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Maßnahmen des DAV

Um die Emission von Treibhausgasen zu reduzieren und so die Erderwärmung zu begrenzen, müssen auf allen Ebenen wirksame Maßnahmen ergriffen werden.


Der DAV sieht sich in seiner Rolle als Naturschutz- und Natursportverband einer nachhaltigen Entwicklung in den Alpen in besonderem Maße verpflichtet. Wir verfolgen das Ziel, Natur und Umwelt in ihrer Einzigartigkeit zu erhalten und gleichzeitig die eigenen Aktivitäten so auszuüben, dass die Vielfalt der Arten und Lebensräume im Gebirge erhalten wird. Unter diesen Vorgaben sieht der DAV auch seine Aktivitäten zum Schutz des Klimas und zur Anpassung an die Folgen der globalen Erwärmung.

 

Mobilität

Die Ausübung des Bergsports ist oft mit hoher Individualität verbunden. Dies drückt sich auch durch einen stark geprägten Individualverkehr bei der Anreise aus. Die mit dem Bergsport verbundene Mobilität stellt deshalb ein zentrales Handlungsfeld für den DAV dar.

 

Folgende Aspekte spielen dabei eine zentrale Rolle:

 

  • bessere Voraussetzungen und größere Anreize für die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln schaffen,
  • auf ein sinnvolles Verhältnis zwischen CO2-Ausstoß der Reise und Aufenthaltsdauer achten,
  • Erhalt der dezentralen, wohnortnahen Bergsportmöglichkeiten zur Verringerung der Anreisewege,
  • Fahrgemeinschaften fördern und vermehrt Busse für Gruppenfahrten einsetzen, wenn die Anreise mit der Bahn nicht praktikabel ist.
 

Infrastruktur des DAV

Der DAV und seine Sektionen betreuen im Alpenraum eine große Anzahl von Hütten sowie ein umfangreiches Bergwegenetz. Die Hütten befinden sich häufig in Extremlagen, aus denen oft eine schwierige Ver- und Entsorgungslage resultiert. Der DAV ist sich auch beim Unterhalt seiner eigenen Infrastruktur der Verantwortung für den Klimaschutz bewusst.

 

Der DAV handelt Klimabewusst, indem er

 

  • bei Bau und Betrieb der Hütten Konzepte umsetzt, die eine Optimierung der Gesamtenergiebilanz sowie einen generell umweltverträglichen Hüttenbetrieb bewirken (u.a. Trinkwasserbereitstellung, Abwasserentsorgung, Verwendung von umweltgerechten Materialien, regionales und saisonales Verpflegungsangebot). Die Potenziale zur energieeffizienten Versorgung, zur Wärmedämmung und zur ökologisch verträglichen Entsorgung sollen gerade im Hinblick auf die Folgen des Klimawandels in Zukunft noch weiter ausgeschöpft werden.
  • die weitere Infrastruktur des DAV, wie Kletterhallen und Sektionsgeschäftsstellen in Zukunft verstärkt im Hinblick auf schonenden Energieeinsatz errichtet und optimiert.
  • bei der Pflege des Wegenetzes des DAV in den Alpen auf den stetig steigenden Aufwand mit Maßnahmen reagiert, die hohen ökologischen Maßstäbe gerecht werden.
  • beider Energieversorgung von Schutzhütten, vor allem in isolierten Lagen, verstärkt regenerative Energieträger einsetzt. Dabei kann auch der Einsatz von Windkraftanlagen und kleinen Wasserkraftanlagen - nach Abwägung aller Faktoren zu Natur- und Umweltverträglichkeit - die Energieversorgung an dezentralen Standorten sicherstellen.
 

Information und Öffentlichkeitsarbeit

Wir informieren über die Medien des DAV regelmäßig und aktuell über Fragestellungen des Natur-, Umwelt- und Klimaschutzes. Darüber hinaus wird der DAV auch weiterhin Tagungen und Diskussionsveranstaltungen zum Thema „Klimawandel und Klimaschutz in den Alpen“ durchführen, um eine breite Öffentlichkeit über die Zusammenhänge der globalen Erwärmung und deren Folgen im Alpenraum zu informieren.

 

Ausbildung

Im Rahmen der Ausbildung von Multiplikatoren des DAV spielt das Thema Natur- und Umweltschutz eine wichtige Rolle. 1990 wurde zur Schulung der Fachübungsleiter das Naturschutzlehrteam ins Leben gerufen, das die Ausbildung der angehenden Tourenleiter im Bereich Natur-, Umwelt-, und Klimaschutz sicherstellt. Der Klimawandel und die Folgen der globalen Erwärmung haben sich zusehends zu einem Kernthema in der Natur- und Umweltschutzausbildung des DAV entwickelt.