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Wiesmeier/ König: BERG ... Die Alpen in 16 Begriffen

Bildband

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Uli Wiesmeier beeindruckt in seinem Bildband BERG… mit unverstellten und ungefilterten Aufnahmen der Bergwelt und ihrer Menschen. Für diese fotografische Inszenierung suchte er nach 16 Begriffen mit der Vorsilbe BERG, wie BERGbahn, BERGhütte, BERGführer oder BERGblick. Während die Interpretationen von BERGbauer, BERGretter oder BERGsteiger Bewunderung und Respekt vor deren Leistung ausdrücken, ist in den Bildern zu BERGsport, BERGsee, BERGstraße oder BERGtourismus sein Ärgernis über das Eingreifen der Menschen in unberührte Lebensräume zu erkennen. Die alpine Kultur droht immer öfters dem Ungleichgewicht von Heimatbewusstsein und Vermarktung zum Opfer zu fallen, beispielsweise durch die absurden Installationen aus Stahl, Kunststoff und Beton für Aussichtsplattformen oder Skigebiete. Wiesmeier fordert uns demnach auf unsere visuelle Wahrnehmung zu schärfen, um in seinen Bergaufnahmen auch die Veränderungen von Menschenhand zu finden. 

Literatur-Tipps für Bergfreunde

DAV-Bücherberg

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Führer, Bildbände, Bergkrimis und mehr: Der DAV-Bücherberg bietet Rezensionen zu spannenden Neuerscheinungen im Genre der Bergliteratur. Nein, das Bergbuch ist nicht tot, trotz Internet und Smartphone-Apps. Ununterbrochen befriedigen Verlage und Autoren den Hunger einer wachsenden Bergsportgemeinde nach gedrucktem Lesespaß und Information. Und der ewige Strom der Neuerscheinungen führt auch einiges an bemerkenswertem Treibgut mit sich: tiefschürfende Porträts und Biographien; nachdenkliche Lesebücher; ergreifende Bildbände; exakt recherchierte Führer zu außergewöhnlichen Zielen und Aktivitäten. 

Urs Neu: Do-it-yourself Wettervorhersage

Know-How

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Ein etwas anderes Wetter-Lehrbuch: Nicht Wolken, Fronten und Phänomene werden erklärt. Statt dessen geht es hier darum, wie man aus verschiedenen Vorhersagekarten im Internet seine eigene Wettervorhersage bauen kann. Anregend für Anfänger wie Kenner. Das Wetter ist ein beliebtes Gesprächsthema; unter Bergsteigern ganz besonders, die ja intensiv davon abhängen. Aber die Erd-Atmosphäre, in der das Wetter entsteht, ist ein chaotisches System – Symbol dafür ist der „Schmetterlingseffekt“: kleinste Veränderungen in den Ausgangsdaten der Modellrechnungen, nur so groß wie der Flügelschlag eines Schmetterlings, können große Wirkungen haben, etwa einen Wirbelsturm auf der anderen Seite der Erde. Dennoch sind die Wettervorhersagen in letzten Jahren zunehmend genauer geworden, dank besserer Messnetze, Modelle und Computer-Rechenleistung. Sie bieten, zumindest für einige Tage im Voraus, eine verlässliche Grundlage für die Tourenplanung. Jede Menge detaillierte und unterschiedliche Karten sind auch für Privatpersonen kostenlos im Internet verfügbar – aber welche davon soll man verwenden, worauf soll man achten? 

