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Fotofallen in Nationalparks

28.11.2019, 14:09 Uhr

Spannende Einblicke in die Tierwelt von deutschen Nationalparks: Im Rahmen eines Forschungsprojekts der Universität Freiburg wurden rund 650 automatische Kameras in neun Nationalparks und einem Naturschutzgebiet installiert. Die ersten Bilder werden jetzt ausgewertet.

Welchen Einfluss hat das Wild auf den Wald?

Das Projekt mit dem Titel „Schalenwildmonitoring in deutschen Nationalparken“ läuft seit August 2019. „Ziel der aktuellen Forschungen ist es, die Zusammenhän­ge zwischen den Populationsgrößen und der Wirkung der Tierarten auf das Ökosystem zu erforschen sowie ein langfristiges Wildtiermonitoring in den Nationalparken zu etablieren. Die Auswertungen liefern wichtige Informationen zum Einfluss des Schalenwildes auf die Waldentwicklung“, erklärt Dr. Marco Heurich, wissenschaftlicher Leiter des Projekts und Abteilungsleiter des Nationalparks Bayerischer Wald sowie Privatdozent für Wildtierökologie und Naturschutzbiologie an der Uni Freiburg.

Auch im Nationalpark Berchtesgaden, dem einzigen Nationalpark im deutschen Alpenraum, wurden 50 Kameras abseits der Wege angebracht. Die Mitarbeiter des Naturreservats haben nun vor dem Winter die ersten Bilder gesichtet.

 

Bilder und Schnappschüsse von vielen Tierarten

Eindrucksvolle Fotos aus der Tierwelt des Parks wurden geschossen: Nicht nur Gämse und Rehe gerieten in die „Fotofalle“, sondern auch Füchse, Vögel und Nagetiere. „Dabei sind neben unzähligen Fotos, die wissenschaftlich ausgewertet werden, auch einige sehenswerte Schnappschüsse“, erzählt der Forstwissenschaftler Bernd Becker. Die Wildkameras zeichnen die Bilder mittels kombinierten Bewegungs- und Infrarotsensoren auf. Die Tiere werden dabei nicht gestört.

Neben dem Nationalpark Berchtesgaden nehmen derzeit am Projekt auch die Nationalparks Bayerischer Wald, Eifel, Schwarzwald, Hainich, Harz, Kellerwald-Edersee, Hunsrück-Hochwald und Müritz sowie das Naturschutzgebiet Königsbrücker Heide teil.

Das Projekt wird vom Bundesamt für Naturschutz gefördert und läuft noch bis Ende 2021.

 

Mehr unter www.nationalpark-berchtesgaden.bayern.de