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Wie Wanderwege verschwinden

Wenn auf einer neuen Alpenvereinskarte ein Wanderweg plötzlich nicht mehr eingezeichnet ist, liegt das wahrscheinlich nicht daran, dass die Kartograph*innen ihn vergessen haben. Vielmehr könnte es sein, dass ein Weg unpassierbar geworden ist. Wie zum Beispiel die Route über die Pasterze zum Großglockner.


 

Ilka Knigge vom BR zeigt, warum ein Wanderweg auf der Karte von 1928 noch zu sehen ist - auf den aktuellen Karten aber nicht mehr. Schuld ist der Klimawandel. Der Weg führte nämlich direkt über die Pasterze, den größten Gletscher Österreichs. Das Problem: Die Alpen bekommen den Klimawandel besonders deutlich zu spüren. Seit Jahren werden die Gletscher immer kleiner. Der Weg über die Pasterze zum Großglockner ist daher nicht mehr begehbar - zu gefährlich ist die Querung des schmelzenden Gletschers geworden.

 

Das Video ist Teil der BR-Reihe PlanetB. PlanetB ist ein Format der Redaktion Wissen&Bildung des Bayerischen Rundfunks. 

 

Österreichs Gletscher schmelzen weiter

ÖAV stellt Gletscherbericht 2019/2020 vor

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Trotz eines schneereichen Winters haben die Gletscher Österreichs weiter an Masse verloren. Grund dafür war der heiße Sommer 2020. Der mittlere Rückgang beträgt 15 Meter. Wenn der ÖAV den Gletscherbericht vorstellt, gibt es immer einige Konstanten: die Zahl der beobachteten Gletscher oder die Messmarken, die für die Erhebung verwendet werden. Der schlechte Zustand der Gletscher in Österreich ist leider auch so eine Konstante. Seit Jahrzehnten misst das Gletschermessteam des Österreichischen Alpenvereins sich zurückziehende Gletscherzungen und überdurchschnittliche Temperaturen. 15 Meter beträgt der mittlere Rückgang aller 92 beobachteten Gletscher. Mit 104 Metern hat der Hornkees in den Zillertaler Alpen (Tirol) am meisten Länge verloren. 

Alpenvereinskarten – Berge in 2D

Bergpodcast Folge 34

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Sie ist ziemlich unscheinbar, leistet aber hilfreiche Unterstützung in den Bergen: Die Alpenvereinskarte. Doch wie kommt ein Gebirge wie die Alpen zu Papier, mit all den Wegen, Steigen, Gipfeln und Hütten? Ob digital oder analog: der Blick auf eine AV-Karte ist aufschlussreich. Ist das nächste Teilstück steil oder flach? Gibt es einen Weg auf den Gipfel? Ist die Hütte in der Nähe bewirtschaftet? Dank der AV-Karten finden sich Wanderer, Bergsteigerinnen und Mountainbiker im Gelände zurecht. Diese ganzen Infos müssen aber erst einmal in die Karte kommen. Sie müssen erfasst und dann so dargestellt werden, dass man sie auch mit wenig Übung lesen und verstehen kann. Darum kümmern sie die Kartografinnen und Kartografen des DAV. In dieser Folge des Bergpodcasts haben wir ihnen bei ihrer Arbeit über die Schulter geschaut und auch einen Blick in die lange Geschichte der Alpenvereinskartografie geworfen. 

Zillertal reloaded

Alpenvereinskarte in Überarbeitung

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Eine Karte für die Ewigkeit? Leider nicht. Ständig verändert sich das Gelände, Wege kommen hinzu, Brücken werden abgerissen, Gletscher schmelzen. Die Arbeit der Kartographinnen und Kartographen besteht in heutigen Zeiten also zu einem großen Teil aus der Aktualisierung vorhandenen Kartenmaterials. So auch bei der Alpenvereinskarte der Zillertaler Alpen (West), die gerade auf den neuesten Stand gebracht wird. Das Besondere: Erstmalig wird eine bestehende Karte in das neue Software-System ArcGIS überführt. Und so fügt sich auch die Kartographie dem digitalen Fortschritt.

Dramatische Gletscherschmelze

Forscher kartieren erstmals den Eisverlust in den gesamten Alpen

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Rund 5.000 Gletscher zählt das Alpengebiet aktuell, davon fünf in Deutschland. Wer vor einem der eisigen Riesen steht, kommt aus dem Staunen nicht mehr raus – doch Gletscher weisen auch lebensnotwendige Funktionen für Mensch, Tier und Natur auf. Umso erschreckender die Ergebnisse, die Forscher der Uni Erlangen kürzlich im Fachmagazin Nature Communications veröffentlichten.

Bis 2100 wahrscheinlich keine Alpengletscher mehr

Aktuelle Forschung bestätigt massive Gletscherschmelze

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Gegen Ende des Jahrhunderts könnten Eisflächen und Gletscherzungen in den Alpen der Vergangenheit angehören: 94% des heutigen Eisvolumens der Gletscher ist dann wahrscheinlich abgeschmolzen.

Alpengletscher: Vor 120.000 Jahren bis heute

Erstaunliche Animation

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Früher war mehr Eis: Mit Hilfe eines speziellen Computermodells rekonstruiert diese Animation den Vorstoß und Rückgang der Alpen-Gletscher in der Zeit vor 120000 Jahren bis heute.