Wolfgang Linke: Orientierung mit Karte, Kompass, GPS

Know-How

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Seit 35 Jahren gibt es das deutschsprachige Standardwerk des Orientierens. Die 17. Auflage verbindet moderne digitale Technologien und klassisches Handwerk für selbständige Wegfinder in allen Gegenden der Welt. Orientierung mit Karte und Kompass – braucht’s das überhaupt noch in Zeiten von GPS? Allerdings, wenn man das Credo des Autos hört: Wer GPS als Gruppenverantwortlicher nicht nutzt, vernachlässigt die Sorgfaltspflicht. Aber wer sich nur darauf verlässt, wird unmündig und gefährdet sich. Denn Akkus können sich leeren – und wer nicht nur auf Massen-Trampelpfaden unterwegs sein will, sollte schon wissen, wo der Berg steht. Und ob es links oder rechts nach Westen geht. Wo steh ich? Was seh ich? Wohin geh ich? Das sind für den Autor die Grundfragen der Orientierung – die ihrerseits „Mittel zum Zweck“ ist; „das Ziel ist Sicherheit und Unabhängigkeit in unbekanntem Gelände.“ Für Einsteiger erklärt er das Basiswissen dazu solide, klar und verständlich, vom Aufbau der Karte über die Bedienung des Kompass bis zur Peilung und dem Gehen im Gelände. Er liefert viele wertvolle Praxistipps und überraschende Hintergründe, etwa, dass die Nadel eines „europäischen“ Kompass auf der Südhalbkugel verklemmen kann. 

Bernd Bachfischer: Athletiktraining fürs Klettern und Bouldern

Know-How

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Allmählich spricht es sich herum: Wer fürs Klettern trainieren will, sollte nicht nur Finger und Bizeps quälen, sondern den ganzen Körper fit machen – sonst wird’s schnell ungesund. Der Trainings- und Präventionsexperte Bernd Bachfischer stellt eine Menge interessanter Übungen vor. „Training zielt auf Gesundherhaltung und Leistungsverbesserung.“ In dieser Reihenfolge. Diesen sympathischen Ansatz verfolgt der Autor, der lange in einer Sportreha gearbeitet hat. Ausgehend von den persönlichen Voraussetzungen soll man sich „zum Kletterer entwickeln“ und dabei gesund bleiben. Die Übungssammlung enthält weniger die klassischen kletterspezifischen Kraftaufgaben, statt dessen gute Anregungen zur Ansteuerung bestimmter Muskelgruppen, für Stabilität und Beweglichkeit. Und sie konzentriert sich weniger auf Finger und Oberarm, sondern verstärkt auf den Rumpf als zentrales Element im Klettern, auf die Hüften, deren Beweglichkeit sehr wichtig ist, und auf die Schultern, die gerne zum chronischen Opfer von falschem Training werden. Teils sind die Aufgaben sehr anspruchsvoll in punkto Koordination und Kraft, es gibt aber auch Harmloseres; man muss ausprobieren und rausfinden, was persönlich passt. Ein schönes Übungsset zum regenerativen Faszienrollen rundet das Angebot ab. Alle Übungen sind gut fotografiert und erklärt, samt funktionellem Trainingsziel, mit wichtigen Hinweisen auf richtige, gesunde Ausführung. Das ist deutlich besser gemacht als im trendigen „Gimme Kraft Air“ 

Markus Kellenberger: Draußen schlafen

Know-How

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Zu viele Wildcamper an einem Ort bringen Probleme, wie im Sommer 2016 am Schrecksee im Allgäu. Mit Verstand und Rücksicht aber kann die Nacht unter freiem Himmel zum Erlebnis werden – dieses Buch soll dazu beitragen. „Draußen schlafen ist vor allem eines: ein Stück wilde, urtümliche Freiheit in einer weitgehend reglementierten und nach allen Seiten hin abgesicherten Welt.“ Die romantische Begeisterung des Autors für das „Mikroabenteuer“ Draußen Schlafen spürt man in jeder Zeile dieses Buches; romantische Illustrationen und Fotos unterfüttern das Outdoor-Gefühl. Dennoch fragt man sich: Darf/soll man überhaupt Werbung für das Übernachten abseits dafür vorgesehener Orte machen? Mit einem Buch? Einer Rezension? Die Geschehnisse im Sommer 2016 am Schrecksee unterm Hochvogel zeigen, was schief laufen kann, wenn zu viele Menschen blindlings den Verlockungen der Outdoor-Ausrüster folgen. Schief läuft aber auch vieles, wenn Menschen vor allem möglichen und unmöglichen Angst haben und wenn eine Gesellschaft alles verbietet, was nicht ausdrücklich erlaubt ist. Das Schlafen unter freiem Himmel bietet die Chance, sich auf ein „weniger“ einzulassen und dabei zu merken, was man alles nicht braucht zum Glücklichsein, im Gegensatz zu den Phrasen der Werbeindustrie (bis auf Schlafsack, Matte und Kocher natürlich…). Und Biwakieren ist viel ungefährlicher als viele meinen mögen: Kriminelle Übergriffe und wilde Tiere sind weit harmloser als Insekten und schlechtes Wetter, betont der Autor. 

