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31.05.2019
02.08.2019
Bundesweit

Bundesweite Insektenzählung: NABU Insektensommer

Der NABU ruft die Citizen-Science-Aktion „Insektensommer“ ins Leben: Naturfreundinnen und -freunde können vom 31. Mai bis 9. Juni und vom 2. bis 11. August über eine App oder Webseite bundesweit Insekten zählen – und so Daten zur Artenvielfalt und Häufigkeit beisteuern.


Wenn die Tage heller und die Sonnenstrahlen intensiver werden, machen sich Insekten auf die Suche nach Nahrung und Nistmöglichkeiten. Wichtige Lebensräume für die Sechsbeiner sind Hecken, Wiesen, Feldraine und Gewässerrandstreifen – aber auch Gärten und Parks.

 

Insektensommer: Naturliebhaber sollen beim Zählen helfen

Insekten zählen zu der artenreichsten Tiergruppe und sind ein wichtiger Baustein für das Ökosystem. Doch sie sind bedroht: Die Gesamtmasse an Fluginsekten hat selbst in Schutzgebieten bis zu 75 Prozent abgenommen. Mehr als die Hälfte jeder Wildbienenart ist in Deutschland gefährdet. Nach Schätzungen leben in Deutschland 33.000 Insektenarten. Über die meisten liegen noch keine Daten vor.

 

 

Vor diesem Hintergrund hat der NABU die Citizen-Science-Aktion „Insektensommer“ ins Leben gerufen. Die Insektenzählung findet bundesweit vom 31. Mai bis 9. Juni und vom 2. bis 11. August statt. Die Beobachtungen können unter www.insektensommer.de oder über die kostenlose NABU-App „Insektenwelt“ (für iOS und Android) gemeldet werden. Ziel des Insektensommers ist es, auf die enorme Bedeutung der Insekten aufmerksam zu machen und für den Schutz dieser Tiergruppe zu sensibilisieren. Jeder kann mithelfen, Daten zur Artenvielfalt und Häufigkeit der Insekten zu sammeln. Jedes Insekt zählt!

 

 

Ein Heim für Sechsbeiner: Starthilfe im eigenen Garten

Eine echte Frühlingsbotin ist die Rostrote Mauerbiene, „Insekt des Jahres“ 2019. Mit Hilfe von Nisthölzern lässt sich die Rostrote Mauerbiene problemlos im Garten ansiedeln. Gerne nimmt sie künstliche Nistgelegenheiten aus Holz, Bambus oder Schilf an. „Insektenhotels dürfen durchaus dekorativ sein, doch sie helfen nur, wenn sie auch artgerecht sind. Wichtig ist, dass kein Weichholz verwendet wird, damit Bohrlöcher nicht ausfransen, sonst können sich Bienen daran verletzen. Auch sollten insektenfreundliche Wildpflanzen in der Nähe sein, sonst werden die geschaffenen Hotels ohne Gäste bleiben“, sagt NABU-Insektenexpertin Daniela Franzisi. Ein Beet aus heimischen Wildstauden wirkt wie ein Magnet auf Falter und Bienen. An sonnigen Standorten wachsen Moschusmalve, Natternkopf, Wiesen-Flockenblume und Blut-Storchschnabel. Sie liefern Pollen und Nektar und sind dazu noch optimal an Klima und Boden angepasst. Generell freuen sich Insekten über Wildrosensorten. Diese haben keine gefüllten Blüten, so können Insekten den Nektar leichter erreichen als bei gezüchteten Sorten.

 

Der NABU gibt auf seiner Webseite Bautipps und Anleitungen für Insektenhotels:

 

Videoanleitung: Insektenbuffet pflanzen