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Call for Action für das Weltklima

05.05.2019, 13:54 Uhr

Ein Zusammenschluss aus Europäischen Interessensgruppen und Verbänden fordern mehr Einsatz von der Europapolitik für den Klimaschutz. Um einen Klimanotstand noch abwenden zu können muss jetzt gehandelt werden: mit schärferen und eindeutigen Klimaschutzzielen.

Europawahl 2019: Chancen für mehr Klimaschutz ergreifen!

Chancen bestehen: am morgigen 09. Mai 2019 treffen sich die EU-Führungsspitzen in Sibiu, Romänien, um über die wichtigsten Ziele und Handlungsfelder für die "Zukunft Europas" abzustimmen, zwischen 23. und 26. Mai 2019 finden dann die Europawahlen statt. Sowohl auf dem Summit "The Future of Europe" in Rumänien als auch bei den Diskussionen im Rahmen der Europawahl ist das Thema Klimaschutz ein ganz Zentrales. Klimaforscher warnen vor einer Klimakrise, wenn wir das 2°-Ziel nicht einhalten. Erwärmt sich die Erde darüber hinaus, könnten die Auswirkungen verheerend und unvorhersehbar werden. 

Und allerspätestens seitdem Europäische Bürger, allen voran Kinder und Jugendliche, regelmäßig für mehr Klimaschutz auf die Straße gehen, sind die Forderungen klar: klare und bindende Reduktionsziele für Treibhausgasemissionen, ein Ende für fossile Energieträger und ein klares Bekenntnis zum Ziel der Treibhausgasneutralität. 

 

 

In der Kürze: Die Forderungen des Climate Action Call

  1. Schnellere Reduktion der Treibhausgasemissionen bis 2030 um Treibhausgasneutralität schnellstmöglich zu erreichen
  2. Ein baldiges Ende der Nutzung fossiler Brennstoffe
  3. Sicherer und fairer Strukturwandel: Entwicklungsländer bei Klimaschutz und Klimafolgenanpassung unterstützen
  4. Einführung der Kreislaufwirtschaft und Steigerung der Ressourceneffizienz
  5. Erhalt der Biodiversität, Wiederherstellung von Ökosystemen

 

Alle Infos zur Initiative und die ausführlichen Forderungen gibt's unter climateactioncall.caneurope.org

 

Alle sind betroffen

"Jetzt müssen in Europa wegweisende Entscheidungen getroffen werden um in Europa die Treibhausgasneutralität so bald wie möglich zu erreichen. Nur so können wir eine Lebensgrundlage für die nächsten Generationen auf dem Planet Erde gewährleisten",

so Mitunterstützer des "Call to Action" und früherer IPCC Vice-Chair Prof. Jean-Pascal van Ypersele

 

Aber auch Sportler machen sich zu Recht ernsthafte Sorgen um ihren Sport und die nächsten Generationen. "Der Klimawandel hat einen direkten negativen Effekt auf uns Wintersportler: die Zeit wo Schnee liegt wird immer kürzer. Aber primär geht es ja um das Leben von Millionen von Menschen, wo dadurch die Trinkwasserversorgung auf der Kippe steht. Die Uhr tickt, es müssen jetzt die richtigen Entscheidungen getroffen werden.", sagt Eva Maria Brem, Österreichische Skirennfahrerin und Sportlerin des Jahres 2016.

 

 

Die Alpen sind schon mittendrin

Besonders stark sind die Alpen vom Klimawandel betroffen: die Erwärmung ist hier jetzt schon doppelt so hoch wie im globalen Mittel.

Bis Mitte des Jahrhunderts wird die Gletscherfläche in den Alpen nur noch halb so groß sein, bis 2100 sind Gletscher dann abgeschmolzen. Auch wird die Schneedeckendauer um 2050 6-8 Wochen kürzer sein als heute, in Tallagen liegt dann quasi kein Schnee mehr im Winter. 

Alle Infos, wie sich der Klimawandel auf die Alpen auswirkt hier.

 

Keine guten Zeiten für Alpengletscher

Gletscherbericht des Österreichischen Alpenverein

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„Das Gletscherhaushaltsjahr 2017/2018 ist erneut als sehr gletscherungünstig zu charakterisieren“, so beginnt der aktuelle Gletscherbericht des Österreichischen Alpenverein. Demnach ziehen sich die österreichischen Gletscher nahezu ausnahmslos zurück.

Bis 2100 wahrscheinlich keine Alpengletscher mehr

Aktuelle Forschung bestätigt massive Gletscherschmelze

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Gegen Ende des Jahrhunderts könnten Eisflächen und Gletscherzungen in den Alpen der Vergangenheit angehören: 94% des heutigen Eisvolumens der Gletscher ist dann wahrscheinlich abgeschmolzen.

Weltweite Erwärmung von Permafrost

Internationale Studie bestätigt weltweiten Trend

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Internationale Forschungsstudie bestätigt die weltweite Erwärmung des Permafrostbodens seit 2007. Besonders betroffen sind auch die Alpen und der Himalaya.

Gletscherrückgang und tauender Permafrost

Auswirkungen des Klimawandels in den Alpen

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Gletscher reagieren unmittelbar auf Veränderungen von Niederschlagsmustern sowie Temperatur und sind deshalb wichtige Klimazeiger. Seit dem Ende der kleinen Eiszeit um 1850 sind gravierende Veränderungen zu beobachten: