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Schritt 2: Tourenplanung

Sicher Bergwandern

Damit eine Bergwanderung ein rundum positives Erlebnis wird, lohnt es sich, clever zu planen. Dabei helfen die DAV-Bergwandercard und diese Systematik in 3 Schritten.

A) Zeitplan

Tourenplanung ist keine Hexerei, aber ein Handwerk, das gelernt sein will. Der wesentliche Punkt dabei ist der Zeitplan. Sind die Höhenmeter und Streckenkilometer in Auf- und Abstieg bekannt, lässt sich die ungefähre Gehzeit ermitteln. Dabei hilft der DAV-Gehzeitrechner

 

Sie können Ihren Zeitbedarf auch selber überschlagen:

  1. berechnen Sie den Zeitbedarf für den Höhenunterschied: pro Stunde 300 HM im Aufstieg, 500 HM im Abstieg, oder jeweils Ihre persönliche Durchschnittsleistung (Erfahrungswert)
  2. berechnen Sie den Zeitbedarf für die Gehstrecke: pro Stunde 4 km oder Ihre persönliche Durchschnittsleistung (Erfahrungswert)
  3. halbieren Sie den kleineren Wert und addieren Sie ihn zum größeren. Das ist Ihr ungefährer Zeitbedarf für Auf- bzw. Abstieg ohne Pausen.

 

Wichtig ist, sich im Klaren zu sein, wie viele Meter pro Stunde man wirklich schafft – auch als Gruppe. Denn Zeitangaben in der Literatur gehen oft vom Standard aus oder sind gar individuell verfälscht. Der Check mit den persönlichen Voraussetzungen hilft, Fallen zu vermeiden.

Auf die ermittelte reine Gehzeit addiert man Pausenzeiten: etwa alle zwei Stunden 15 Minuten, am Gipfel eine halbe Stunde. Stopps unterwegs (etwa zum Anlegen von Klettersteigausrüstung) fallen schnell zusätzlich ins Gewicht; bei größeren Gruppen können sie jeden Zeitplan sprengen.

 

Der nächste Schritt ist das Timing. Wie der Zeitplan in die verfügbare Tageszeit zu integrieren ist, wird vor allem an kurzen Herbst- oder gar Wintertagen wichtig; ausreichend Reservezeit vor der Dämmerung muss gegeben sein. Manchmal begrenzen auch die erste und/oder letzte Seilbahnfahrt das nutzbare Zeitfenster. Und wenn man sich auf eine sehr beliebte Tour macht, die irgendwo eine Engstelle hat, womöglich mit Gegenverkehr, sollte man auch mit Wartezeiten rechnen…

 

B) Flexibel planen

Eine verbissene Fixierung aufs Ziel ist der sicherste Weg zu Scherereien am Berg. Könner planen mit Alternativen und haben mehr als einen Plan B in der Tasche. Dazu eruieren sie schon in der Planung die „Knackpunkte“ der Tour: besonders schwierige oder heikle Stellen; Passagen, die bei den aktuellen Verhältnissen unangenehm werden könnten; „Points of no return“, über die man nur ungern wieder hinunter möchte.

 

Vor diesen Stellen werden dann Checkpunkte eingeplant, an denen man sich etwas Zeit nimmt, die Situation genau anzuschauen und zu entscheiden, ob man sich darauf einlassen darf und möchte.

 

Falls die Entscheidung zugunsten der sichereren Umkehr fällt, wäre es schön, ein Ausweichziel parat zu haben, das aus dem Unternehmen noch einen schönen Tag am Berg macht: eine leichtere Variante, einen niedrigeren Gipfel, eine Hütteneinkehr – oder ein Highlight im Tal (Museum, Schwimmbad). Für die „Plan B“-Optionen muss natürlich auch vorab ein Zeitplan samt Knackpunkten gemacht sein.

 

C) Ausrüstung

Ein Rucksack ist nicht dann gut gepackt, wenn einem nichts mehr einfällt, das man vergessen haben könnte – sondern wenn man nichts daraus zurücklassen könnte. Nach der Tour zeigt sich, dass der Rucksack gut gepackt war, wenn man jedes Teil (bis auf die Notfallausrüstung) einmal gebraucht hat. Denn alles, was man mitnimmt, hat sein Gewicht und belastet im Aufstieg die Muskeln, im Abstieg die Gelenke.

Bis man diese Meisterschaft im Packen erreicht, muss man einiges an Erfahrung sammeln. Anhaltspunkte, was auf eine Bergtour mitmuss, und viele weitere Tipps zur guten Tourenplanung, finden sich in der DAV-Broschüre: Erlebnis Bergwandern

 

 

 

Schritt 1: Tourenauswahl

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Schritt 3: Auf Tour

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Schwierigkeitsgrade von Bergwegen

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Talwege (nicht in der DAV-Klassifikation, gelb markiert, T1): Talnahe, breite, einfach zu begehende Wege ohne Absturzgefahr. Meist nicht vom Alpenverein gepflegt und beschildert. Einfache Bergwege (blau, T2) sind überwiegend schmal, können steil angelegt sein und weisen keine absturzgefährlichen Passagen auf Mittelschwere Bergwege (rot, T3) sind überwiegend schmal, oft steil angelegt und können absturzgefährliche Passagen aufweisen. Es können zudem kurze versicherte Gehpassagen (z.B. Drahtseil) vorkommen. Schwere Bergwege (schwarz, T4 – T6) sind schmal, oft steil angelegt und absturzgefährlich. Es kommen gehäuft versicherte Gehpassagen und/oder einfache Kletterstellen vor, die den Gebrauch der Hände erfordern. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind unbedingt erforderlich.