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Was macht eine Waldbademeisterin – Interview mit Manuela Goerlich

29.05.2022, 09:00 Uhr

Was ist Waldbaden (Shinrin Yoku) und wie arbeitet eine Waldbademeisterin?

Waldbaden ist kein neuer Trend, sondern stammt eigentlich aus den 1980er Jahren aus Japan. Diese Form der Naturtherapie (Shinrin Yoku) wird dort schon seit Jahren angewendet. Auch in anderen Ländern vertraut man immer öfter auf die heilsame Zeit in der Natur. Doch ist Waldbaden – also sich einfach im Wald aufzuhalten wirklich gesundheitsfördernd? Ja! Und es gibt sogar einen eigenen Beruf dafür. In dieser Episode hat Janina Stilper eine echte Waldbademeisterin, Manuela Goerlich, zu ihrem ungewöhnlichen Beruf interviewt. 

 

In dieser Folge erfahrt ihr

  • Was Waldbaden ist
  • Welche positiven Effekte der Wald auf die Gesundheit hat
  • Wie der Arbeitsalltag einer Waldbademeisterin aussieht

Wir haben auch einen ausführlichen Hintergrundartikel zu den positiven Effekten des Waldes auf die Gesundheit verfasst.

 

Das Transkript zur Folge

Anmoderation: Die frischen hellgrünen Blätter rascheln im Wind, die Bäume blühen und formen schon erste Ansätze von Früchten. Die Vögel zwitschern und erste Gewitter lassen uns durch den Regen die Erde noch intensiver riechen. Gerade wenn die Tage heißer werden, zieht es viele Wald. Und meistens geht es uns nach einem ausgiebigen Spaziergang darin richtig gut. Wir fühlen uns erholt und geerdet, doch woran liegt das? Janina Stilper hat Manuela Goerlich, eine echte Waldbademeisterin dazu und zu ihrem Beruf interviewt.

 

Janina Stilper: Was sind denn positive Effekte vom Waldbaden?

 

Manuela Goerlich: Also wenn man es regelmäßig macht, kann man tatsächlich sein Immunsystem stärken. Man kann seinen Blutdruck ausgleichen, wenn man da oftmals zu größeren Abweichungen neigt, Schlafproblemen kann man vorbeugen oder damit verbessern, sollte man welche haben. Man kann die Konzentration verbessern…also es gibt ganz viele Faktoren, die sich da auswirken können. Und selbst wenn man es nur einmalig versucht, habe ich oft die Rückmeldung bekommen, ich hab viel besser geschlafen. Also verschiedenste Dinge, also es ist natürlich nachhaltiger je häufiger und je länger man sich in der Natur aufhält.

 

Kann man auch alleine Waldbaden, ohne deine Anleitung?

 

Kann man selbstverständlich, man sollte dann wirklich auch ganz bewusst in die Natur eintreten, sich im Tempo reduzieren, die Wahrnehmung schärfen. Sich auch mal hinsetzen oder an einen Baum lehnen…das würde ich empfehlen, wenn man selber Waldbaden geht. Der Vorteil, wenn man angeleitet geht, ist, dass man einfach mehr beschäftigt wird mit Übungen und immer wieder zurückgeholt wird zur Wahrnehmung und dass man nicht in seinen Gedankenschleifen festhängt oder in dieses Alltagstempo zurückkommt. Dazu hilft es, wenn man in der Gruppe oder auch im Einzeltraining zu mir kommt.  

 

Umarmt man bei Waldbaden auch mal Bäume?

 

(Lacht) Danke für die Frage, das ist der Klassiker. Man darf alles, man muss nichts. Der Vorteil ist, wenn man einen Baum umarmt, dass man mit der Nase viel näher an der Rinde dran ist. In der Rinde sitzen wie auch in den Blättern die ätherischen Öle, die sogenannten Terpene, die auch die Heilkräfte freisetzen. Also wie man es auch aus der Aromatherapie kennt, haben die Öle ja ganz ne tolle Wirkung auf uns Menschen über die Geruchswahrnehmung auf die Hirnnerven hin bis ins ganze Zentralnervensystem. Und wenn man einen Baum umarmt, dann kann man dem nahe kommen und diesen besonderen Geruch besser wahrnehmen. Man kann auch die verschieden Baumsorten, Buche, Fichte, je nachdem was der Wald gerade bietet, auch auf diese Weise unterschieden und kennenlernen. Aber man kann sich auch nur an einen Baum lehnen, wenn einem das widerspricht und sagt: Das ist mir zu esoterisch, ich kann damit nichts anfangen. Und selbst die skeptischsten Menschen haben dann doch auf die Aufklärung des Baumumarmens einen Selbstversuch gestartet.

