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Bergsteigen und dabei einen Beitrag zur Klimaforschung leisten

08.07.2019, 12:20 Uhr

Jetzt teil eines Forschungsprojekts werden!

 

Die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf untersucht die Höhengrenzen von Baumarten und jede/r kann dabei mitmachen!

 

Das Projekt ist ideal für Bergsteiger/-innen, die wissen wollen, was Ihr Hobby mit Umweltschutz, Klimawandel und Artenerhalt zu tun hat.

 

Um was geht’s?

Seit 120 Jahren ist die Jahresdurchschnittstemperatur in den Alpen um zwei Grad angestiegen. Mit der Erwärmung wandelt sich auch die Vegetation. In einem Bürger-Forschungsprojekt werden nun die aktuellen Höhengrenzen der Baumarten in den Bayerischen Alpen ermittelt.

 

Genauer gesagt: Es werden die jeweils höchstgelegenen Vorkommen bestimmter Baumarten (z. B. Buche, Tanne, Fichte, Lärche) in den Bayerischen Alpen kartiert. Manche dieser Baumarten erreichen ihre obere Höhengrenze bereits im Bergwald (z.B. Buche, Tanne), manche können noch an der Wald- oder Baumgrenze existieren (z. B. Fichte, Latsche, Eberesche). Die obere Höhengrenze ist vorrangig klimatisch bedingt und für jede Baumart unterschiedlich. In der Mitte des 19. Jahrhunderts wurden schon einmal die jeweils höchstgelegenen Vorkommen dokumentiert. Damals - am Ende der sogenannten "Kleinen Eiszeit" – war es im Durchschnitt etwa 2° C kälter als heute. Die spannende Frage des Projekts ist, ob sich die oberen Höhengrenzen für die einzelnen Baumarten schon jetzt weiter hinauf verschoben haben. Weitere Informationen gibt es auch auf der Projekt-Homepage.

 

Wie kann ich mitmachen?

Man braucht dazu:

  • ein Smartphone oder GPS (um die Koordinaten des Baums zu bestimmen),
  • das ausgedruckte Erfassungsformular (hier zum Download; für jeden gemeldete Baum jeweils ein Formular ausfüllen) und
  • einen Fotoapparat bzw. Smartphone (für das Foto vom Baum).
 

So geht’s!

Beim Aufstieg (Berg in den Bayerischen Alpen) schon mal grob beobachten, wo beispielsweise die Buche mit zunehmender Höhe allmählich nicht mehr vorkommt. Die eigentliche Kartierung findet dann beim Abstieg vom Gipfel statt: 

 

Zukünftig können Beobachtungen auch über die BAYSICS-App gemeldet werden, die derzeit noch in Entwicklung ist.

 

Im Bayerischen Rundfunk wurde bereits über das Projekt berichtet:

Am 26.06. wurde in der "Abendschau - der Süden“ über das Projekt berichtet und die Kartiermethode vorgestellt. Der kurze Film kann in der Mediathek angesehen und heruntergeladen werden.

 

Oder hier noch ein Artikel dazu.