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DAV: Seilbahn zwischen Ifen und Walmendinger Horn nicht akzeptabel

04.04.2012, 09:50 Uhr

Die Kleinwalsertaler Bergbahn AG plant, mit den Vorarbeiten für den Bau der Panorama-Seilbahn zwischen Ifen und Walmendinger Horn zu beginnen und erste Schritte für ein Genehmigungsverfahren des Projekts einzuleiten. Die Gemeindevertreter im Kleinwalsertal hatten sich zuvor mit 14 zu zehn Stimmen für eine Modernisierung des Ifen-Skigebietes und den Bau der Verbindungsbahn ausgesprochen.

 

Massive Eingriffe in das Landschaftsbild

"Das Vorhaben ist für uns aus landschaftsästhetischen und tourismusstrategischen Gründen nicht akzeptabel", erläutert Jörg Ruckriegel vom Deutschen Alpenverein. Dabei halte der DAV die Modernisierung der Anlagen am Ifen aus wirtschaflichen Gründen zwar für nachvollziehbar. Beim Bau einer Panoramabahn hinüber an das benachbarte Walmendinger Horn seien die Grenzen jedoch deutlich überschritten. Die massiven Eingriffe in das Landschaftsbild würden den Erholungswerts im Schwarzwassertal und im Kleinen Walsertal stark beeinträchtigen. Außerdem sei durch die Seilbahn eine Ausweitung des Sommertourismus auf dem Gottesackerplateau und seiner fragilen Karstlandschaft zu erwarten. Der DAV prüft nun Möglichkeiten, den Bau der Verbindungsbahn zu verhindern.

 

Über 1000 Unterschriften gegen das Projekt

Mit dieser Einschätzung steht der DAV nicht alleine da. Die örtliche Bürgerinitiative im Kleinwalsertal hat bereits 1050 Unterschriften von Einheimischen gegen das Projekt gesammelt – bei insgesamt rund 3000 Wahlberechtigten eine stattliche Menge. Neben dem DAV engagieren sich weitere Umweltschutzverbände gegen das Projekt, darunter die Alpenschutzorganisation CIPRA, der Bund Naturschutz, Mountain Wilderness und der Verein Landschaftsschutz Kleinwalsertal.

 

Mehr Infos

Website der Bürgerinitiative: www.Ifen-Signal.org