsengärten; Weinsberg, Burgruine Weibertreu (252 m); Schloss und Schlosspark in Weikersheim.

 

Insider-Tipp: Wer ein andermal mehr in Württemberg er-fahren möchte, zweigt bei Plochingen ab und folgt dem Fluss Fils komplett ausgeschildert bis zu seinem Ursprung, oder der neuen, oft parallel verlaufenden „Route der Industriekultur“. Dieser Themen-Radweg erzählt über den wirtschaftlichen Auf- und Abstieg der Region. Info: industriekultur-filstal.de

 

Extratipps für Weinliebhaber

Folgende Winzergenossenschaften sind höchstens hundert oder 200 Meter vom Radweg entfernt (von Süden nach Norden): Weingärtnergenossenschaft Hohenneuffen-Teck, Fellbacher Weingärtner, Collegium Wirtemberg, Felsengartenkellerei Hessigheim, Lauffener Weingärtner, Weingärtner Markelsheim.

 

Nah am Weg liegt auch der „Burglicktreff“ der Esslinger Weingärtner (geöffnet nur Sa, 11-16 Uhr): Vom Innenhof in der Esslinger Altstadt hat man einen Prachtblick auf die Burg, darunter liegt ein historischer Gewölbekeller.

 

Für weitere kleine Abstecher „direkt zur Materie selbst“ bieten sich an:

  • die Genossenschaftskellerei Heilbronn mit ihren erst im letzten Jahr renovierten Verkaufsräumen,
  • die Felsengartenkellerei in Besigheim (das Städtchen ist für sich schon ein Genuss),
  • der frisch im Stile eines Klosters renovierte Weinkonvent Dürrenzimmern (etwas abseits der Strecke, aber nicht unerreichbar),
  • die Weingärtnergenossenschaft Hohenneuffen direkt am Fuße des Hohenneuffen,
  • und die Weinmanufaktur Untertürkheim mit ihrem herrlichen Keller.