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10 Fragen – 10 Antworten

Was du über „Natürlich auf Tour“ wissen solltest

Bereits 1995 hat der Deutsche Alpenverein begonnen, Ski- und Schneeschuhtouren in den Alpen naturverträglich zu gestalten. Seit 2015 werden die Ergebnisse einer breiteren Öffentlichkeit unter dem Namen „Natürlich auf Tour“ bekannt gemacht.

#1 – Was genau ist das Ziel?

Der Deutsche Alpenverein will einen effektiven Beitrag zum Arten- und Biotopschutz leisten. Insbesondere sollen die Lebensräume der vom Aussterben bedrohten Raufußhühnerarten Auerhuhn und Birkhuhn sowie der stark gefährdeten Alpenschneehühner geschützt werden.

 

#2 – Um welches Gebiet geht es?

Im bayerischen Alpenraum und angrenzenden Tourengebieten Österreichs sind an rund 180 häufig begangenen Bergen „Natürlich auf Tour“-Routen ausgewiesen.

 

#3 – Seit wann gibt es das Projekt?

Seit 1995.

 

#4 – Wer sind die Träger?

Der Deutsche Alpenverein, gemeinsam mit dem Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz / Bayerisches Landesamt für Umwelt.

 

#5 – Was genau wurde gemacht?

Der DAV hat rund 500 Aufstiegs- und Abfahrtsrouten an beliebten bayerischen Tourenbergen ausgewiesen; ebenso wie Wald-Wild-Schongebiete, die nicht betreten werden sollen.

 

#6 – Wie war das Vorgehen?

Zwischen 1995 und 2015 haben rund 150 Exkursionen vor Ort und im Winter stattgefunden. In der Regel kamen 10 bis 30 Wintersportler, Wildbiologen, Gebietskenner, DAV-Sektionenvertreter, Behördenvertreter, Förster und Jäger zusammen und haben Routen und Schutzgebiete erarbeitet.

 

#7 – Was ist das Ergebnis?

Alle klassischen Skitouren- und Schneeschuhziele sind erhalten geblieben. Die Wintersportler müssen nur auf etwa ein Fünftel der üblicherweise begangenen oder befahrenen Flächen verzichten.

 

#8 – Wo sind die Ergebnisse sichtbar?

Auf den topografischen Karten des DAV aus der Serie "BY", vor Ort auf Tafeln und Schildern, in Skitourenführern mit dem Gütesiegel "Naturverträgliche Skitouren" sowie unter alpenvereinaktiv.com.

 

#9 – Wie verbindlich sind die Routen und Schutzgebiete?

Das Projekt basiert auf Freiwilligkeit; behördlicherseits verhängte Verbote sind allerdings nicht ausgeschlossen. Für die Zukunft des Skitouren- und Schneeschuhgehens ist es deshalb umso wichtiger, dass sich die Aktiven an die Regelungen halten.

 

#10 – Was ist eigentlich aus „Skibergsteigen umweltfreundlich“ geworden?

Unter dem Namen „Skibergsteigen umweltfreundlich“ startete das Projekt zum naturverträglichen Tourengehen 1995. Inzwischen werden alle dazugehörigen Aktivitäten unter dem Titel „Natürlich auf Tour“ geführt.