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Deutscher Erdüberlastungstag am 3. Mai

03.05.2019, 14:05 Uhr

Der "Deutsche Erdüberlastungstag" wird jedes Jahr von Germanwatch und anderen Umweltorganisationen neu berechnet. 2019 ist er am 3. Mai. Das bedeutet, dass ab heute alle regenerierbaren Ressourcen verbraucht wären, die für das ganze Jahr zur Verfügung stehen, wenn die Weltbevölkerung so viel Ressourcen verbrauchen würde wie Deutschland. 

Ab 3. Mai leben wir ökologisch gesehen auf Kredit. 

 

Drei Erden bei deutschem Lebensstandard nötig

Bei der Berechnung des Erdüberlastungstages werden zwei Größen gegenüber gestellt: zum einen die biologische Kapazität der Erde Ressourcen aufzubauen und Abfälle sowie Emissionen aufzunehmen, zum anderen der gesamte Bedarf an nutzbaren natürlichen Ressourcen und Flächen wie Wälder und Ackerland, den die Menschen für ihre derzeitige Lebens- und Wirtschaftsweise brauchen. „Wenn alle Menschen so leben würden wie in Deutschland, dann bräuchten wir drei Erden. Diese Verschwendung unserer Ressourcen muss aufhören. Wir tragen die Verantwortung gegenüber künftigen Generationen. Ein Umdenken und eine Änderung unseres Verhaltens zu einer nachhaltigen Lebensweise muss jetzt stattfinden“, betont Jan Göldner aus dem Bundesvorstand der NAJU (Naturschutzjugend im NABU). Zum Vergleich: Die gesamte Weltbevölkerung bräuchte zirka 1,7 Erden, um den globalen Bedarf an natürlichen Rohstoffen wie Ackerland und Wäldern zu decken. „Da wir nur eine Erde haben, führt diese Übernutzung zu einer fortschreitenden Verschlechterung der Böden und Waldqualität und zu einer hochriskanten Klimakrise. Wir sind Teil eines gefährlichen Schneeballsystems: Wir nehmen Ressourcen der Zukunft, um die heutige Wirtschaft zu füttern. Wie bei einem finanziellen Schneeballsystem bauen wir uns damit die eigene Falle“, sagt Dr. Mathis Wackernagel, Gründer des Global Footprint Networks.

 

Quelle: Germanwatch