Grübler, Hangl, Neuner: Wetterstein-Süd

Führer

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Die Neuauflage des Panico-Werkes ist so dick wie nie zuvor und bietet jede Menge Kletterstoff, von Klassiker bis Fast-Plaisir. Jede Bergsteigergeneration sucht nach neuen Wegen, weshalb Kletterführer immer wieder aktualisiert werden müssen. Wenn sich die Routen, wie etwa in den Südwänden der Schüsselkarspitze, netzartig über die Felsen verbreiten, weil durch die Bohrhaken (fast) alles kletterbar wird, müssen die Athleten weniger erschlossene Wände für ihren Klettersport finden. Dieser Entwicklung trägt das bislang umfangreichste Alpin-Führerwerk aus dem Panico-Verlag „Wetterstein-Süd“ Rechnung. 

Jentzsch-Rabl, Wissekal: Klettersteigführer Deutschland

Führer

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Kennen Sie den „Monte Thysso“, den „Steinbrecher“, die „Häntzschelstiege“ oder den „Höhenglücksteig“? Wenn nicht, dann Gurt, Helm und Klettersteigset gepackt und auf in Deutschlands Mittelgebirge. Dieser Führer sagt, wohin genau. Der Alpinverlag Jentzsch-Rabl steht für solide Information; nicht umsonst werden die übersichtlichen Topos von vielen Klettersteig-Erbauern für ihre Infotafeln verwendet. Auch dieser Führer folgt dem bewährten Muster: Die Touren werden je nach Länge und Komplexität auf 2 oder 4 Seiten vorgestellt, mit Icons für Rahmenbedingungen und Ansprüche, mit Topo, Foto und Karte, mit einem charakterisierenden Allgemeintext und ausführlicher Beschreibung von Zustieg, Abstieg und Einzelstellen der Route. So sollte ein Führer gemacht sein – dass sich GPS-Daten für alle Touren sehr einfach aus dem Internet laden lassen, rundet das Werk ab. 

Thomas Fischer: Klettern im Ruhrgebiet 4.0

Führer

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Nachdem im Panorama Axel Klemmer das Ruhrgebiet vor einiger Zeit mal vorgestellt hat, folgt nun der Kletterführer von Thomas Fischer bereits in der 4. Auflage. Und da hat sich viel getan. Wer die älteren Auflagen kennt, wird erstaunt sein, was im Herzen des größten Bundeslandes so alles aus dem Boden geschossen ist und in Hallen geschraubt wurde. Diese Landschaft, früher mal Pott – von wegen der Kohle- und Stahlindustrie – genannt, ist heute nicht gerade eine grüne Lunge der Republik, aber auf jeden Fall mit viel mehr Natur, Felsen und Kletterhallen ausgestattet als man so denkt. So ist der neue Führer ein absolut geeignetes Buch, um alle diese vielen Spots kennenzulernen. Gerade auch als alter Ruhrgebietler bin ich bass erstaunt, was es da so alles gibt. Leider, so muss man feststellen, haben die Alpenvereine in NRW an der Naturschutzfront gegen das Klettern zweifellos ihr Waterloo erlebt. So ist gleichwohl zu begrüßen, dass dieses Buch auch einige, aus heutiger, strenger Naturschutzsicht völlig unsinnig gesperrte Gebiete ebenfalls kurz streift. In der nächsten Generation werden diese Felsen vielleicht nicht mehr als Müllhalden wilden Feierns im Wald, sondern als Kletterfelsen angesehen. 