 

Warum denkst du, ist es für die meisten Menschen denn so absurd, einen Baum zu umarmen?

 

Ich glaube, weil wir nicht mehr, oder viele Menschen nicht von Klein auf mit der Natur in Berührung sind. Selbst dieses auf den Waldboden setzen ist für viele befremdlich. Was für Kinder überhaupt gar kein Thema ist. Ich glaube, es ist eine Hemmung des Nicht-Kennens. Und dann eventuell, auch wenn ich jetzt erzähle, ich war Waldbaden und jemand fragt „Hast du einen Baum umarmt?“ und ich müsste dann zugeben „ja“, obwohl ich‘s ja erklären könnte, warum und auch den tollen Effekt weiter erzählen könnte…Ich glaube da sind Berührungsängste und Hemmungen und auch ein bisschen Scham mit dabei. Angst vor dem Neuen, Angst vor dem Ungewissen. Ja.

 

Das ist schon schade.

 

Absolut! Und inzwischen ist ja auch die Medizin mit den Studien dran an der Wald- und Naturtherapie. Es hat ausschließlich positive Effekte und jeder der sich dem nicht öffnet, dem entgeht eigentlich was. Aber ich glaube da muss bisschen Überzeugungsarbeit geleistet werden. Sicherlich wird’s immer Menschen geben, deren Ding das nicht ist und das ist auch in Ordnung. Es geht ja auch nicht jeder Radfahren und Schwimmen usw. Also da hat ja jeder so seine Präferenzen…aber ich glaube, es ist auch immer noch zu wenig bekannt. 

 

Wie bist du denn zum Waldbaden gekommen?

 

Ich war schon als Kind sehr gerne im Wald, habe da auch meinen Vater begleitet beim Pilze sammeln und hab mich dort schon immer pudelwohl gefühlt. Biologie war auch eins meiner Lieblingsfächer in der Schule und bin aber dann im Erwachsenwerden leider etwas von der Natur abgekommen. Bin aber über meine eigenen Kinder wieder zur Natur zurückgekommen und habe dann eigentlich über meine Kräuterpädagogenausbildung wieder zum Wald gefunden. Da war im Winter nichts an Kräutern geboten und dann hatten wir Lerneinheiten über die Bestimmung der Bäume. Und das war so meine Kurve, die mich da wieder hingebracht hat. Damals war auch das Waldbaden noch ganz neu und die positive Wirkung des Waldes auf die Menschen hat mich fasziniert und so habe ich mich dann tiefer und näher damit beschäftigt.

 

Hast du die Ausbildung in erster Linie für dich selbst gemacht oder mit der Absicht Menschen wieder in den Wald zurückführen zu können?

 

Damals war es unter Shinrin Yoku erstmals aufgetaucht und man hat das eigentlich eher belächelt und eventuell noch eher in die esoterische Schiene geschoben, aber das auch nicht weiter hinterfragt. Und die Kräuterpädagogenausbildung habe ich eher für mich gemacht. Aber es war wohl mein Weg zum Wald und Waldbaden. Zur Wald- und Naturtherapie. Und als ich mich damit näher beschäftigt habe, war für mich klar, ich muss das auch ausbauen und den Menschen anbieten zur Verfügung stellen, weil ich ganz ursprünglich auch medizinische Fachangestellte gelernt hatte. Also mit dem Gesundheitswesen dadurch ja schon ne Grundausbildung hatte und das immer im Hinterstübchen hatte und wollte diese beiden Ausbildungen und Fähigkeiten dann verknüpfen.

 

Wie gehst du damit um, wenn das so belächelt wird?

