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Vorsatz für 2022: CO2-Fußabdruck reduzieren

Versuche, eine Woche lang deine Emissionen zu reduzieren

17.01.2022, 17:33 Uhr

Das neue Jahr ist gerade eine Woche alt und deine guten Vorsätze hast du schon über den Haufen geworfen? Nicht so schlimm – wir hätten da einen neuen: Versuche, eine Woche lang deine Emissionen zu reduzieren.

In welchem Umfang und wie ist dir vollkommen selbst überlassen – Hauptsache, du fasst dir ein Herz und probierst aus, etwas klimafreundlicher zu leben. Ein paar Ideen und Vorschläge, wie das aussehen kann, gibt es unten. Wenn du dazu noch Ergänzungen hast, wie man eine Woche lang seinen CO2-Fußabdruck reduzieren kann, schreib uns gerne!
 

 

Sei mit deinen Erfahrungen Teil des Bergpodcasts

Wir möchten dich einladen, irgendetwas zu tun (oder nicht zu tun) – und uns zu erzählen, wie es dir damit geht. Merkst du die Veränderung kaum oder fällt es dir sehr schwer? Versuchst du, dabei zu bleiben oder bist du froh, wenn die Woche endlich vorbei ist?

 

Wir sind gespannt auf deinen Erfahrungsbericht!
Deine Erfahrungen sollen in unseren Podcast zum Thema CO2 Emissionen einfließen. Deshalb schick sie uns am besten bis 7.2.2022 als Sprachnachricht per Whatsapp oder Signal an +49 162 2395484 oder als Audiodatei an kommunikation[Klammeraffe]alpenverein[Punkt]de!

 

Brauchst du ein paar Anregungen, was du tun kannst?

Zu den bekanntesten (und besonders hitzig diskutierten) Möglichkeiten zählen wohl der Verzicht auf Auto und/oder Fleisch. Kommt für dich nicht infrage? Dann ist vielleicht eine dieser Ideen aus den verschiedenen Bereichen für dich umsetzbar.


Die Tipps sparen unterschiedlich viele Emissionen ein – wie viel genau, lässt sich nur schwer beziffern, weil bei der Bilanzierung viele Faktoren eine Rolle spielen und damit auch Publikationen zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen. Es ist auch klar, dass es den Klimawandel nicht aufhält, wenn ich meinen Wasserkocher entkalke. Aber wenn sich alle bewusst machen, wo sie etwas beitragen können, summieren sich die Einsparungen und bringen uns alle ein Stück voran!

 

Energie

Dem Energiesektor sind laut Umweltbundesamt die größten Emissionen in Deutschland zuzurechnen. Dazu gehören auch Bereiche, die wir als Einzelperson kaum beeinflussen können, z.B. die Industrie. Aber trotzdem gibt es einige Punkte, durch die wir direkt oder indirekt Energie sparen können.
 

  • Probier's ohne: Luftige Kleidung im Winter
    Warum? Im Normalfall frieren wir nicht so gerne. Soll uns also im Winter im T-Shirt kuschlig warm sein, muss die Wohnung ordentlich geheizt werden. Und das verbraucht viel Energie und verursacht CO2-Emissionen.
    Alternative: Mit einem dicken Pulli und warmen Socken oder Hausschuhen bleibt man warm, auch wenn man die Heizung um ein Grad herunterdreht. Klingt nicht besonders wirkungsvoll? Doch. Ein Grad weniger in einer 70-Quadratmeter-Wohnung verursacht im Schnitt 160 Kilo weniger CO2-Emissionen pro Jahr (Quelle). Außerdem sollte man die Heizung regelmäßig entlüften.
     
  • Probier's ohne: Bereitschaft
    Warum? Geräte im Standby-Modus verbrauchen Strom – zwar nicht viel, aber es summiert sich.
    Alternative: Geräte, die nicht ständig genutzt werden, abstecken. Alternativ bieten sich auch Steckdosenleisten mit Kippschalter an.
     