Röger, Flemmig, Krug: Glück auf! Kletterführer Erzgebirge

Führer

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Das Erzgebirge ist bekannt für sein Kunsthandwerk und als Wanderrevier. Nun zeigen drei Locals mit einem dicken und hervorragend gemachten Führer, dass es auch ein außergewöhnliches Kletterziel ist. Kann man einen Kletterführer besser machen? Anders gewiss. Aber es scheint schwer vorstellbar, dass Information vollständiger und übersichtlicher präsentiert werden kann. Da gibt es zu jeder Region Anfahrtskarten und Kurzübersichten. Dann zu jedem Felsen eine Karte, Zugangsbeschreibung und Tipps zu Übernachtung, Naturschutz und gutem Verhalten. Die Wandhöhe, Absicherung, Gesteinsart und was man sonst noch so wissen will, wird durch Symbole übersichtlich präsentiert, die wichtigsten Eigenheiten verbal beschrieben. Und zu den Fototopos (einmal auch Skizzen) gibt es eine Liste mit den Schwierigkeiten (sächsisch und UIAA), einer Sternewertung und Kurzkommentar. Außerdem findet man feine Detailhinweise, wie zur Kinderfreundlichkeit und Wetteranfälligkeit, oder ob Magnesia erlaubt ist oder nicht. Unübersehbar wurden die Führermacher aus dem GeoQuest-Verlag von der Leidenschaft getrieben, alle Klettermöglichkeiten im Erzgebirge penibel zu erfassen – nicht zuletzt, weil sie selber dort klettern. Dass das Spaß machen kann, zeigen viele animierende Kletterfotos, aber auch die Wandbilder. Da gibt es kleine Quacken oder „Murkel“, im Wald verborgen oder freistehend, aber auch mächtige Wände bis 60 Meter Höhe. Es gibt glatte Wände, runde Risse, überhängende Kanten. Verrückt verdrehte Türme und Zacken oder massige Brocken, die dahocken wie schuppige Kröten oder wie zweihundertjährige Elefanten mit aufgestapelten Hautfalten – die Wollsackverwitterung schafft ganz ungewöhnliche Formen im Granit und Gneis. 

Tim Jacobs: Buildering-Spots

Führer

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Buildering ist für kletternde Städter eine Alternative zur überfüllten Halle – und auch ein bisschen Lebensart. Nun gibt es einen Führer zu Klettermöglichkeiten an Gebäuden in ganz Deutschland und darüber hinaus. Buildering? Klar: Climbing an Buildings – also Seilklettern oder Bouldern an öffentlichen Gebäuden. Ein Sport, so alt wie das Bergsteigen; schon Alpinpioniere trainierten Fingerkraft durch Quergänge an den Mauern ihrer Unis. Aber darf man das so einfach? Eine ganze Menge Disclaimer-Formulierungen in Kapitel „Hinweise zum Gebrauch“ belegen, dass die Rechtslage bestenfalls unklar ist. Zumindest an Brücken, Mauern oder Ruinen werde es meistens toleriert, berichtet der Autor – und zumindest solange keine Fußgänger oder Autofahrer behindert oder gefährdet werden. Auch hier gilt also: Mit Sinn und Verstand! Ohne überflüssige Spuren zu hinterlassen. Und am besten da, wo man auch selbst entspannt sein kann, also nicht direkt neben Straßen oder Gehwegen. Tim Jacobs ist seit Jahren ein leidenschaftlicher Antreiber der Buildering-„Bewegung“ – sofern es denn so eine gibt und seine Schätzungen dazu nicht genau so hanebüchen übertrieben sind wie die zur Anzahl der Kletterer und Boulderer in Deutschland. Fakt ist, dass es viele Vertikalfreunde in Deutschland gibt, auch in Städten mit altem Steinmauer-Bestand. Und dass viele davon auf Jacobs‘ Seite buildering-spots.de eine Menge solcher Möglichkeiten eingetragen haben. 