 

Also wenn die gesprächsbereit und offen sind, klär ich die gerne auf. Ansonsten liegt es an jedem selber, inwieweit er sich für Themen interessiert. Aber es gibt ganz viele, die sich erkundigen und nachfragen und dann sehr überrascht sind, und dann manchen die dann eben so mutig sind, Waldbaden zu gehen, sind eigentlich spätestens dann von der Thematik überzeugt.

 

Gab es denn mal eine Person, deren Meinung sich drastisch durch das Waldbaden mit dir verändert hat?

 

Die gab es tatsächlich, das war eine Dame, die mich eines Tages angerufen hat und gemeint hat, sie ist jetzt ganz offen zu mir, sie hält überhaupt nichts von dem Hype des Waldbadens. Sie hat einen Hund und geht täglich im Wald spazieren und für sie ist das ihre Art Waldzubaden, aber sie würde trotzdem interessieren, was ich da so tue. Und ob sie mitgehen dürfte, also an einer Veranstaltung teilnehmen dürfte. Und sie will dazu sagen sie kennt dieses Waldgebiet, also sie glaubt auch, dass ich ihr da nichts Neues bieten kann. Aber sie ist so fair und behält ihre Erfahrung dann für sich. Und dann habe ich sie eingeladen und gesagt sehr gerne, sie soll sich wirklich davon überzeugen, ich bin ja sehr froh, dass wenn sie sehr skeptisch ist dann andererseits auch so offen ist sich ein Bild zu machen. Und sie war dann mit dabei und hinterher hat sie mir dann gestanden. Obwohl sie ja eigentlich nichts sagen wollte, sie war noch nie SO in diesem Wald unterwegs, obwohl sie ja täglich dort durch geht, sie geht auch eine andere Strecke. Und sie hat den Wald ganz anders wahrgenommen und es war eine ganz tolle Erfahrung.

 

Wie kann sich denn ein Waldbaden mit dir vorstellen?

 

Also man macht Übungen zur Sinneswahrnehmung, um die Achtsamkeit zu fördern, ich biete Atemübungen an, Resilienzübungen an, Gehmeditationen, das heißt, wir sind ganz langsam unterwegs, setzen ganz bewusst einen Schritt vor den anderen und haben dadurch auch die Möglichkeit die Natur um uns herum viel besser wahrzunehmen., Denn wenn man durch den Wald hastet, sieht man nicht so viel, was um einen herum wächst und anbietet. Es ist eine sehr ruhige, keine konditionelle Veranstaltung, eben mit den Übungen zwischendurch, das langsame Fortbewegen.

 

Überrascht dich denn dein Waldgebiet noch, wenn du es schon so gut kennst?

 

Es überrascht mich immer wieder und davon bin ich auch immer wieder überrascht. Es ist gewaltig. Zum einen ändert sich ja durch die Jahreszeiten permanent der Zustand, es blüht ja immer etwas anderes auf, es kommt was anderes zum Vorschein, etwas ist verblüht. Es befinden sich andere Tiere im Wald je nach Jahreszeit, also das ist immer wieder spannend und eigentlich jede Woche anders. Also nicht bloß alle Monate, sondern es verändert sich unheimlich. Und jetzt haben wir eine sehr trockene Phase, trotzdem tut sich schon ganz viel in diesen Frühjahrszeiten. Ich freu mich auf den ersten Regen, denn verändert sich ganz schnell wieder ganz viel.

 

Wieviel Zeit verbringst du denn so im Wald?

 

Ah das ist unterschiedlich. Ich würde sagen so zehn Stunden pro Woche auf jeden Fall, plus minus.

 

Was würdest du sagen ist das Beste an deinem Job?

 

Er ist extrem abwechslungsreich- Sowohl von der Natur aus gesehen als auch von den Teilnehmern, die zu mir kommen. Nie gleich, immer spannend. Und das Positive an der Geschichte den Menschen was Gutes tun zu können ist auch immer eine tolle Erfahrung und spannend, wie die Waldeinheiten bei den einzelnen Personen ankommen und wie sie wirken, was sie bewirken.

