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DAV-Preis für "The Pathan Project"

17. Internationales Bergfilmfestival Tegernsee

21.10.2019, 10:51 Uhr

„Es war ein ereignisreiches Festival mit starken Akzenten“ – so lautet die Bilanz der Veranstalter des Bergfilmfestival Tegernsee. Den DAV-Preis erhielt in 2019 der Film „The Pathan Project“.

Das Programmheft des diesjährigen Internationalen Bergfilmfestival in Tegernsee war wieder einmal prall gefüllt: 79 Filme aus 30 Ländern wurden zwischen dem 16. und 20. Oktober 2019 gezeigt.

Was macht einen hervorragenden Bergfilm aus? Besonders interessant wird es, wenn ein Filmemacher es schafft, „auch im Erfolg das Drama zu erkennen“, erklärt die fünfköpfige, internationale Jury.

 

Dramatik, Humor und Musik

Gelungen ist dies zum Beispiel in dem Film „The Pathan Project“ der mit dem DAV-Preis in der Kategorie „Erlebnisraum Berg“ gekürt wurde. In dem Film von Guillaume Broust erkunden Nicolas Favresse, Jean-Louis Wertz, Mathieu Maynadier and Carlitos Molina eine abgelegene Bergregion Pakistans. Der Film ist voller Überraschungen und trotz Unfällen und Rückschlägen voller Humor – und Musik: Der Belgier Nicolas Favresse hat stets seine Ukulele im Gepäck, egal wo die Reise hingeht. Auf der einen Seite dokumentiert der Film herausragende Leistungen am Fels. Dabei verliert er aber andererseits nie einen augenzwinkernden, selbstironischen Blick. „Ebenso überzeugend fanden wir die witzige Erzählweise mit fiktionalen Rückblenden und Parodien auf berühmte Filme“, so die Jury.

 

Nachwuchspreis für "Höhenmeter"

Den Großen Preis der Stadt Tegernsee erhält der Film „Magie der Berge“ (original: „This Mountain Life“). Er erzählt die Geschichte von Martina und ihrer 60-jährigen Mutter, die zu einer 6-monatigen Skitour aufbrechen: Von Squamish bis nach Alaska, 2300 Kilometer durch Wälder, Eis und Schnee. Die Auszeichung habe sich der Filmemacher Grant Baldwin (Kanada) vor allem verdient, „weil es ihm gelingt, den Fokus zu erweitern und der Frage nachzugehen, was Menschen in der Bergwelt suchen und was sie - zumindest teilweise – dort auch finden“, heißt es in der Begründung der Jury.

Zu den weiteren preisgekrönten Filmen gehört der 4-minütige Clip „Iceberg Nations“ von Fernando Martín Borlán (Spanien) und der Film „Spirit“ von Jane Dyson und Ross Harrison (Australien). Den diesjährigen Nachwuchspreis erhielt „Höhenmeter“ von Dominik und Julian Weigand (Deutschland), in dem zwei Rosenheimer Studenten mit großer Hingabe alte Berghütten retten.