Roemmelt, Hüsler & Barden: Sternbilder

Bildband

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Aufgrund der Lichtverschmutzung unserer Welt wird der Sternenhimmel vielerorts immer betrübter. Umso mehr staunt man, was der Fotograf Nicholas Roemmelt dennoch einfangen konnte. Milchstraßen, die sich als funkelndes Diadem in großem Bogen über dunkle Gipfelkämme spannen. Mal leuchten Städte und Dörfer aus dem Talgrund herauf, mal sind wildzerrissene Seracs oder Steinmänner mit externer Lichtquelle in Szene gesetzt. Des Fotografen besonderes Markenzeichen: ein/eine Protagonist/in mit Stirnlampe, deren Lichtkegel weit in die Galaxis strahlt. Die Bilder wirken fast unreal, denn Milchstraßen mit solch üppiger Sternenfülle sieht man mit bloßem Auge nicht, selbst in den abgeschiedensten Winkeln der Alpen. Stellt sich die Frage, wo liegt die Grenze zwischen Fotografie und Computerkunst? 

Willinger/Span: Berge unter Sternen

Bildband

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Über 250 Nächte haben Bernd Willinger und Norbert Span in fünf Jahren auf den Bergen verbracht, oft in Kälte und Schnee zeltend, um die Sterne und den Nachthimmel zu fotografieren. Es hat sich gelohnt – das beweist dieser Bildband. „Zwei Dinge erfüllen das Gemüt mit immer neuer und zunehmender Bewunderung und Ehrfurcht, je öfter und anhaltender sich das Nachdenken damit beschäftigt: der bestirnte Himmel über mir und das moralische Gesetz in mir. (…) Das erste fängt von dem Platze an, den ich in der äußeren Sinnenwelt einnehme, und erweitert die Verknüpfung, darin ich stehe, ins unabsehlich Große mit Welten über Welten und Systemen von Systemen, überdem noch in grenzenlose Zeiten ihrer periodischen Bewegung, deren Anfang und Fortdauer.“ 

Mark Zahel: 150 Ostalpen-Highlights

Führer

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So viel Berg fürs Geld muss ein Buch erstmal bieten: 150 Gipfel stellt Mark Zahel in diesem dicken Band vor – sogar noch einige mehr, weil er teilweise dem Trend zum Zweitberg folgt und oft noch Varianten nennt. Ein Werk fürs Leben. Mark Zahl ist einer der produktivsten Bergbuchautoren der letzten Jahre. Dahinter steckt offensichtlich eine brennende Leidenschaft für die Erlebnisse in der steilen Welt. Wer so viel unterwegs ist, darf vielleicht tatsächlich den Versuch wagen, aus dem riesigen Gebiet der Ostalpen die prägnantesten, interessantesten oder lohnendsten Gipfelziele auszuwählen. Eine nahezu vermessene Aufgabe, mag man meinen; doch der Versuch ist gut gelungen. Zahels Auswahl darf man durchaus als repräsentativ bezeichnen: Die großen „Muss“-Gipfel sind dabei, aber auch ein paar Kleinode, die im Schatten stehen. Sie hätten vielleicht mehr Besuch verdient, dafür sind sie einsamer. Vor allem in den Südalpen gibt es da reiches Potenzial für Entdecker, was Namen wie Krn, Tamer Grande oder Monte Cadria belegen, aber auch Nordalpenziele wie Scheichenspitze oder Große Schlenkerspitze. 

Alpenvereinsführer Berchtesgadener Alpen

Führer

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Was ein „echter Bergsteiger“ ist, der sucht sich seine Tourenziele selbständig raus: Mit der Alpenvereinskarte und dem Alpenvereinsführer. Für die Berchtesgadener Alpen ist das noch möglich. Manchmal erscheint er als Auslaufmodell, der klassische Alpenvereinsführer, der sämtliche Tourenmöglichkeiten einer ganzen Gebirgsgruppe systematisch auflistet und beschreibt. Denn moderne Auswahlführer, die den schnellen, leichten Konsumgenuss versprechen – Ziel aussuchen, Beschreibung kopieren, loslaufen – oder gar diverse Internet-„Infos“ laufen ihm den Rang ab; nur wenige AV-Führer werden noch in rentabler Menge verkauft. Und der Autor darf seinen Zeitaufwand schon gar nicht auf irgendeine Goldwaage legen. 