  • Probier's ohne: Ständig in den Kühlschrank schauen
    Warum? Der Kühlschrank kühlt, die Heizung heizt. Ohne diese schöne Erfindung namens Kühlschranktür (in geschlossenem Zustand) heben sich die Wirkungen möglicherweise auf.
    Alternative: Wenn du aus Langeweile in den Kühlschrank schaust, schau stattdessen aus dem Fenster – da gibt es meist sogar mehr zu entdecken. Wenn du wegen des knurrenden Magens in den Kühlschrank schaust, ok – aber entscheide dich möglichst schnell, was du essen möchtest.
     
  • Probier's ohne: Verpackungen
    Warum? Die Produktion und Entsorgung bzw. Recycling von Verpackungen braucht Energie, Energieerzeugung verursacht meist CO2. Wo du Produkte unverpackt oder mit möglichst wenig Verpackung bekommen kannst, nutze die Möglichkeit.
    Alternative: Unverpacktläden oder Einkäufe auf dem Markt bieten die beste Möglichkeit, Verpackung einzusparen. Allerdings gibt es die oft nur in der Stadt. In den meisten Supermarktabteilungen gibt es aber unverpacktes Obst und Gemüse – und dann müssen die drei Äpfel nicht unbedingt in den Hemdchenbeutel, sondern können auch direkt in den Korb. Auch beim Bäcker kann man Verpackungen sparen: Einfach das Brot in einen Jutebeutel packen, den kann man regelmäßig waschen.
     
  • Probier's ohne: unnötiges elektrisches Licht
    Warum? Licht braucht Strom, Strom verursacht in den meisten Fällen CO2 (und auch Strom aus Erneuerbaren muss nicht unbedingt verschwendet werden).
    Alternative: ungenutzte Räume dunkel lassen; die Lichterkette draußen ausschalten, wenn man ins Bett geht; beim Verlassen der Wohnung/des Büros schauen, ob alle Lichter aus sind.
     
  • Probier's ohne: Wasserverschwendung
    Warum? Wasser ist in den meisten Regionen Deutschlands zur Genüge vorhanden und fließt ja sogar oft in den Wasserkreislauf zurück. Trotzdem: Die Aufbereitung und insbesondere warmes Wasser benötigen viel Energie, die sich leicht einsparen lässt.
    Alternative: Das Wasser nicht laufen lassen, während man Zähne putzt, die Hände einseift oder sich rasiert; (kurz) duschen statt baden; Durchflussbegrenzer in Duschkopf und Wasserhahn einbauen.
 

Ernährung

Ja, es lässt sich leider schwer schönreden – Fleisch ist für unsere Klimabilanz nicht besonders hilfreich. Insgesamt wäre eine rein pflanzliche Ernährung im Durchschnitt am emissionsärmsten. Trotzdem ist nicht jede Fleischsorte per se schlechter als jedes andere Lebensmittel. Wo man ansetzen könnte:
 

  • Probier's ohne: Mineralwasser
    Warum? Leitungswasser ist in Deutschland einwandfrei! Durch Verpackung, Transport etc. fällt bei Mineralwasser aus der Flasche laut Verbraucherzentrale etwa 600 Mal so viel CO2 an wie bei Leitungswasser.
    Alternative: Leitungswasser. Wer gerne kohlensäurehaltiges Wasser möchte, kann sich einen Wassersprudler anschaffen. Wenn es trotzdem Flaschenwasser sein soll, kann man darauf achten, kein importiertes Mineralwasser zu kaufen (einige beliebte Mineralwasser in deutschen Supermärkten stammen zum Beispiel aus Italien, Frankreich oder sogar von den Fidschi Inseln).
     
  • Probier's ohne: Rindfleisch
    Warum? Es ist bekannt: Fleisch hat generell keine gute Klimabilanz. Und Rindfleisch schneidet besonders schlecht ab, weil Kühe Wiederkäuer sind und dadurch Methan ausstoßen.
    Alternative: Fleischalternativen sind einen Versuch wert! (insbesondere in Form von Hack gibt es inzwischen viele leckere Optionen – von Sojagranulat bis hin zu Burgerpatties auf Erbsen oder Weizenproteinbasis); aber auch Schweine- oder Geflügelfleisch schneiden in Sachen Klimabilanz besser ab als Rindfleisch
     
