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Bergbericht – So wird’s am Wochenende

16. bis 18. November 2018

15.11.2018, 14:37 Uhr

Auch die kommenden Tage versprechen sonnige Tourenverhältnisse. Da die zurückliegende Föhnlage wohl aber von einem kühlen Ostwind abgelöst wird, muss man sich der Jahreszeit entsprechend warm anziehen.

Tourenverhältnisse

In den Bayerischen Voralpen, aber auch in den Nördlich Kalkalpen liegt nach wie vor vergleichsweise wenig Schnee für Mitte November. So waren vergangenes Wochenende beispielsweise die Westgrate sowohl zur Speckkarspitze, als auch zum Großen Bettelwurf (beide Karwendel) so gut wie schneefrei, was bei einer Höhe von 2726 m bei Letztgenannten schon erstaunlich ist. Zudem sind so gut wie alle Bergwege trocken, was auch nicht gerade typisch für den Spätherbst ist.
Südch des Inntals präsentieren sich hingegen die Tuxer Alpen oberhalb von etwa 2400 m komplett weiß. Und die Schneeauflage wird immer höher je näher man dem Alpenhauptkamm kommt.
Das gilt vor allem für die Schweiz, wo laut SLF „bei günstigen Lawinenverhältnissen“ … „vor allem am Alpenhauptkamm vom Saastal bis ins Berninagebiet und südlich davon oberhalb von rund 2200 m genügend Schnee für Schneesport abseits der geöffneten Pisten“ liegt. So ist das Rheinwaldhorn ab einer Höhe von ca. 1800 m bereits durchgend per Ski möglich. Aber auch vom Oberhalbpass werden brauchbare Tourenverhältnisse gepostet.

 

Wochenendwetter

Der Freitag präsentiert sich in den Ostalpen am und nördlich des Hauptkammes sonnig mit bester Fernsicht. Auf der Alpensüdseite ist bis 2500 Meter hingegen mit schlechter Sicht zu rechnen, es hält sich Hochnebel. Von Osten her können sich tiefliegende Wolken stauen, welche vor allem in den östlichen Gebirgsgruppen viele Gipfel in Nebel hüllen dürften. Mit mäßigem bis lebhaften Nordostwind kühlt es tagsüber ab.
Am Wochenende dominiert eine kalte Ostströmung. Am Samstag ist es im Hochgebirge sowie an der gesamten Alpennordseite sonnig. Südlich des Hauptkammes lösen sich Wolkenreste und Hochnebelfelder im Laufe des Vormittags voraussichtlich mehr und mehr auf. Der Nachmittag verläuft im gesamten Bergland sonnig. Der Sonntag wird überall sonnig aber kalt, denn mit teils kräftigem Ostwind gelangt weiter kalte Luft zu den Ostalpen.
In den Westalpen sind die Wetterverhältnisse vergleichbar.

 

Fazit

In den Nordalpen findet man am kommenden Wochenenden nach wie vor ein weites Betätigungsfeld für - möglichst südseitige - Bergtouren. Da die Dämmerung bereits früh einsetzt, sollte man sich keine allzu langen Touren vornehmen. Wir empfehlen daher als Tour der Woche den etwa zweieinhalbstündigen Aufstieg von Sachrang auf den Spitzstein in den Chiemgauer Alpen.
Der beste Tag dürfte hierfür der Samstag sein, da es im Verlauf des Wochenendes immer kälter wird.
Und wer die Skitourensaison gar nicht mehr abwarten kann, könnte für ein verlängertes Wochenende beispielsweise ins Oberengadin fahren, wo Tourenziele rund um den Berninapass bereits möglich sind.

 

Tour der Woche: Spitzstein

Tour zum 16. bis 18. November 2018

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Da auch für das kommende Wochenende schönes Bergwetter zu erwarten ist, aber ein kalter Ostwind wehen dürfte (siehe Bergbericht), sind in den kommenden Tagen eher kurze und vor allem südseitige Bergtouren zu empfehlen. Eine sonnige Unternehmung führt im Westen der Chiemgauer Alpen von Sachrang aus über Mitterleiten und das Spitzsteinhaus auf den besonders aussichtsreichen Spitzstein.   Das Spitzsteinhaus macht (wie die meisten Hütten am Alpenrand) derzeit Betriebsurlaub, was den Vorteil hat, dass weniger Bergsteiger zu diesem sonst sehr beliebten Gipfel unterwegs sein dürften. Allerdings muss man seine Verpflegung dann natürlich selbst mitnehmen, wobei eine heißer Tee in der Thermoskanne bestimmt keine schlechte Idee ist. Außerdem sollte man auf ausreichend warme Kleidung und bei der Zeitplanung auf die derzeit kurze Tageslänge achten.   Wem die Tour zu kurz ist, der kann übrigens den gesamten Gebirgszug westlich des Prientals von Hohenaschau aus über Hofalm, Klausenberg und Brendelberg zum Spitzstein überschreiten, muss aber sehr zeitig starten, da diese Tour ohne Pausen um die sechs Stunden dauert.   Gerade jetzt wäre es wieder interessant für die Touren-Community, welche Bedingungen Sie vorgefunden haben. Lassen Sie die Community daran teilhaben und posten Sie eine aktuelle Bedingung - am besten direkt zur Tour. Dauert nicht lange und viele Tourenfreunde freuen sich über die Information!