Braunschweiger Hütte: Alpine Touren

Führer

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Die Tourenmöglichkeiten um die Braunschweiger Hütte im Pitztal haben sich durch den Gletscherschwund massiv verändert. Sektionsmitglieder haben nun neue Optionen geschaffen – und stellen in diesem Spezialführer alles noch und neu machbare zusammen. Die Wildspitze-Nordwand ist die bekannteste Tour, die man von der Braunschweiger Hütte aus angehen kann. Hier hält sich tatsächlich begehbarer Firn oder Eis bis in den Sommer. Viele andere Dreitausender der Umgebung aber sind kaum noch über Firn und Gletscher zu erreichen, sondern zumindest auf den letzten Metern durch ausgeapertes, oft brüchiges Gestein. Andererseits haben die schmelzenden Gletscher teilweise festen, saubergeschliffenen Granit freigegeben, der zum Klettern einlädt, und auch einige alpine Grate locken mit netter Kraxelei in ordentlichem Fels. 

Adi Stocker: Bergtouren Lofer/Leogang

Führer

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Steiles, steiniges Gelände, große Höhenunterschiede und Gehstrecken, kaum Hütten – die Loferer und Leoganger Steinberge bieten keinen schnellen Konsumgenuss. Wer aber Einsamkeit und alpinen Anspruch liebt, wird mit diesem Führer viele lohnende Ziele entdecken. Die Loferer und Leoganger Steinberge gehören nicht zu den Paradezielen der Ostalpen; die Nachbarn Wilder Kaiser und Berchtesgadener stehlen ihnen die Schau. Kein Wunder, dass der vergriffene Alpenvereinsführer kein Aspirant für eine erfolgreiche Neuauflage war. Doch gemeinsam mit der DAV-Sektion Passau, die die beiden AV-Hütten in den zwei Bergstöcken betreibt, wagte der Insiderverlag Panico ein unternehmerisches Abenteuer: einen „Bergführer“ mit dem Kletter-Erschließer Adi Stocker. 

Jung/Kriz: Schweiz 3000 drüber und drunter

Führer

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Die Schweiz hat – neben Röschti, Chäsfondüe und Müesli – nicht nur Viertausender. Auch eine Etage tiefer finden Wanderer und Bergsteiger jede Menge tolle Ziele. 70 der schönsten stellt dieser Führer vor. Ein Führer für „echte Bergsteiger“: gehobenes Wandern, auch mal leichtes Klettern, vielleicht einfaches Hochtourengelände – aber keine Gletscher oder sonstige Passagen, die Seilsicherung erfordern würden. Wer sich in alpinem Gelände und leichten Felspassagen souverän fühlt, findet hier etliche spannende Dreitausender (nur wenige Gipfel sind niedriger), die nicht auf der ersten Liste der „To Do“-Gipfel der Schweiz stehen und deshalb oft relativ einsame Bergerlebnisse versprechen – meist mit heimeliger Hütten-Übernachtung vorher. 

Jung/Kriz/Fröhlich: Gratwandern Schweiz

Führer

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Wandern auf Graten ist wie ein stundenlanges Gipfelerlebnis. Zwischen Himmel und Abgrund kann es aber auch mal spannend sein. Von der gemütlichen Blumenpromenade bis zum Steilgrasabenteuer geht das Spektrum dieser 60 Gratwandeleien. Wer dieses Buch durchblättert und nur ein bisschen Bergsteigerblut in seinen Adern hat, wird es kaum auf dem Kanapee aushalten: Die oft atemberaubenden Fotos von schmalen Wegen auf Grasgraten, die hoch überm Tal in die Weite ziehen – sie machen unwiderstehliche Lust, loszuziehen und sich dem Flow dieser Himmelslinien hinzugeben. 

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