  • Probier's ohne: Kaffee
    Warum? Beim Kaffeeanbau kommt viel zusammen: enormer Düngereinsatz, Flächen-, Wasser- und Energieverbrauch in der Produktion, lange Transportwege. Ehrlicherweise wirken nicht alle diese Faktoren direkt auf die Emissionsbilanz ein, aber nachhaltig ist Kaffee in den meisten Fällen trotzdem nicht.
    Alternative: Tee hat eine etwas bessere Klimabilanz, da bei Anbau und Verarbeitung weniger Energie benötigt wird. Auch durch ökologischen Anbau lässt sich durch klimafreundlichere Anbaumethoden CO2 einsparen. Einen nicht zu verachtenden Anteil der Emissionen macht bei bei den Heißgetränken das Wasserkochen aus – also am besten darauf achten, nicht zu viel Wasser unnötig zu erhitzen und den Wasserkocher regelmäßig entkalken.
 

  • Probier's ohne: Schokolade
    Warum? Schade, Schokolade, auch diese süße Verführung hat einen ziemlich großen CO2-Fußabdruck – Gründe dafür sind unter anderem, wie beim Kaffee, Anbau, Verarbeitung und Transport.
    Alternative: Gibt es eine wirkliche Alternative zu Schokolade? Wohl kaum. Etwas besser schneidet in Sachen Klimabilanz vegane (ohne Milch) und/oder palmölfreie Schokolade ab.
     
  • Probier's ohne: Reis
    Warum? Beim verbreiteten Nassanbau wird das Treibhausgas Methan emittiert.
    Alternative: Andere Getreidesorten geben auch ein leckeres Gericht ab. Hast du zum Beispiel schon einmal Dinkelreis, Graupen oder Grünkern probiert?
     
  • Probier's ohne: Reis- oder Mandeldrink
    Warum? Da hat man schon die Kuhmilch verbannt und macht immer noch etwas falsch? Jein, besser als Kuhmilch schneiden die beiden Alternativen schon ab. Aber beide Produkte verbrauchen in Anbau und Produktion extrem viel Wasser. Dazu kommen die Methan-Emissionen beim Reisanbau.
    Alternative: Hafer- und Sojadrinks, beide haben eine gute Klimabilanz. Beim Sojadrink sollte man allerdings auf Bio-Qualität achten, denn der Bio-Soja wird meist in Europa angebaut, nicht in Monokulturen in Südamerika.
     
  • Probier's ohne: Weit Gereistes
    Warum? Insbesondere empfindliche frische Produkte werden oft per Flugzeug transportiert und haben deshalb eine schlechte CO2-Bilanz.
    Alternativen: Regional und saisonal einkaufen. Das ist vor allem im Winter eine Herausforderung. Aber genau die suchen wir ja manchmal, oder? Also wie wäre es mit dieser Challenge: Eine Woche lang kreative, leckere und neue Gerichte mit Kohl und Kartoffeln kochen. Wozu sind wir denn „die Krauts“?
 

Mobilität

Eine Woche lang auf Flüge verzichten, sollte für die allermeisten von uns kein Problem sein. Eine Woche lang aufs Auto verzichten vielleicht schon eher. Für manche eine Herausforderung, der man sich stellen kann, für andere unmöglich, weil die Strecken zu weit fürs Fahrrad sind und der ÖPNV nicht (ausreichend) vorhanden. Wo man trotzdem ansetzen könnte:

 

  • Probier's ohne: Alleinsein
    Warum? Ob im Auto nun eine Person sitzt oder es vollbesetzt ist, spielt beim CO2-Ausstoß kaum eine Rolle – die Pro-Kopf-Emissionen sind dadurch niedriger.
    Alternative: Ob zum Arbeitsplatz oder in die Berge – in vielen Fällen ist man nicht die einzige Person mit diesem Ziel. Einfach mal in die Runde fragen, ob noch jemand Interesse an einer Fahrgemeinschaft hätte. (Und ja, es ist wahrscheinlich umständlicher, aber vielleicht auch unterhaltsamer und günstiger – es ist doch nur eine einwöchige Testphase)
     
  • Probier's ohne: Unnötige Wege
    Warum? Weil sie sich vermeiden lassen.
    Alternative: Es hängt natürlich davon ab, welche Wege unnötig sind – oder besser gesagt von uns als unnötig wahrgenommen werden. Im Groben könnte man sagen: Besser planen. Den Wocheneinkauf auf einen Rutsch erledigen, anstatt jeden Tag zum Supermarkt zu fahren. Friseurbesuch, Arzttermin und das Treffen mit Freund*innen auf denselben Tag legen, wenn man ohnehin schon in der Stadt ist.
     
