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Der Alpensalamander

Die überwiegend nachtaktiven Alpensalamander lassen sich vor allem nach Regenfällen auch tagsüber beobachten.

Lebensraum

Der Alpensalamander bevorzugt feuchte Laubmischwälder und Blockhalden, außerdem sieht man ihn auf Almwiesen in kalkreichen Gegenden, meist ab 1.000 Metern Höhe. Er kommt in den Alpen in einem zusammenhängenden Areal vor (etwa vom Rhonetal, durch feuchte Teile der Zentralalpen und über den nördlichen Alpenbogen bis weit in die Ostalpen), ebenso wie in einzelnen mittleren und hohen Lagen im Dinarischen Gebirge.

 

Die Wintermonate verbringen Alpensalamander in unterirdischen Verstecken in einer langen Winterstarre, bei der sämtliche Körperfunktionen auf ein Minimum hinuntergefahren werden.

 

Körperbau

Der durchgehend glänzend schwarz gefärbte Alpensalamander gehört zu den Schwanzlurchen. Weibchen werden bis etwa 15 cm lang, Männchen sind etwas kleiner. Der Kopf setzt sich vom Rumpf ab, ist etwas länger als breit, das Maul dabei stark abgerundet.

 

Nahrung & Vermehrung

Alpensalamander ernähren sich von Asseln, Schnecken, Larven, Spinnen und ähnlichen Tieren; meist gehen sie nachts auf Jagd.

 

Alpensalamander paaren sich im alpinen Frühjahr. Während alle anderen heimischen Amphibien ihre Eier in Gewässern ablegen, die während ihrer Entwicklung eine Metamorphose durchlaufen vom kiemen- zum lungenatmenden Tier, haben Alpensalamander aufgrund der häufigen Wasserarmut im Gebirge eine andere Strategie entwickelt: sie sind lebendgebärend, die lungenatmenden Jungtiere sind sofort an Land lebensfähig.

 

Alpen-Tier-Talk

Der Alpensalamander heißt

  • Wissenschaftlich: Salamandra tatra
  • Englisch: Alpine Salamander
  • Französisch: Salamandre alpine
  • Italienisch: Salamandra alpina
  • Slowenisch: Alpski Salamander
 

Schutz & Verbreitungsgebiete in Deutschland

Obwohl Alpensalamander nur eine geringe Fortpflanzungsrate haben – Weibchen bringen nur ein bis zwei Junge zur Welt – ist diese ausreichend für den Fortbestand. Nicht zuletzt, weil sich erwachsene Tiere mithilfe giftiger Hautsekrete schützen können und daher kaum natürliche Fressfeinde haben. Weil sie in ihren alpinen Vorkommensgebieten oft in großer Zahl zu finden sind, gelten sie nicht als akut gefährdet.

 

Dennoch: Alpensalamander sind nur regional begrenzt zu finden und insgesamt selten; sie stehen in Deutschland sowie in Österreich und in der Schweiz unter strengem Schutz. In Deutschland kommen Alpensalamander ausschließlich in den Nördlichen Kalkalpen Bayerns vor.