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Skigebietsverbindung Kaunertaler Gletscher - Langtaufers

Erstes länderübergreifendes Skigebiet vom Kaunertaler Gletscher in Tirol ins Langtauferer Tal in Südtirol könnte bald Realität werden.

 

Aktueller Stand: IN PLANUNG

 

Verbindung seit 30 Jahren im Visier

In Planung ist eine Verbindung des Kaunertaler Gletscherskigebiets in Tirol über das Karlesjoch zum kleinen Skigebiet Maseben in der Gemeinde Graun in Südtirol.

Im Visier haben die Skigebietsbetreiber die Verbindung schon lange: bereits bei der Realisierung des Gebiets im Jahr 1980 war eine Erweiterung auf das Gebiet um die Weißseespitze und Gepatschferner vorgesehen.

 

Ein überarbeitetes Konzept zur Verbindung wurde schließlich von der Kaunertaler Gletscherbahnen GmbH im Juni 2013 vorgelegt und die geschätzten Kosten von 4,7 Mio. Euro lukriert.

 

Unerschlossenes Hochgebirge in Gefahr

Das bisher wenig erschlossene Langtauferer Tal hätte der Anschluss an das Gletscherskigebiet eine touristische Neuorientierung zur Folge. Zu befürchten ist ein Investitionsschub mit zahlreichen Neubauten und Verkehrslawinen.

 

Die Neuerschließung würde die Verbauung eines ca. 280 ha großen Areals (Gepatschferner) bedeuten und den Bau einer Bergstation auf dem Gipfel
des Weißseeferners in 3.526 Metern Höhe. Diese Erweiterungsfläche ist bereits im Raumordnungsprogramm der Tiroler Landesregierung enthalten (siehe Downloads).

 

Noch ruhen die Planungen, da eine Umweltverträglichkeitsprüfung vor einer Erschließung vorgeschrieben ist.

 

Ein gespaltenes Tal - Landesregierung am Zug

Befürworter des Unterfangens geben eine volle Unterstützung des Projekts durch die einheimische Bevölkerung an. "Weit über 70 Prozent seien für den Zusammenschluss", so der Geschäftsführer der Oberländer Geltscherbahn AG Paul Jakomet. 

Im Langtauferer Tal sieht die Situation in Realität aber doch etwas anders aus. In einem offenen Brief mit 80 Unterschriften gingen die Gegner an die Öffentlichkeit; von Einigkeit im Tal kann also keine Rede sein. 

 

Die Entscheidung liegt nun bei der Südtiroler Landesregierung.

 

Weitere Informationen zum Projekt