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Bergsteigerdörfer des Alpenvereins feiern 10-jähriges Jubiläum

16.05.2018, 16:27 Uhr

Seit 10 Jahren gibt es nun das Projekt Bergsteigerdörfer im Ostalpenraum. Das Ziel von 2008 und heute ist gleich geblieben: unberührte Alpenräume erhalten und sanften Tourismus fördern. Das Thema ist heute so aktuell wie noch nie.

Im Sommer 2008 wurde das Leuchtturmprojekt "Bergsteigerdörfer" vom Österreichischen Alpenverein ins Leben gerufen. 

„Vor 10 Jahren haben sich bei der Startkonferenz 17 österreichische Bergsteigerdörfer abseits der Tourismushochburgen unter Federführung des Österreichischen Alpenvereins (ÖAV) vereint und dieser ressourcenschonenden Initiative in Tourismus und Raumplanung verschrieben“, erklärt Andreas Ermacora, Präsident des ÖAV, auf dessen Pressekonferenz am 15.05.2018 in Innsbruck. „Das gemeinsame Ziel der Bergsteigerdörfer hat sich im letzten Jahrzehnt nicht verändert: Die Bewahrung von alpiner Tradition und Kultur, eine Stärkung der Attraktivität der ländlichen Gebiete sowie der Schutz der Natur, das verstehen wir unter sanften Tourismus.“ 

Auch sind die Bergsteigerdörfer ein offizielles Umsetzungsprojekt der Alpenkonvention. „Die Mitglieder der Initiative handeln in ihrem touristischen Tun idealerweise nach den Grundprinzipien der Alpenkonvention und können somit als Entwicklungskerne des nachhaltigen Alpintourismus bezeichnet werden“, erklärt Liliana Dagostin, Projektleiterin und Leiterin der Abteilung Raumplanung und Naturschutz im ÖAV.

 

Stärkung durch wachsende Internationalisierung

Das Projekt „Bergsteigerdörfer“ findet seit seiner Gründung vor zehn Jahren großen Anklang. Dies beweist das internationale mediale Interesse aber auch das Interesse von potenziellen Bewerbern.

Das Partnerabkommen mit dem Deutschen Alpenverein (DAV) im Jahre 2014 kennzeichnete den Beginn der Internationalisierung der Bergsteigerdörfer – Ramsau schloss sich der Initiative als erstes bayerische Bergsteigerdorf 2015 an, danach folgen Schleching und Sachrang.

Weitere Partnerschaftsabkommen mit dem Alpenverein Südtirol (AVS) sowie dem Slowenischen- (PZS) und Italienischen Alpenverein (CAI) folgten. Alle Vereine sind seither gleichwertige Partner der fortan länder-, regionen-, und kulturübergreifenden Initiative. Und auch 2018 ist ein spannendes Jahr für die internationale Weiterentwicklung: Im Mai schließt sich das slowenische Jezersko dem Projekt an, im Juli folgt Kreuth in Oberbayern, im August Lungiarü in den Südtiroler Dolomiten.

 

Bergsteigerdörfer im Überblick

Bergsteigerdörfer im Überblick Derzeit gibt es 24 Bergsteigerdörfer: Ginzling, Großes Walsertal, Grünau im Almtal, Hüttschlag im Großarltal, Johnsbach im Gesäuse, Lesachtal, Lunz am See, Mallnitz, Malta, Matsch, Mauthen, Ramsau bei Berchtesgaden, Region Sellraintal, Reichenau an der Rax, Sachrang, Schleching St. Jodok, Schmirn- und Valsertal, Steinbach am Attersee, Steirische Krakau, Tiroler Gailtal, Vent im Ötztal, Villgratental, Weißbach bei Lofer und Zell-Sele.

Im Mai schließt sich das slowenische Jezersko dem Projekt an, im Juli folgt Kreuth in Oberbayern, im August Lungiarü in den Südtiroler Dolomiten. In den vergangenen zehn Jahren wurde das Projekt großzügig vom Fonds für Ländliche Entwicklung (EU) und dem Ministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus unterstützt. Mit Ablauf der Förderung werden sich Gemeinden, internationale Partner und Partnerbetriebe an der Finanzierung beteiligen.

 

Alle Infos unter bergsteigerdoerfer.org