 

Wie hilfts du Teilenehmenden, deren Kopf während des Waldbadens trotzdem noch zu laut ist?

 

Da gibt’s spezielle Übungen für solche Fälle. Ich habe da doch einiges in meinem Repertoire, weil ich es doch seit fast 5 Jahren bereits anbiete und auch ganzheitliche Entspannungstrainerin bin und auch in Resilienz ausgebildet bin. Also da gibt‘s ganz tolle Übungen. Und das erste Problem, das bei ganz vielen aufkommt, ist dieses forsch voranschreiten wollen, wie man auch einen Berg gerne erklimmt. Also das Ziel in den Augen zu haben, und unser Ziel ist eigentlich nicht definiert und wir bewerten auch nichts in dem Moment., in dem wir uns im Wald befinden. Also da gibt’s genügend Tricks oder Übungen oder Anleitungsmöglichkeiten die einzelnen Personen mit ihrer Problematik zur Ruhe zu bringen, zur Aufmerksamkeit, ja zum sich wahrnehmen zu bringen.

 

Hast du das Gefühl, die Menschen, die zu dir kommen haben auch genau diese Probleme, also ständig bewerten zu müssen und nicht loslassen zu können oder kommen eher Menschen zu dir, die dem Wald und der Ruhe eh schon sehr stark zugeneigt sind?

 

Ich würde sagen halb halb. Die einen möchten ganz bewusst was für sich tun und die anderen möchten es ausprobieren und sind dann ganz überrascht über den Effekt. Und die anderen freuen sich, dass es in die Richtung ging, die sie erwartet haben, sind meist aber sehr angetan, dass es  noch schöner oder positiver war oder doch ein bisschen anders war, wie sie es sich vorgestellt haben, aber im positiven Sinne.

 

Noch scheinen die Wälder nicht so überlaufen wie die Berge. Was würden denn passieren, wenn noch mehr Menschen in den Wald gehen würden. Wäre das gut?

 

Es wäre gut, wenn das Ganze naturverträglich stattfindet. Das heißt, das ist auch ein Vorteil des Anleitens, denn als Privatperson darf ich die Wege im Wald nicht verlassen. Wenn man angeleitet geht, dann kann man auf Anleitung eben – also ich weiß einfach, wo ich meine Teilnehmer hinschicken darf, und gebe ihnen auch an die Hand auf was sie achten müssen, sodass sie die neuen Baumschösslinge eben nicht kaputt treten usw. Ich sag alles mit Maß und Ziel ist absolut in Ordnung und mit Achtung der Natur sehe ich kein Problem darin. Weil wir uns in der Natur eben so viel zurückholen können, uns stärken für den Alltag und das sollte natürlich jedem möglich sein in die Natur jederzeit eintauchen zu können.

 

Findest du, dass die Menschen inzwischen zu entfremdet sind von der Natur?

 

Ja, das ist erschreckenderweise tatsächlich so, also das nehme ich so wahr. Ich begleite auch manchmal Gymnasiasten in ihren Facharbeiten. Ich find’s immer toll, dass die überhaupt so ein Thema haben, das mit Natur, oder mit Glück oder Waldbaden zu tun hat. Aber die mich dann tatsächlich fragen, wie mache ich meinen Selbstversuch. Und denen ich dann die Empfehlung gebe, Handy schonmal aus und am besten auch zu Hause lassen und mich dann mit großen Augen angucken und sich auf einen Selbstversuch einlassen und dann ganz überrascht sind, wie auch viele meiner Teilnehmer – ui, was hat das für eine Wirkung auf mich, was kann ich da wahrnehmen, was macht das mit mir? Bis hin zu ich war ganz müde heute Abend, das ist schon überraschend. Viele haben auch keinen Tannenzapfen in der Hand mal gefühlt oder dran gerochen oder näher betrachtet und das ist schon beachtlich, wenn nicht sogar erschreckend. Also ich bin einfach anders aufgewachsen, aber Stadtkinder werden anders groß. Und es sind nicht alle Menschen sportlich In der r Natur aktiv und so entstehen da glaube ich so große Wissenslücken.

 

Was würdest du sagen, hast du vom Wald gelernt?

