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13.01.2021
13.01.2022
BR Fernsehen

Eine letzte Chance für die Isar

Naturdoku in der BR-Mediathek

Die Obere Isar gilt als der letzte große Wildfluss Deutschlands. Im Werdenfelser Land fließt sie auf 20 Kilometern in einem von vielen Büschen und Bäumen gesäumten Flussbett zwischen Krün und dem Sylvensteinstaussee. Doch so schön das Grün aussieht – es ist das Ende der wilden Isar. Die 45-minütige Naturdoku „Wasser für die Isar“ zeigt, wie komplex und fragil das Leben am Fluss ist. Und welche letzte Chance es noch gibt, den einmaligen Wildfluss zu retten.

Der letzte Wildfluss

Mehr als 200 bedrohte Tier- und Pflanzenarten finden an und in der Oberen Isar ihren Lebensraum. Doch das Flussbett wird immer mehr von grünem Dickicht überwuchert, weil der größte Teil des Wassers zur Energiegewinnung für das Walchenseekraftwerk abgeleitet wird.

 

Die Wilde im Korsett

Dem Fluss bleibt nur die sogenannte Restwassermenge. – Zu wenig, um den Kies, der den Wildfluss prägt, zu transportieren und sein Bett zu gestalten. Vor allem auch zu wenig, um den Bewuchs in Schach zu halten. Naturschutz-Maßnahmen, die die wuchernden Weidenbäume eindämmen sollen, scheinen erfolglos.

 

Doch es gibt noch eine letzte Chance, diesen einmaligen Wildfluss zu retten: Die Verträge mit dem Energiekonzern, der das Walchenseekraftwerk betreibt, laufen 2030 aus und werden bereits neu verhandelt. Jetzt besteht die Möglichkeit, die Parameter neu zu setzen, dem Fluss wieder mehr Dynamik und Kraft zu schenken und so die letzte große Wildflusslandschaft Deutschlands zu erhalten.

 

Weitere Informationen

Die Dokumentation „Wasser für die wilde Isar“ von Jürgen Eichinger und Angelika Vogel ist bis zum 13. Januar 2022 in der Mediathek des Bayerischen Rundfunk verfügbar.