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Wegewartung beginnt verspätet

20.05.2020, 11:11 Uhr

Die Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen wirken sich auch direkt auf die Wege aus und die Sektionen konnten und können bislang ihr Bergwegenetz in Deutschland und Österreich nicht im üblichen Umfang unterhalten. Damit können sie auch ihre Verkehrssicherungspflicht nicht erfüllen bzw. die Wegehalterhaftung nicht übernehmen. Auch wenn die Wegearbeiten fast überall anlaufen, besteht die Gefahr, dass einige Wege oder Wegabschnitte noch nicht im gewohnt guten Zustand sind – erhöhte Aufmerksamkeit ist angebracht!

Die Corona-Pandemie wirkt sich auch auf die Wanderwege aus: Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen und Grenzschließungen haben die Sanierung der Wege in diesem Jahr nach hinten verschoben. Mit den Lockerungen der letzten Tage können die Wegewarte aber inzwischen fast überall wieder ihre Arbeit aufnehmen.

Bis alle Wege gesichtet und saniert sind, wird es noch etwas dauern – bis dahin bitte besonders umsichtig sein!

 


In normalen Jahren beginnen die Wegewarte der Sektionen noch während der Restschnee in den schattigen Hängen schmilzt, ihre Alpenvereinswege zu kontrollieren. Beim Kontrollgang erledigen sie die nachwinterlichen kleinen Reparaturen und protokollieren die größeren Winterschäden. Wenn nötig sperren sie Wege, bis sie hergerichtet und wieder begehbar sind. Über den Sommer führen die Sektionen die großen Reparaturen durch.

Jedes Jahr investieren die Wegewarte und ihre Helfer ca. 50.000 ehrenamtliche Arbeitsstunden in den Erhalt der Bergwege. Mehr als eine Million Euro fließen jährlich in das Wegenetz; Mittel des DAV-Bundeverbands, der DAV-Sektionen und Fördermittel der Bundesländer.