 

Ich habe vom Wald gelernt, dass man mit der Natur leben muss. Also man kann da nichts erzwingen. Wenn ich Kursteermine festgelegt habe, es zieht ein Wetter auf, es gibt Gewitter usw. Dann kann ich halt nicht meinen Kurs abhalten. So dieses Aktivsein mit der Natur, das Gestalten mit dem Wetter, diese Abhängigkeit einerseits und andererseits den Nutzen draus zu haben. Aber auch wie die Natur standhält und widerstandsfähig, resilient ist, egal was gerade auf der Welt bei uns los ist – der Frühling zieht ein im Wald. Die Jahreszeiten schreiten voran, das ist schon auch für uns eine Art Vorbild, finde ich. Wie die Natur da standhaft ist und ihrem Tun und auch in so mageren Jahren, die vom Klima her schwierig sind, wenn dann extrem viele Samen abgeschmissen werden, um schnell noch die Fortpflanzung zu sichern., das ist unglaublich. Es ist sehr beeindruckend und ich denke wir könnten uns da ganz viel abschauen, wenn man näher hinschaut.   

 

Hast du zum Schluss noch einen Tipp für unsere Hörer*innen?

 

Ich würde sagen seid offen! Lasst euch überraschen, was der Wald und die Natur euch bietet. Nehmt euch Zeit vor allem Dingen, und lasst euch drauf ein. Öffnet eure Ohren, Augen, die Nase und lasst mal die Natur auf euch wirken. Das wäre so mein erster Tipp.

 

Vielen Dank an Manuela für dieses Interview. Und wer jetzt große Lust auf ein bisschen Waldbaden kommen hat, aber vom nächsten Wald zu weit entfernt ist, kann jetzt zumindest noch hier in diesem Podcast ein bisschen dem Wald lauschen…

[Waldgeräusche, ca. 5min.]

 

Abmoderation: Schön, dass ihr bis jetzt bei unserem auditiven Waldbad mit dabei wart! Wenn ihr jetzt Lust habt, sofort in den Wad einzutauchen, könnt ja mal die Augen nach Kräutern am Wegesrand offen halten. Daraus könnt ihr leckere Wildkräuterrezepte unter alpenverein.de/spuere-dich-selbst nachkochen. Wer sich jetzt noch mehr Entspannung hingeben möchte, findet hier auch Yoga-Videos für verschiedene Bergsportarten, die wir zusammen mit unserem Partner Bergader produziert haben.

Und damit sind wir schon wieder am Ende unseres Bergpodcast angelangt.
Wir freuen uns, wenn ihr auch beim nächsten Mal wieder dabei seid. Bis dahin, bleibt gesund. Tschüss und auf Wiederhören!

 

Gemeinsam mit unserem Partner Bergader setzt sich der DAV im Rahmen der Kampagne Spüre Dich selbst für einen gesundheitsorientierten Lebensstil und Achtsamkeit für das eigene Körpergefühl ein – in den Bergen wie auch Zuhause. 

Waldbaden ist dabei ein wesentlicher Baustein.

 

Weitere Informationen zu unserem Partner Bergader gibt es hier.

 

Waldbaden: was ist so gesund daran?

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Einfach Zeit im Wald verbringen – das ist Waldbaden. Aber was ist so gesund daran und wie kann ich am besten in den Wald eintauchen? Shinrin Yoku, zu Deutsch "das bewusste Eintauchen in die Waldatmosphäre", stammt aus Japan und ist dort eine anerkannte Therapieform. Der Wald als Ruheort und Gegenpol zur Alltagshektik verspricht viele positive und wissenschaftlich belegte Effekte. Die Verbundenheit zur Natur ist in der japanischen Kultur tief verwurzelt. Das Waldbaden ist dort schon lange üblich, aber keine klassische Tradition. Als Reaktion auf den Stress in der Bevölkerung lud das Forstministerium in den 1980er Jahren dazu ein, Zeit im Wald zu verbringen. Das Waldbaden sollte nicht nur heilen, sondern auch die Wertschätzung gegenüber dem Wald stärken. Nur so würde der Mensch spüren, warum die Natur so schützenswert ist.