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"Reststoffbehandlung im Gebirge"

Bei der Abwasserreinigung fallen abgetrennte Inhaltstoffe in unterschiedlicher Qualität und Konsistenz an. Diese Reststoffe wurden bisher meist im Hüttenumfeld aufgebracht. Dieses Vorgehen kann eine Veränderung der Vegetation bewirken, birgt ein örtliches hygienisches Gefährdungspotenzial und kann in sensiblen Lagen die Qualität vorhandener Wasserressourcen beeinträchtigen. Wegen dieser Vorbehalte und den verschärften gesetzlichen Bedingungen hinsichtlich der Klärschlammaufbringung, wird die Entsorgung ins Tal immer häufiger angeordnet.

Der Abtransport anfallender Reststoffe, vor allem der volumenreichen fließfähigen Klärschlämme würde viele Sektionen und Hüttenbetreiber, aufgrund der meist fehlenden Transportwege, wirtschaftlich enorm belasten. Behandlungsverfahren von Klärschlämmen und abgetrennten Abwasserinhaltsstoffen zur Reduzierung ihres Volumens können einen entscheidenden Beitrag leisten, Kosten zu sparen und Ressourcen zu schonen.

 

Zielsetzung der Projekts

Ziel war es, Verfahren zur Behandlung von Klärschlamm im Hochgebirge zu optimieren, neue Methoden zu entwickeln und zu testen, Systeme miteinander zu vergleichen und ihre jeweiligen idealen Einsatzbedingungen herauszufinden. Die Leistung der einzelnen Behandlungsverfahren soll hauptsächlich hinsichtlich der Volumens- und Gewichtsreduktion (Entwässerung) sowie der Hygienisierung bewertet werden, aber auch bezüglich des Abbaus und Verbleibs von Nähr- und Schadstoffen. Die Ergebnisse zeigen für sämtliche Berg- und Schutzhütten des Alpenraumes modellhafte Lösungen an praktischen Beispielen auf.

 

Seit Beginn des Projektes konnten bestehende Anlagen eingehend untersucht und bewertet werden. Daraus gewonnene Erfahrungen führten zu neuen Ansätzen in Form von systematisch durchgeführten Grundlagenuntersuchungen und in weiterer Folge zur Entwicklung und Einsatz von Prototypen neuer Behandlungsverfahren.

 

Leitfaden zur Entsorgung behandelter Reststoffe aus der Abwasserreinigung im Hochgebirge

Mit der "Entsorgung behandelter Reststoffe aus der Abwasserreinigung im Hochgebirge" beschäftigt sich zudem ein aktueller Leitfaden. Der Leitfaden bespricht Möglichkeiten zur Entsorgung der Reststoffe unter ökologischen und ökonomischen Gesichtspunkten. Die Ergebnisse aus dem langjährigen Forschungsvorhaben werden komprimiert und übersichtlich dargestellt.  

Hüttenbetreibern, Sektionen des DAV und Planungsbüros dienen die Ausführungen als Informationsquelle und Hilfestellung bei der Planung und Ausführung von Abwasser- und Schlammbehandlungsverfahren.

Der Leitfaden steht zum Download bereit.

 

Danke

Das Projekt wurde unterstützt von der Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), dem Deutschen Alpenverein, der Universität der Bundeswehr, Institut für Wasserwesen, der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck der Firma Grammer Solar GmbH sowie dem Ingenieurbüro Pabsch & Partner GmbH.

 

 

Hüttenbau und Hüttenbetrieb - Recht und Richtlinien

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Schutzhütten in Extremlagen unterliegen einem eigenen Betriebsanlagenrecht. Der Betrieb einer Beherbergungsstätte oder eines Gastgewerbes unterliegt Richtlinien und Verordnungen. Folgende Punkte geben exemplarisch Auskunft über deren Anwendung auf  Alpenvereinshütten in Deutschland und Österreich.   

Umweltschutz auf AV-Hütten

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Schutzhütten liegen in sensiblen Naturräumen. Die Einhaltung hoher Umweltstandards ist unser besonderes Anliegen. Ein großer Teil der Hütten des Deutschen Alpenvereins liegt in Natur- und Nationalparks oder Naturschutzgebieten. Zu den wichtigsten Aufgaben des DAV zählen deshalb die Modernisierung und der ökologische Betrieb der hochalpinen Unterkünfte. Neueste Technologien sorgen für die umweltverträgliche Energie- und Wasserversorgung sowie Abwasserreinigung. Bei Energie und (Ab-)Wasser gilt gleichermaßen: Sparsamer Umgang schützt die Natur!