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Muss es immer Auto sein?

Die Alpen sind ein wichtiger Transitraum in Europa und eine der größten Tourismusregionen der Welt. In der Folge hat sich das Verkehrsaufkommen in den Alpen in den letzten Jahrzehnten stark erhöht und trägt somit zur Verstärkung des anthropogenen Treibhauseffekts bei. Fasst man das Verkehrsaufkommen von Pkws und Lkws zusammen, macht es in etwa ein Drittel aller Treibhausgasemissionen in den Alpen aus.

Die Folgen des erhöhten Verkehrsaufkommens sind:

  • Enorm hoher CO2-Ausstoß – starke Auswirkung auf das Klimasystem
  • Hohe Lärm- und Luftschadstoffbelastung in den Alpentälern beeinträchtigt die Lebensqualität der Menschen
  • Massive Landschaftseingriffe durch den stetigen Infrastrukturausbau
  • Negative Auswirkungen auf die Tier- und Pflanzenwelt
 

Wie viel Verkehr vertragen die Alpen?

Das Verkehrssystem stößt an seine Grenzen. Dies betrifft sowohl seine Kapazitäten als auch seine negativen Auswirkungen. In Zeiten des Klimawandels stehen dem Verkehrssektor zwei große Herausforderungen bevor:

  • Verkehrsbehinderungen und erhebliche Schäden durch die Zunahme extremer Wetterereignisse (Starkregenereignisse, Hochwasser, Muren, Lawinen, Stürme, starke Temperaturschwankungen, etc.).
  • Entwicklung eines wirkungsvollen, alpenübergreifenden Ver­kehrskonzeptes, um das weiter steigende Verkehrsaufkommen mit sinnvollen Maßnahmen gezielt zu steuern und zu verringern.
 

Es besteht Handlungsbedarf!

Um das Verkehrsaufkommen in den Alpen zu reduzieren bzw. das Mobilitätsverhalten nachhaltig zu verändern, müssen wir aktiv werden! Dabei ist das „Wir“ weitgefasst und betrifft Politik, Zivilgesellschaft, Verbände und Organisationen, aber auch jeden Einzelnen von uns. Der Handlungsbedarf ist groß:

  • Verlagerung des Verkehrs von der Straße auf die Schiene
  • Strengere Abgasnormen und reformierte Prüfverfahren
  • Einführung einer Geschwindigkeitsbegrenzung
  • Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs
  • Förderung der E-Mobilität in Verbindung mit einem Ausbau der Ladeinfrastruktur und erneuerbarer Energien
  • Eigenes Mobilitätsverhalten hinterfragen – im Alltag wie für Freizeitaktivitäten 
 

Weitere Informationen

DAV-Broschüre Klimawandel und Verkehr – Mobilität zukunftsfähig gestalten

 

Ein passender Radiobeitrag des Bayerischen Rundfunks zum Thema Hauptsache unterwegs – Klimakiller Freizeit