  • Probier's ohne: Parkplatzsuche
    Warum? In Innenstädten verbringt man laut Studien etwa 10 Minuten mit der Parkplatzsuche. Das ist nicht nur nervig, sondern stößt auch unnötig CO2 aus.
    Alternative: Die klimafreundlichste Variante ist, nur die notwendige Strecke (z.B. bis zum nächsten Park & Ride) mit dem Auto zu fahren und dann auf Bahn, Bus oder Fahrrad umzusteigen. Für einige (Groß-)Städte gibt es auch Apps, die bei der Parkplatzsuche in der Stadt helfen (z.B. Parkopedia, ParkNow, PayByPhone, Google Maps).
 

Mach's einfach!

So heißt auch die DAV-Kampagne, in der wir regelmäßig Anregungen geben, wie wir alle unser Leben ein Stückchen nachhaltiger machen können.
In den letzten Jahren sind hier schon einige Tipps zusammengekommen: Mach's einfach - nachhaltig handeln

 

Den ökologichen Fußabdruck verkleinern

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Die Ausgangslage ist klar: Das Klima der Erde erwärmt sich. Derzeit liegt die Erwärmung bei 1,2°C. Nicht zuletzt ist der Mensch, jede und jeder Einzelne von uns, für den zunehmenden Ausstoß von Treibhausgasen mitverantwortlich. Die Folgen sind verheerend und werden unter anderem durch schmelzende Gletscher und in zunehmenden Naturkatastrophen, wie Waldbränden und/oder Überschwemmungen sicht- und spürbar. Um die Erwärmung über den Kipp-Punkt hinaus (dieser liegt bei 1,5°C) und damit die Zerstörung der biologischen Vielfalt, der Natur und deren Ökosysteme zu vermeiden, gilt es den ökologischen Fußabdruck zu verkleinern. 

Bergpodcast

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Eine Podcastproduktion des Deutschen Alpenvereins. Wir freuen uns, gemeinsam mit euch spannenden Menschen zu lauschen, die ohne Berge und den Bergsport nicht leben könnten, unsere Alpen schützen oder beruflich mit ihnen zu tun haben. 150 Jahre Deutscher Alpenverein – da muss etwas besonderes her! Mit diesem Gedanken ist Anfang 2019 unser Bergpodcast gestartet, "damals" unter dem Namen "EinsFünfNull". Und weil so ein Podcast doch eine schöne Sache ist, haben wir beschlossen, ihn über unser Jubiläumsjahr hinaus mitzunehmen. Wie gewohnt könnt ihr den Bergpodcast hier oder auf Apple Podcasts, Spotify und Deezer hören. 

Energie- und Stromsparen

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Energie- und Stromsparen ist der Schlüssel zur Reduktion von CO2-Emissionen. Hier gibt die Kampagne #machseinfach Tipps zur Senkung des persönlichen Stromverbrauchs. Das Ziel der Energiewende ist eine dauerhafte und wirkungsvolle Reduktion der CO2-Emissionen. Um dies zu erreichen, müssen Energie-Maßnahmen sinnvoll aufeinander abgestimmt werden. Das Leitmotiv, das von der Bayerischen Klima-Allianz verfolgt wird, ist der Energie-3-Sprung.  

#machseinfach

Haltung zeigen in Natur- und Klimaschutz

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Mit der Kampagne #machseinfach zeigt der Deutsche Alpenverein, wie wir alle mit einfachen Mitteln einen Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz leisten und selbst nachhaltig handeln können. Ihr werdet sehen: Oft reichen schon kleine Dinge.